10.09.2019

Mitgliedschaft in der AGFK und Bewerbung um Geschäftsstelle

Stadt Wittenberg will noch fahrradfreundlicher werden

Wittenberg (wg). Die Lutherstadt wird sich an der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) Sachsen-Anhalt beteiligen und sich außerdem als Standort der AGFK-Geschäftsstelle bewerben. Das hat der Bauausschuss auf seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause einstimmig beschlossen. Die Stadt ist außerdem Gastgeberin der 13. Fahrradkommunalkonferenz am 11. und 12. November 2019.

 „Mitgliedschaft und Geschäftsstelle sind für uns mit vielen Vorteilen verbunden“, betonte Stefan Kretschmar (Freie Wähler) und Reinhild Hugenroth (Bündnis 90/Die Grünen) plädierte dafür, dass die Geschäftsstelle auch mit der Erarbeitung wissenschaftlicher Studien zum ‚2Radverkehr betraut werden müsse. 

„Die Geschäftsstelle wird vom Land mit 150.000 Euro bis 2021 finanziert, dies deckt die Kosten für Personal, Miete, Ausstattung und Marketing ab“, berichtete Janine Stiller, Sachgebietsleiterin Stadtplanung. Bekäme Wittenberg den Zuschlag für die Geschäftsstelle, bedeutete dies auch bundesweit einen Imagegewinn und würde die Stadt auf ihrem Weg, noch fahrradfreundlicher zu werden, unterstützen. Die AGFK-Mitgliedschaft kostet der Stadt nur 500 Euro im Jahr. 

Stiller betonte, dass der Radverkehr in Wittenberg einen hohen Stellenwert genieße und dass im neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) 2030 das Ziel fixiert sei, den Anteil des Radverkehrs am Modal Split, also der prozentualen Verteilung bei der Verkehrsmittelwahl, von aktuell 19 auf 30 Prozent zu steigern.

Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) erklärte, dass es bereits diverse Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise zur Stärkung der Radverkehrs gebe und in Kooperation mit dem ADFC zweimal im Jahr Checks der öffentlichen Radwege sowie der Fahrradklimatest orghanisiert würden. Die Ergebnisse des jüngsten Fahrradklimatests sollen am 1. Oktober um 18 Uhr in einem Stadtgespräch vorgestellt werden. 

Hintergrund:

AGFK existieren in fast allen Bundesländern, im Koalitionsvertrag wurde beschlossen, eine solche Arbeitsgemeinschaft auch in Sachsen-Anhalt zu initiieren und zu unterstützen, dafür stehen als Basisfinanzierung ab sofort 150.000 Euro bereit. Die AGFK-Geschäftsstelle bündelt die Interessen der Mitglieder und stellt ein „Sprachrohr zum Land“ her. Sie beteiligt sich zudem an der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplanes sowie des Landesradverkehrsplanes und sie berät Mitgliedskommunen bei der Beantragung von Fördermitteln.




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