Pfarrer Renke Brahms ist Theologischer Direktor und Geschäftsführer der Evangelischen Wittenbergstiftung, die in der Lutherstadt die Repräsentanz der EKD und der Gliedkirchen wahrnimmt. Foto: Wolfgang Gorsboth

Pfarrer Renke Brahms ist Theologischer Direktor und Geschäftsführer der Evangelischen Wittenbergstiftung, die in der Lutherstadt die Repräsentanz der EKD und der Gliedkirchen wahrnimmt. Foto: Wolfgang Gorsboth

21.12.2019

„#freiundgleich“: Gemeinsam die Zivilgesellschaft gestalten

Engagement-Werkstatt für 500 junge Erwachsene geplant

Wittenberg (wg). Die Evangelische Kirche plant in Zusammenarbeit mit der Wittenbergstiftung vom 12. bis 16. August 2020 unter dem Motto „#freiundgleich“ eine Engagement-Werkstatt für 500 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 35 Jahren. „Menschenrechte, Partizipation, Selbstbestimmung, Klima und Nachhaltigkeit und weitere Themen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz werden das Camp bestimmen“, erklärt Renke Brahms, Theologischer Direktor der Evangelischen Wittenbergstiftung (EWS). Zum Programm gehört auch ein internationales protestantisches Chorfestival, für das sich interessierte Chöre bis Ende Februar anmelden können. 

Mit dem Camp, das auf dem Konfi-Gelände im Norden der Lutherstadt aufgebaut wird, wolle man engagierte Menschen aus der kirchlichen und nichtkirchlichen Zivilgesellschaft insbesondere aus Mittel- und Ostdeutschland sowie aus angrenzenden europäischen Nachbarländern ansprechen. „Dieses Camp soll dem Empowering dienen, die Teilnehmenden können sich in Wittenberg vernetzen und Kenntnisse über die Organisation von Kampagnen austauschen, um diese im Netz und vor Ort umzusetzen“, sagt Brahms. 

Viele Menschen engagierten sich vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Herausforderungen ehrenamtlich für Integration und Teilhabe, Demokratie, soziale Gerechtigkeit sowie Rechte von Migranten und Geflüchteten. „Es haben sich jedoch die Formen des Engagements verändert“, betont Brahms, „statt in Vereinen und Initiativen mit ihren festen Strukturen engagieren sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger in offenen Netzwerken und spontanen Organisationsformen.“ Diese Veränderungen gelte es wahrzunehmen, von ihnen zu lernen und sie kreativ mit zu gestalten. 

Das Programm wird die drei Themenschwerpunkte Vernetzung und Austausch, Handwerk und Methoden sowie Impulse und Wissenstransfer umfassen. Dafür werden noch Kooperationspartner gesucht: „Wir verstehen uns als Teil der Zivilgesellschaft und möchten einen Austausch ganz verschiedener Akteure ermöglichen“, so Brahms. 

Nach dem großen Reformationsjubiläum in 2017 möchte die EWS an weitere historische Daten anknüpfen: So ist im Hinblick auf das erste evangelische Gesangbuch ein internationales protestantisches Chorfestival mit dem Titel „Fides cantat“ geplant, welches die Reformation als Gesangsbewegung in den Mittelpunkt rückt. Dieses Festival wird am letzten Augustwochenende stattfinden, dazu werden zehn bis 12 Chöre mit insgesamt mehr als 300 Sängerinnen und Sängern erwartet. Als fester Anker wird der renommierte RIAS-Kammerchor fungieren, bis Ende Februar 2020 können sich interessierte Chöre für das Chorfestival anmelden.





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