18.01.2020

Für Nena-Klassiker gab es Standing-Ovations

Furioser Auftritt der „Stadtkapelle“ zum Neujahrsempfang

Wittenberg (wg). Etlichen Besuchern des städtischen Neujahrsempfangs war aufgefallen, dass die Einladungskarte weder Datum, Ort noch Uhrzeit angab. Die Antwort darauf gab es zum fulminanten Schluss am Freitagabend im Stadthaus, als die eigens nur für diesen Abend gegründete „Stadtkapelle für musikalische Verschönerung“ den Nena-Klassiker „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ spielte. 

Wie Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) informierte, habe man die „Stadtkapelle“ erst kurze Zeit zuvor gegründet: Als fröhliches Musik-Projekt ausschließlich für den Neujahrsempfang, weshalb sich die Gruppe nach dem mit Standing Ovations gefeierten Auftritt mit Zugabe auch sofort wieder auflöste. Dafür, dass es erst am Freitagmittag eine einzige gemeinsame Probe gab, zog sich die „Stadtkapelle“ überaus achtsam aus der Affäre, wobei der Nena-Klassiker nicht im Stil der Neuen Deutschen Welle, sondern in der coolen Reggae-Version von Jan Delay gespielt wurde. 

„Die Stadtkapelle ist so bunt und vielfältig zusammengesetzt wie unsere Stadtgesellschaft“, betonte der OB. Für den Gesang sorgten Pia Raßek, die ein Freiwilliges Soziales Jahr an der Evangelischen Akademie absolviert, Frank Koine, Jugendpastor der Stadtkirchengemeinde und Dirk Wald, Leiter der städtischen Veranstaltungsstätten. 

Am Keyboard erlebten die Gäste Schlosskirchenkantor Thomas Herzer, am Schlagzeug Bad Schmiedebergs Kurdirektor Deddo Lehmann, am Kontrabass den Musikstudenten Michel Kautzsch sowie an den Saxophonen OB Zugehör, Dr. Hanna Kasparick, ehemalige Direktorin des Evangelischen Predigerseminars, Dr. Stephan David, Chefarzt am Paul-Gerhardt-Stift, Helmut Keitel, stadtbekannter Architekt im Unruhestand sowie Musikschullehrer Tim Griesbach. 

Ebenfalls zur musikalischen Umrahmung des Neujahrsempfangs trugen Elena Bianchi mit der Ballade von Bettina Wegner „Sind so kleine Hände“ und der Bluesmusiker Denny Hertel mit dem Hit von Marius Müller-Westernhagen „Freiheit“ bei. Beide Lieder zogen sich auch wie ein roter Faden durch die Ansprachen: Sowohl Ministerpräsident Reiner Haseloff als auch OB Zugehör betonten mehrfach den Wert einer friedlichen und freiheitlichen demokratischen Gesellschaft und dass es lohne, dafür Rückgrat zu zeigen.





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