Prof. Dr. Joachim von Puttkamer ist Inhaber des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte an der Universität Jena. Foto: Anne Günther/FSU

Prof. Dr. Joachim von Puttkamer ist Inhaber des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte an der Universität Jena. Foto: Anne Günther/FSU

15.09.2019

Vortrag im Gemeindezentrum St. Georg in Dessau

Prof. Joachim von Puttkamer: „Polen – so fern wie nah“

Dessau/Wittenberg (WiSo). Die Evangelische Akademie und die Evangelische Erwachsenenbildung laden ein zu einem Vortrag von Prof. Dr. Joachim von Puttkamer zum Thema „Polen – so fern wie nah“ am 26. September um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum St. Georg in Dessau, Johannisstraße 12. 

In Polen gab und gibt es Entwicklungen, die auf deutscher Seite mit Sympathie, Verwunderung, aber auch Ablehnung beobachtet wurden und werden. Dies war und ist oft mit den – erhofften oder befürchteten – Auswirkungen auf Deutschland und Europa verbunden. Man denke an die Gewerkschaft Solidarnosc oder den ersten „Runden Tisch“ im damaligen Ostblock.

Polen schien sich nach der Wende geradlinig auf Demokratie und Europa zuzubewegen. Meldungen der jüngsten Zeit jedoch lassen vermuten, dass sich das Nachbarland trotz EU- und NATO-Mitgliedschaft von der in den 1980er Jahren eingeschlagenen Richtung abwendet. Demokratieabbau und Nationalismus, Geschichtsrevisionismus und eine geplante Einschränkung von Frauenrechten gelten als Indizien dafür. 

In diesem Zusammenhang werden Wertungen vorgenommen, die nur dürftig erklären, wie es zu eben diesen Entwicklungen gekommen ist. Auch kann angenommen werden, dass die Schlagzeilen der Medien kein vollständiges Bild des Nachbarlandes ergeben. Daher lohnt es sich, auf die Entwicklung Polens seit der Wende genauer zurückzublicken und sich dabei auch die weiter zurückliegende, an Umbrüchen, Erfolgen und Verwundungen reiche Geschichte zu vergegenwärtigen. 

Welche Nachwirkungen haben die Belastungen der Vergangenheit wie der Überfall Deutschlands auf Polen 1939 für das polnisch-deutsche, aber auch das deutsch-polnische Verhältnis? Entwickelten sich die Beziehungen auf politischer Ebene in den vergangenen Jahren eher bilateral oder wurden sie stärker durch die EU bestimmt? Und wie gestalten sich die Beziehungen der Polen und Deutschen zueinander – innerhalb und außerhalb der Grenzregion an Oder und Neiße? 

All diesen Fragen wird Professor Joachim von Puttkamer, Inhaber des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte an der Universität Jena und Direktoriumsmitglied des Aleksander-Brückner-Zentrums für Polenstudien, nachgehen und dabei neue Einblicke und Einsichten ermöglichen. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.





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