Autor und Regisseur Markus Schuliers, Schönewalds Bürgermeister Michael Stawski, Ron Winkler, Vorsitzender von AKUT e.V., Landrat Jürgen Dannenberg und Annaburgs Bürgermeister Klaus-Rüdiger Neubauer (v.l.n.r.) streben mit künstlerischen Mitteln mehr Gemeinsamkeit an. Foto: Wolfgang Gorsboth

Autor und Regisseur Markus Schuliers, Schönewalds Bürgermeister Michael Stawski, Ron Winkler, Vorsitzender von AKUT e.V., Landrat Jürgen Dannenberg und Annaburgs Bürgermeister Klaus-Rüdiger Neubauer (v.l.n.r.) streben mit künstlerischen Mitteln mehr Gemeinsamkeit an. Foto: Wolfgang Gorsboth

12.10.2019

Die Idee: Mit Hilfe des Theaters die Region bekannter machen

„Drei-Länder-Theater“ mit Annaburg, Schönewalde und Dommitzsch

Annaburg (wg). Die Region bekannter machen, die Akteure vernetzen und das bereits begonnene Zusammenwirken der Landkreise Wittenberg, Nordsachsen und Elbe-Elster am Beispiel der Städte Annaburg, Dommitzsch und Schönewalde für eine erfolgreiche länderübergreifende Entwicklung vertiefen – das sind die Erwartungen, die sich an das neue Projekt „Drei-Länder-Theater“ richten, das von 2019 bis 2021 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aus dem Programm LANDkultur“ mit 60.000 Euro gefördert wird. 

Träger ist der Theaterjugendclub (TJC) „Chamäleon“ aus Wittenberg, die Ausführung in 2019 obliegt dem neu gegründeten Annaburger Kultur- und Theaterverein (AKUT) e.V., der für „Stifels Formel“ verantwortlich zeichnet, geschrieben und inszeniert von TJC-Chef Markus Schuliers. „Stifels Formel“ ist nach 2017 und 2018 das dritte Theaterstück, welches sich dem Weltuntergang prophezeienden Annaburger Pfarrer Michael Stifel widmet und zugleich das erste im Rahmen des Projekts „Drei-Länder-Theater“. Die Redaktion des Wittenberger Sonntag sprach mit den Akteuren.

 „2020 wollen wir Dommitzsch und 2021 Schönewalde in komödiantischer Form bespielen“, berichtet Schuliers, „dazu suchen wir den Kontakt zu den Vereinen und Ortschronisten, denn ähnlich wie bei Stifel wollen wir uns mit den lokalhistorischen Gegebenheiten auseinandersetzen.“ Ein weiteres gemeinsames Treffen gebe es am 25. Oktober in Dommitzsch.

„Wir wollen die Region vernetzen, um die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen“, erklärt Wittenbergs Landrat Jürgen Dannenberg (Linke). Das Projekt sei auf Nachhaltigkeit angelegt und müsse nach 2021 unbedingt fortgeführt werden, das Fachministerium habe bereits signalisiert, das Programm „LANDkultur“ zu verlängern. 

„Jeder allein erreicht wenig, zusammen geht mehr und es macht auch mehr Spaß“, betont Annaburgs Bürgermeister Klaus-Rüdiger Neubauer (parteilos) und erinnert daran, dass seine Stadt bereits Mitglied in den Städtebünden Elbe-Elsteraue und Dübener Heide ist. Es sei richtig gewesen, vor drei Jahren die „Stifel-Festspiele“ auf die Beine zu stellen und offensiv die Annaburger Vereine zu beteiligen. „Die Begeisterung am Theaterspielen war von Anfang an sehr groß und jetzt gehen wir den Schritt über die Ländergrenzen hinweg“, so Neubauer, „und vielleicht gelingt es uns damit, die Region bekannter zu machen.“ 

Michael Stawski, parteiloser Bürgermeister von Schönewalde, nahm den Ball gerne auf: „Entgegen der Prognosen selbst ernannte Experten wird der ländliche Raum nicht aussterben. Im Gegenteil sind wir gezwungen, unsere Kitas und Grundschulen zu erweitern: Warum einen Baum fällen, wenn dessen Wurzeln wieder sprießen?!“ 

Er bezeichne die Region zwischen Berlin und Leipzig oft mit einem Augenzwinkern als „das zentrale Niemandsland“: „Wir brauchen uns nicht zu verstecken, die Kleinstädte im Berliner Speckgürtel können kein Bauland mehr ausweisen, wir aber bieten Lebensqualität, bezahlbare Mieten und Grundstücke, Kita-Plätze ohne Wartelisten und sanierte Schulen.“ 

„In Dommitzsch begeistert die unglaublich stattliche Hallenkirche aus Backstein mit ihren drei aus der Gotik stammenden Schnitzfiguren auf der Altarmensa, diese könnte ebenso eine Rolle spielen wie der Gänsebrunnen, der an das Gänsehüten im 18. und 19. Jahrhundert erinnert“, blickt Autor und Regisseur Schuliers ins nächste Jahr. Außerdem gibt es im Mai 2020 die zweite Auflage des Projekts „Ritt Kaiser Karls V.“ von Dommitzsch über Mühlberg nach Wittenberg in Regie des Fördervereins Hofgestüt Bleesern, das ebenfalls über das Programm „LANDkultur“ finanziert wird und an dem sich der TJC beteiligt.





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