Blick vom Ufer des kleinen Sees in der Gartenanlage „Am Stadtgraben“ auf die Altstadt: Auch Kleingartenanlagen könnten in die Laga-Konzeption einbezogen werden. Foto: Wolfgang Gorsboth

Blick vom Ufer des kleinen Sees in der Gartenanlage „Am Stadtgraben“ auf die Altstadt: Auch Kleingartenanlagen könnten in die Laga-Konzeption einbezogen werden. Foto: Wolfgang Gorsboth

03.10.2019

Stadtrat gibt grünes Licht für eine Machbarkeitsstudie zur Bewerbung

Stadt Wittenberg macht sich auf den Weg zur Landesgartenschau

Wittenberg (wg). Einstimmig hat der Stadtrat Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) beauftragt, eine Machbarkeitstudie zur Bewerbung für die Landesgartenschau 2026 erarbeiten zu lassen. Im II. Quartal 2020 Wollen die Räte die Ergebnisse der Studie bewerten und dann entscheiden, ob die Stadt ihre Bewerbungsunterlagen beim Land einreichen soll. Bürgerbeteiligung ist vorgesehen. 

OB Zugehör hatte vehement dafür geworben den ersten Schritt zu gehen, für die Konzepterarbeitung stehen 2019 und 2020 insgesamt 60.000 Euro zur Verfügung. „Die Landesgartenschau hat großen Charme, auch weil sie sich Zukunftsthemen wie dem Klima zuwenden wird“, betonte der OB, „wir sollten den Mut haben und uns mit Augenmaß und unseren Erfahrungen aus 2017 auf den Weg machen, unabhängig davon, ob wir am Ende den Zuschlag erhalten.“ Im Rahmen des Bewerbungsprozesses ließen sich große Teile der Stadtgesellschaft durch Workshops und Bürgerforen einbinden. 

Mit ins Boot gehört die Kreisverwaltung, die den Antrag formal beim Land einreichen muss. Doch Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) schrieb an die Stadt, dass „derzeit keine positive kommunalaufsichtliche Stellungnahme in Aussicht gestellt werden kann.“ Als Antwort verweist die Stadt auf den erheblichen Mehrwert einer Landesgartenschau für die Stadt und die Region. „Wir wollen keine klassische Blumenschau, sondern wir setzen auf moderne Themen wie Klimaschutz, Biodiversität und Naturschutz und wollen die Bereiche Wohnen, Verkehr, Leben und Tourismus zusammenbringen“, erklärte Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos), „wir wollen auch naturräumlich neue Qualitäten für Einwohner und Gäste etablieren.“ 

Einige mit der Laga-Konzeption verbundene Ziele entsprechen dem neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzept, insbesondere jene Säule, die Wittenberg näher an die Elbe führen will. „Dies ist eine strategische Aufgabe für die nächsten Jahrzehnte“, sagte Linken-Fraktionschef Horst Dübner. 

Stefan Kretschmar, Fraktionschef der Freien Wähler, betonte, dass die Laga zwar den kommunale Haushalt belasten werde, für die Stadt und die Wirtschaft aber einen Gewinn darstelle.

„Diese Bewerbung stößt ein Tor in die Zukunft auf“, warb SPD-Stadtrat um Zustimmung. „Wir haben die Chance, unserer Freiräume und Brachen wie die Kuhlache einer nachhaltigen, neuen Nutzung zu unterziehen und unsere Stadt attraktiver zu gestalten, aufbauend auf den Ergebnissen von 2017.“ Der gelernte Gartenbau-Ingenieur empfahl auch, Kleingartenanlagen und Friedhöfe einzubeziehen, insbesondere Letztere unterlägen einem erheblichen Nutzungswandel, weil Flächen nicht mehr benötigt würden.




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