Gastgeschenke für Bürgermeister Wladimir Zumarew gab es beim Besuch der Wittenberger Delegation zum Mogiljower Stadtfest, mit dabei waren DRG-Projektleiter Heinz Wehmeier, DRG-Vorstandsmitglied Monika Pusch und Petra Trollius von der Stadtverwaltung. Foto: privat

Gastgeschenke für Bürgermeister Wladimir Zumarew gab es beim Besuch der Wittenberger Delegation zum Mogiljower Stadtfest, mit dabei waren DRG-Projektleiter Heinz Wehmeier, DRG-Vorstandsmitglied Monika Pusch und Petra Trollius von der Stadtverwaltung. Foto: privat

18.10.2019

Aus Mogiljow kommt Delegation mit Bürgermeister Zumarew

Empfang der Partnerstädte in Wittenberg

Wittenberg (wg). „Die Delegation aus Mogiljow zum Empfang der Partnerstädte am 30. Oktober im Alten Rathaus wird angeführt von Bürgermeister Wladimir Zumarew, der zum ersten Mal die Lutherstadt besucht“, berichtet Dr. Heinz Wehmeier, Projektleiter der Deutsch-Russländischen Gesellschaft (DRG) im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. Zur Delegation gehören auch die Leiterinnen der Abteilungen für Kultur und Wirtschaft sowie der Generaldirektor eines großen Unternehmens. 

Am Vorabend des Reformationstages werden die Partnerschaftsverträge mit Mogiljow, Beveren in Belgien und Mediasch in Rumänien unterzeichnet. „Wir pflegen seit Anfang der 1990er Jahre eine intensive Projektpartnerschaft mit Mogiljow“, so Wehmeier, „nach 27 Jahren gelebter Partnerschaft wird diese nunmehr offiziell ratifiziert, das bedeutet für künftige Vorhaben mehr Rückenwind.“ 

Der DRG-Projektleiter denkt dabei an das Förderprogramm Belarus, das erneut von der Bundesregierung aufgelegt wurde und mit dem Partnerschaftsprojekte gefördert werden. Fünf Vorhaben gab es in der Vergangenheit, unter anderem zum Agro-Tourismus, die die DRG mit Partnern in Mogiljow umsetzte. Am 14. November werden bei einem Treffen neue Projekte besprochen, zum Beispiel der Bau eines „Apotheker-Gartens“ nach dem Vorbild des Melanchthon-Gartens in Kooperation mit dem Frauenkloster des Heiligen Nikolaus von Myra. 

Am Anfang war die Katastrophe

Alles begann 1991 mit der Aufnahme der „Tschernobyl-Kinder“, einer Hilfsaktion, die Kindern aus den verseuchten Regionen Weißrusslands einen Erholungsaufenthalt in Wittenberg ermöglichen wollte. „Wir stellten fest, dass diese Kinder außerordentlich musikalisch waren und daraus entwickelte sich der Kulturaustausch“, blickt Wehmeier zurück. 

Bereits 1992 erfolgte der erste Gegenbesuch. Sowohl die Jugendfahrten nach Mogiljow mit Wittenberger Schülern, als auch die internationalen musikalischen Jugendbegegnungen in Wittenberg weisen inzwischen mit jeweils 27 Treffen eine deutschlandweit einmalige Kontinuität auf. 

Die Kooperation mit Mogiljow beschränkt sich nicht mehr auf den kulturellen und Jugendbereich, Kommunalwirtschaft, Medizin sowie der soziale Sektor mit Diakonie und Arbeiterwohlfahrt sind dazu gekommen. „In der Wirtschaft stehen wir erst am Anfang, da sind viel mehr Kooperationen möglich, wir als Verein können da nur der Türöffner sein“, sagt Wehmeier. Weißrussland sei für deutsche Unternehmen interessant als Sprungbrett in die Eurasische Wirtschaftsunion.





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