Schlechte Radwege ärgern jeden Radler, in Wittenberg gibt es regelmäßig gemeinsame Checks von Stadtverwaltung und ADFC. Foto: ADFC

Schlechte Radwege ärgern jeden Radler, in Wittenberg gibt es regelmäßig gemeinsame Checks von Stadtverwaltung und ADFC. Foto: ADFC

27.09.2019

Stadt bewirbt sich um AGFK-Geschäftsstelle

Wittenberg wird fahrradfreundliche Kommune

Wittenberg (wg). Die Lutherstadt wird Mitglied der in Gründung befindlichen Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) Sachsen-Anhalt und sie bewirbt sich um die Geschäftsstele der AG, dies hat der Stadtrat am Mittwochabend einstimmig beschlossen.

Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) betonte die damit verbundenen Vorteile wie eine nachhaltige Unterstützung des Radverkehrs im Alltags- und Freizeitverkehr sowie für den Tourismus, die aktive Mitgestaltung des Gründungsprozesses sowie den interkommunalen Informations- und Erfahrungsaustausch. 

Sollte Wittenberg den Zuschlag als Sitz der AGFK-Geschäftsstelle erhalten, habe dies im Bundesvergleich einen hohen Stellenwert. Der Stadt entstehen außer dem Mitgliedsbeitrag von 500 Euro im Jahr keine weiteren Kosten, da das Land die Geschäftsstelle mit 150.000 Euro fördert, womit die Kosten für den Geschäftsführer, für Miete, Ausstattung, Öffentlichkeitsarbeit und Seminare gedeckt sind. 

In Wittenberg genieße der Radverkehr große Priorität, betonte Kirchner, er verwies auf das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, welches eine Erhöhung des Radverkehrs am Gesamtverkehr von aktuell 19 auf 30 Prozent vorsieht, auf die gute Zusammenarbeit mit dem ADFC und die jährlich gemeinsam vorgenommen Radwege-Checks. Weitere Pluspunkte seien die autofreie und fahrradfreundliche Altstadt sowie die guten Park & Ride-Anlagen am Hauptbahnhof und den Haltepunkten in Piesteritz, Altstadt und Labetz. 

„Wir haben als Stadtrat jahrelang das Thema Radverkehr intensiv begleitet und alle Maßnahmen fraktionsüberfreifend unterstützt“, betonte SPD-Fraktionschef Reinhard Rauschning. Ein großes Thema bleibe die bessere Radwege-Anbindung der Ortsteile an die Kernstadt. 

Stefan Kretschmar, Fraktionschef der Freien Wähler, erklärte, dass Wittenberg im Landesvergleich in Sachen Radverkehr zu den führenden Städten gehöre und deshalb den Zuschlag der Geschäftsstelle verdient habe. 

„Fahrrad for Future“

Am 11. und 12. November ist die Lutherstadt Gastgeberin der 13. Fahrradkommunalkonferenz, zu der mehr als 300 Experten aus der gesamten Bundesrepublik erwartet werden. Bereits am 1. Oktober gibt es ab 18 Uhr im Großen Saal des Alten Rathauses ein Stadtgespräch unter dem Motto „Fahrrad for Future“. 

Das Fahrrad stellt für Wittenberg einen wichtigen Baustein für eine zeitgemäße, klimaneutrale und fortschrittliche Verkehrsplanung dar. Daher lädt Oberbürgermeister Torsten Zugehör alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, mit ihm und seinen Gästen ins Gespräch zu kommen und darüber zu diskutieren, wie Wittenberg zukünftig noch fahrradfreundlicher werden kann. Seine Gäste sind Thomas Böhmer und Stefan Zowislo vom ADFC. 

Nach dem Impulsreferat des OB stellen Böhmer und Zowislo die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklimatests 2018 vor und nach einer kurzen Pause gibt es eine Diskussion mit dem OB und den Gästen unter dem Motto „Mach deine Stadt noch fahrradfreundlicher!“.





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