Bild aus der Rezept-Reihe „WWF zum Anbeißen“, frei nach dem Motto: Das Beste aus dem Reste, hier als Beispiel Bananen-Haferkekse. Foto: Stefanie Wilhelm

Bild aus der Rezept-Reihe „WWF zum Anbeißen“, frei nach dem Motto: Das Beste aus dem Reste, hier als Beispiel Bananen-Haferkekse. Foto: Stefanie Wilhelm

25.12.2019

Lebensmittelverschwendung: WWF rät zu Reste-Rezepte

Voller die Tonnen nie quellen als zu der Weihnachtszeit

Berlin. An Weihnachten wird ordentlich aufgetischt: Ob Zimtsterne, Gänsebraten oder Heidelbeerpunsch - jeder möchte seinen Liebsten an den Feiertagen etwas Besonderes bieten. Dabei landet im Einkaufswagen meist mehr als im Endeffekt in den Magen passt. Oft wandern einige Tage nach Weihnachten etliche Reste trotz anderer Vorsätze und mit schlechtem Gefühl in die Tonne. Der WWF animiert dazu, Lebensmittelreste lecker zu verwerten. 

Die Reduktion von Lebensmittelverschwendung fängt bereits beim Einkauf an. Ein Einkaufszettel hilft dem Lockruf unnötiger Produkte zu widerstehen. Falls dennoch zu viel gekauft worden ist, müssen die Reste nicht zwangsläufig in der Tonne landen. Bei richtiger Lagerung können aus den meisten Zutaten später noch leckere Gaumenfreuden entstehen. 

"Kochen und Backen mit Resten schmeckt und ist ein aktiver Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung", so Tanja Dräger de Teran, WWF-Expertin für Lebensmittelverschwendung. In Zusammenarbeit mit der Foodbloggerin Stefanie Wilhelm sind die Rezepte "WWF zum Anbeißen" entstanden. Die nachweihnachtlichen Rezeptinspirationen stehen im Netz unter www.wwf.de/zum-anbeissen/. 

Restliche Plätzchen werden zusammen mit den letzten Schokoweihnachtsmännern und Birnen zu einem köstlichen Nachtisch. Mit Zimt und nicht mehr ganz so knackigen Äpfeln lässt sich ein Bratapfel-Smoothie zaubern. Oder die Äpfel wandern als Basis in ein Kürbis-Apfel-Chutney. Wer immer noch nicht genug von Plätzchen hat, kann mit überreifen Bananen Haferkekse backen. Und die letzten Orangen werden zum Allzweckreiniger beim nachfestlichen Hausputz. 

Hintergrund

Laut WWF gehen in Deutschland jährlich rund 18 Millionen Tonnen Nahrungsmittel verloren. Mehr als 60 Prozent der Verluste entstehen entlang der Wertschöpfungskette - vom Produzenten bis hin zu Großverbrauchern, wie Gastronomie oder Betriebsküchen. Ungefähr 40 Prozent entfallen auf Privathaushalte. Jedes verschwendete Lebensmittel ist eine verschwendete Ressource und eine Belastung für das Klima. Durch einen sorgsameren Umgang mit Lebensmitteln könnten circa zwei Millionen Hektar an landwirtschaftlicher Fläche weniger in Anspruch genommen werden. Das spart rund 40 Millionen Tonnen an Treibhausgasen. Ein erheblicher und notwendiger Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz.





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