Ab auf die Piste: Viele Deutsche machen sich auf den Weg in den Winterurlaub und verstauen die sperrige Skiausrüstung auf dem Autodach. Doch das lockt Langfinger an - und die gestohlene Ausrüstung ist nicht versichert. Das gilt auch bei abgeschlossenen Dachboxen, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

Ab auf die Piste: Viele Deutsche machen sich auf den Weg in den Winterurlaub und verstauen die sperrige Skiausrüstung auf dem Autodach. Doch das lockt Langfinger an - und die gestohlene Ausrüstung ist nicht versichert. Das gilt auch bei abgeschlossenen Dachboxen, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

19.12.2019

Mit dem Auto sicher in den Winterurlaub fahren

Wittenberg/Wiesbaden (ots) Der Schlitten kracht auf die Straße, Skier verwandeln sich in gefährliche Geschosse: Fehler beim Beladen des Autos können den nachfolgenden Verkehr und auch die Insassen gefährden. Das Infocenter der R+V Versicherung rät deshalb, das Fahrzeug vor dem Winterurlaub sorgsam zu packen. 

Skier in der Dachbox befestigen 

Gerade Skifahrer müssen viel transportieren und nutzen das Autodach als zusätzlichen Stauraum. "Das Dachgepäck sollte immer sicher und möglichst windschnittig verpackt werden. Ideal sind spezielle Transportboxen", sagt Rico Kretschmer, Abteilungsleiter Schadenmanagement bei der R+V Versicherung. "Allerdings sind sie vor allem für leichtere Dinge gedacht." 

Bei Skiern oder Snowboards gilt: Sie sollten unbedingt gut befestigt sein - auch in der Dachbox. Das verhindert, dass sie bei einem Unfall oder einer Vollbremsung die Kunststoffwand durchstoßen und zu gefährlichen Geschossen werden. 

Rutscht das Gepäck vom Dach, kann es für nachfolgende Fahrzeuge sehr gefährlich werden - und der Fahrer muss mit Strafen rechnen. "Es sind Bußgelder bis zu 75 Euro und ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei möglich. Zudem kann der Fahrer für den entstandenen Schaden mitverantwortlich gemacht werden", erklärt Kretschmer. 

Das Gewicht im Auto gleichmäßig verteilen 

Beim Beladen des Innenraums gilt grundsätzlich: schwere Sachen nach unten, leichte nach oben und das Gewicht gleichmäßig verteilen. Am besten fangen Urlauber direkt hinter der Rücklehne an. Ist diese geteilt umklappbar, sollten sie die Trennstelle mit breiten Gepäckstücken überbrücken. "So kann das Gepäck bei einem Aufprall die Rückenlehne nicht so schnell beschädigen oder durchschlagen", sagt Kretschmer. Ist der Kofferraum zum Fahrzeuginnenraum offen, etwa bei einem Kombi, empfiehlt sich ein Gepäckgitter oder Gepäcknetz. 

Auf der Rückbank hilft der Sicherheitsgurt, Gepäckstücke gegen Verrutschen zu sichern. Reiseproviant ist am besten in einer geschlossenen Tasche im hinteren Fußraum aufgehoben. Denn besonders Getränkeflaschen sind bei einem Aufprall extrem gefährlich: Sie können platzen und die Insassen durch Splitter verletzen. 

 "Absolut tabu ist es, Gegenstände auf der Hutablage zu deponieren. Wenn außer Jacken dort etwas liegt, saust es bei einem Unfall ungehindert durch das Auto", warnt Kretschmer und gibt weitere Tipps:

- Vor Antritt der Reise sollten Urlauber einen Blick in den Fahrzeugschein werden: Das Gewicht aller Mitfahrer, Gepäckstücke und Dachlasten darf das zulässige Gesamtgewicht nicht überschreiten. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 235 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. 

- Wenn Urlauber ihre Hunde mitnehmen, müssen sie ebenfalls gut gesichert sein. Große Hunde sitzen am besten im Kofferraum hinter einem Gitter oder angeschnallt auf der Rückbank. Kleinere Tiere sind in einer abgesicherten Transportbox quer zur Fahrtrichtung gut aufgehoben. 

- Ist das Gepäck gut im Auto verstaut, ist ein kurzer Stopp an der Tankstelle sinnvoll. Dort kann der Fahrer den Reifendruck an das Gewicht der Ladung anpassen und die Scheinwerfer nach unten stellen. 

- Gerade bei der Fahrt in den Winterurlaub ist es wichtig, vorsichtig zu fahren. Denn Schnee, Eisglätte und starker Seitenwind können das Fahrverhalten eines voll beladenen Pkws zusätzlich beeinflussen.




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