Probenszene aus der saftigen Komödie „Stifels Formel“. Foto: Ron Winkler

Probenszene aus der saftigen Komödie „Stifels Formel“. Foto: Ron Winkler

26.09.2019

Autor und Regisseur Markus Schuliers verspricht eine „saftige Komödie“

Wie es nach dem Weltuntergang mit Michael Stifel weiterging...

Annaburg (wg). „Wir befinden uns auf der Zielgeraden“, beschreibt Markus Schuliers im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag die intensiven Theaterproben, die bereits seit dem 6. März in der „Manufaktur im Wald“ stattfinden. Dabei wirkt auch Annaburgs Bürgermeister Klaus-Rüdiger Neubauer fleißig mit, er tritt in der letzten Szene als maskierter Martin Luther auf. Die Komödie „Stifels Formel“ hat am 2. Oktober um 19.30 Uhr Premiere in der Annaburger Schlosskirche, die zweite Aufführung gibt es bereits am 3. Oktober. 

Schuliers, Chef des Wittenberger Theaterjugendklubs (TJC) „Chamäleon“, hat zum dritten Mal in Folge zur Feder gegriffen und ein Stück geschrieben, dass sich mit Michael Stifel befasst, der als Pfarrer von Lochau, wie Annaburg damals hieß, den Weltuntergang für den 19. Oktober 1533 um 8 Uhr berechnete. Der Weltuntergang blieb aus, die Annaburger waren sauer und Stifel musste in Schutzhaft genommen werden. 

Der mathematisch ambitionierte Pfarrer übernahm 1539 die erste Professur für Mathematik an der Universität Jena, und dort spielt auch das neue Stück. In Jena hatte er unter anderem die Formel für ein magisches Quadtrat errechnet, dem heutigen Sudoku nicht unähnlich, was dem neuen Stück zum Titel verhilft – „Stifels Formel“. Schuliers, der gemeinsam mit Cosima Schmidt, Leiterin der Theatergruppe „eigenARTig“ des Jessener Gymnasiums, auch Regie führt, verspricht dem Publikum eine „saftige Komödie, die mit der Historie sehr frei umgeht.“ 

In Schuliers Geschichte wirkt der falsch prophezeite Weltuntergang nach: „Viele Lochauer Bürger, die sich voreilig von Hab und Gut getrenn hatten, kommen nach Jena, um mit Stifel ihre Rechnung zu begleichen.“ Ebenfalls nach Jena zieht es die angehenden Studenten Hans und Marie, die sich an der Universität einschreiben wollen und ihre Freunde Michael und Liese. 

Weil Frauen damals nicht studieren durften, muss sich Marie als Junge namens Martin verkleiden. Als dann auch noch der Maler Lucas Cranach aus Wittenberg auftaucht, bei dem Stifel Schulden hat, und Stifels Frau Gertrud, ist das Chaos perfekt. Höhepunkt der Irrungen und Wirrungen ist die Immatrikulationsfeier, bei der die Lochauer Bürger ihre Rechnung mit Stifel begleichen wollen... 

In dieser Komödie in drei Akten wirken Mitglieder des Annaburger Kultur- und Theatervereins (AKUT) e.V. mit, über dessen Gründung der Wittenberger Sonntag berichtete. Mehrere seiner 20 Mitglieder haben bereits bei den ersten beiden „Stifel“-Inszenierungen 2017 und 2018 mitgespielt. „Daraus hat sich eine Gemeinschaft von Kulturbegeisterten entwickelt“, sagt Vereinsvorsitzender Ron Winkler, „wir wollen die Stifel-Festspiele fortführen und dazu beitragen, dass kulturelle Leben in Annaburg insgesamt zu bereichern.“ Weitere Projekte seien angedacht wie Lesungen, Konzerte und Ausstellungen. Mit der Theatergruppe des Gymnasiums Jessen hat der Verein eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. 

Hinweis:

Karten im Vorverkauf zum Preis von 15 Euro (Abendkasse: 20 Euro) sind im Wittenberger Mehr-Generationen-Haus in der Sternstraße 14 von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr erhältlich. In Annaburg gibt es Vorverkaufskarten im Porzellaneum und in Prettin bei „Anjas Allerley“.





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