14.12.2019

Ein Klartext von Wolfgang Marchewka

USA-Time macht Greta Thunberg zum jüngsten Titelgirl aller Zeiten!

In der vergangenen Woche ist passiert, was den vernünftigen Menschen dieser Welt große Freude bereitete, jedoch den Unvernünftigen die Zornesröte ins Gesicht trieb: Die schwedische Klimaaktivistin und Mitbegründerin der „Fridays for Future“-Bewegung ist zur „Person des Jahres“ gekürt worden. Und das nicht von irgendwelchen „linksgrünversifften Spinnern“ (AfD-Sprech), sondern von dem renommierten „Time magazine“, dem Marktfüher unter den seriösen amerikanischen Nachrichtenmagazinen, dessen weltweit bekannteste Tradition die in jedem Jahr stattfindende Wahl der Person des Jahres ist, inklusive Produktion eines meist künstlerisch wertvollen Titelbildes mit eben dieser Person. 

 Nun also Greta, die damit in einer Reihe angesiedelt ist mit den weltweit bedeutendsten Persönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte – angefangen von Charles Lindbergh (1927) über den US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt (1932, 1934, 1941) Königin Elisabeth II (1952), dem Führer der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung Martin Luther King (1963) dem deutschen Bundeskanzler Willy Brandt (1970) bis hin zum US-Präsidenten Barack Obama (2008, 2012 und Bundeskanzlerin Angela Merkel (2015).) Nun also die Schülerin Greta, die mit ihren nun 16 Lebensjahren die jüngste „Person oft the Year“ aller Zeiten geworden ist. Und das hat sie sich verdient, denn ihre Leistung ist wahrlich einmalig, wenn man bedenkt, dass sie als ganz auf sich allein gestellter Mensch, nur mit einem Protestschild in den Händen an jedem Freitag ruhig vor dem schwedischen Parlamentsgebäude sitzend, angefangen hat. Heute bringt sie Hunderttausende in zahlreichen Ländern freitags für eine bessere Zukunft demonstrierend auf die Straße und wird eingeladen, vor der UN-Klimakonferenz in Katowice 2018 eine Rede zu halten. Auch diese Aufgabe erledigt die Schülerin mit einer erstaunlichen Selbstsicherheit und traut sich sogar, die umweltpolitischen Versäumnisse der versammelten Politprominenz in emotionsgeladenen Worten entgegenzuschleudern. 

Greta ist ein ganz großes Vorbild, das beweist nicht nur die enorme Zahl ihrer Anhänger, die nicht nur unter Jugendlichen zu finden sind, sondern auch die Tatsache, dass sie vor der nun zu Recht erfolgten Kür zur Person des Jahres bereits den Alternativen Nobelpreis (2019) erhalten hat. 

Dass so eine wahrlich weltbewegende Persönlichkeit von geistig weniger gut entwickelten Menschen als Hassobjekt missbraucht wird, versteht sich in Zeiten (a)sozialer Medien von selbst. Greta erträgt auch das, obwohl manches über die Umweltaktivistin Geschriebene eigentlich unerträglich ist.

Einiges fällt dabei auf die Urheber des Hasses zurück. So war zum Beispiel auf der AfD-Seite Wismar zu lesen: „Deine Zukunft liegt in der Psychiatrie, Greta." Geben wir diese Prognose zurück: Ich würde einige AfD-Politiker lieber in der Psychiatrie sitzen sehen als im Bundestag oder in den Landtagen.




Video

Oberbürgermeister Zugehör

mehr Videos

Videos Stimmen aus der Region

Oberbürgermeister Zugehör
Keine Angst – uns geht es gut
Kommunaler Bildungsbericht im Kreistag vorgestellt
Kreistag beschließt mehr Geld für die Sporthalle im Volkspark

Videos Kultur

Neue Liedertour mit Karl Neukauf
75 Jahre Saxophone Joe
Alaris Schmetterlingspark.m4v
Dicke Luft und kein Verkehr - Der Zoff geht weiter
Jukebox im Clack Theater Wittenberg


FIW mbH & Co. KG, Wittenberger Sonntag/Freizeit Magazin, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Coswiger Straße 30 A, E-Mail: