Tina John, die neue Geschäftsführerin des Naturpark Fläming e.V., im Infozentrum in Coswig. Foto: Wolfgang Gorsboth

Tina John, die neue Geschäftsführerin des Naturpark Fläming e.V., im Infozentrum in Coswig. Foto: Wolfgang Gorsboth

01.03.2020

Bewährte Projekte fortsetzen - neue Ideen entwickeln

Tina John will das Profil der Naturparkregion weiter schärfen

Coswig (wg) Die neue Geschäftsführerin des Naturpark Fläming e.V. heißt Tina John. Die gebürtige Baden-Württembergerin, die Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Kultur-, Freizeit- und Sportmanagement studiert hat, freut sich darauf, „gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern und Partnern bewährte Projekte fortzusetzen und neue Ideen zu entwickeln, die das Profil der Naturparkregion weiter schärfen.“ 

 „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der engagierten und qualifizierten Fachfrau, die den Naturpark weiter positiv entwickeln wird“, erklärt Coswigs Bürgermeister Axel Clauß im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. Stadt und Naturparkverein sollen künftig bei Ausstellungen, Vorträgen und anderen Veranstaltungen enger zusammenarbeiten. Mit dem Umzug des Naturpark-Infozentrums von Jeber-Bergfrieden nach Coswig vis-à-vis vom Rathaus verzeichne man deutlich gestiegene Besucherzahlen. „Außerdem halten wir an unserem Fernziel fest, Coswig zur Naturpark-Stadt zu profilieren“, betont Clauß, „dann haben auch wir, umzingelt von den Welterbestätten in Wittenberg Dessau, und dem Gartenreich, ein Alleinstellungsmerkmal.“

„Kultur mobil“ 

Bewährt habe sich das im Mai 2019 gestartete Projekt „Kultur mobil“, Trägerin ist die Stadt Coswig, Kooperationspartner der Naturpark-Verein. Auch wenn Ende 2020 die Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Landkultur – kulturelle Aktivitäten und Teilhabe im ländlichen Raum“ auslaufen, soll das Projekt fortgesetzt werden. „Ziel ist es, Natur, Kunst und Kultur zu verbinden und die Ortschaften miteinander zu vernetzten“, berichtet John, „mit den Veranstaltungen sollen auch Lebensqualität und Selbstwertgefühl in den Orten gestärkt werden. Insgesamt 30 generationsübergreifende Veranstaltungen konnte der Naturpark-Verein in 2019 durchführen, in diesem Jahr sollen es 50 sein. 

Besondere Orte 

Viel mit dem Selbstwertgefühl im ländlichen Raum hat auch das Projekt „Besondere Orte“ zu tun, über die derzeit eine Ausstellung im Naturpark-Infozentrum informiert. „Ergänzend zum Städtetourismus bieten auch unsere Flämingdörfer Sehens- und Erlebenswertes mit ihren Kirchen, Natur- und Technikdenkmalen, Wanderwegen und Ausflugslokalen“, betont John. Als „Besondere Orte“ dürfen sich Jeber-Bergfrieden, Thießen und Hundeluft, Garitz, Möllensdorf, Lindau und Külsoer Mühle fühlen, für jeden Ort gibt es einen informativen Flyer, ebenso für die fünf Rundwanderwege.

Lebensgrundlagen erhalten 

Die Arbeit des Naturpark-Vereins umfasst laut Pflege- und Entwicklungskonzept die vier Säulen Naturschutz, Umweltbildung, Regionalentwicklung und Tourismus. Angesichts des Klimawandels, des Zustands der Wälder und des Verlusts der biologischen Vielfalt sind Wissen, Ideen und ein entsprechendes Bewusstsein gefragt, um Natur, Landschaft und damit die Lebensgrundlagen auch für die nachkommenden Generationen zu erhalten und sorgsam in Wert zu setzen. 

Erfolgreich abgeschlossen werden konnten das Modellvorhaben Vogelschutz und die Maßnahmen im Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Obere Nuthe. Das Artensofortprogramm für den Grieboer Bach wird in 2020 fortgesetzt, unter anderem soll der Oberlauf naturnaher gestaltet werden. Dazu gab es in der vergangenen Woche eine Auftaktveranstaltung mit den Flächeneigentümern und der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. In Vorbereitung sind das Projekt „Schüler entdecken den Naturpark“ und ein neues Image-Video. 

Die Aktion „Der Fläming blüht auf“ wird in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt sowie Kommunen, Landwirten, Unternehmen und Privatpersonen fortgesetzt mit dem Ziel, aus Wiesen und Brachflächen blühende Landschaften zu machen und damit Lebensraum für Insekten zu schaffen. 

Let’s fetz for Nature 

„Beflügelt von der zentralen Lage des Naturpark-Infozentrums wird es in 2020 ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm geben“, kündigt Naturpark-Sprecherin Annekatrin Els an. „Let’s fetz for Nature“ ist der Titel einer Ausstellung zum Thema Wald und Klimaschutz, die sich vor allem an Kinder und Jugendliche richtet. 

Die beliebten Wanderungen werden fortgesetzt, in 2020 aber im neuen Format der „Jahreszeiten-Spaziergänge“: „Wir werden dabei immer dieselbe Strecke wandern und doch in jeder Jahreszeit Neues entdecken“, verspricht Els. Auftakt ist am 29. März um 14 Uhr an der Buchholzmühle in der Nähe von Mühlstädt. Neu sein werden Workshops zum Thema Baumschnitt sowie Angebote zum Waldbaden. Am 4. März informiert das Kultur mobil um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Wörpen über die „Kraft der Knospen – Ein Gemmotherapieabend“ mit Kräuterfrau Heike Brack.




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