13.09.2019

Wittenberger Sonntag liest die Neue Westfälische

NPD-Politiker soll als Ortsvorsteher wieder abgewählt werden

Bielefeld (ots) In der kleinen hessischen Gemeinde Altenstadt-Waldsiedlung haben sie kürzlich den braunen Sumpf hoffähig gemacht und den NPD-Funktionär Stefan Jagsch zum Ortsvorsteher gewählt - mit den Stimmen von CDU, FDP und SPD. Oh heilige Einfalt.

Da wird vor den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen wochenlang davor gewarnt, dass die AfD im Osten Deutschlands an die Macht gelangen könnte. Und was tun die ach so bürgerlichen Parteien in Hessen, also im Westen? Sie wählen kurzerhand einen Nazi ins Amt, weil der mit dem Computer umgehen und Mails schreiben kann. Wie politisch dumm bis verblödet muss man eigentlich sein, um so etwas zu tun?

Jetzt soll der NPD-Mann wieder abgewählt werden. Und danach soll dann alles wieder gut sein in Altenstadt-Waldsiedlung und der Republik.

Nichts ist gut. Der Fall zeigt leider einmal mehr, wie leichtfertig und wenig entschieden in diesem Lande gegenüber rechts immer noch agiert wird. Wann schmeißen die drei Parteien ihre Nazi-Hoffähigmacher endlich raus, damit ein jeder, der in Versuchung ist, mit rechts gemeinsame Sache zu machen, merkt: Mit Nazis, in welchem Gewand auch immer sie daherkommen, macht man keine gemeinsame Sache. Niemals! Nirgendwo! Nicht im Westen! Nicht im Osten!




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