Tobias Baron, Sachbearbeiter Personalmanagement im Fachbereich Bürger & Service. Foto: Wolfgang Gorsboth

Tobias Baron, Sachbearbeiter Personalmanagement im Fachbereich Bürger & Service. Foto: Wolfgang Gorsboth

02.08.2019

Ab 2022 alle Verwaltungsleistungen online möglich

Stadtverwaltung bereitet sich auf Digitalisierung vor

Wittenberg (wg). Bis zum Jahr 2022 sollen alle Verwaltungsleistungen in Deutschland – auch die der Städte und Gemeinden - online zur Verfügung stehen: Die Beantragung eines neuen Personalausweises, einer Geburtsurkunde oder von Wohngeld muss ebenso digital möglich sein wie die Abwicklung eines komplexen Baugenehmigungsverfahrens.

„Die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass im Zuge des Digitalisierungsschubs Anträge und andere Leistungen bürgerfreundlich online erledigt werden können“, erklärt Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos). Junge Veraltungsmitarbeiter seien überdies technikaffin und erwarten von ihrem Arbeitgeber eine entsprechende Ausstattung. 

In der Stadtverwaltung Wittenberg laufen aktuell fünf IT-Projekte, ganz oben steht die Einführung des E-Governments für die bürgerfreundliche Abwicklung von Verwaltungsdienstleistungen. In der ersten Phase wird das Bauantragswesen onlinekompatibel gemacht, das Verfahren ist in Erprobung und wird spätestens 2022 online geschaltet. Der Vorteil für die Bürger bei allen Online-Verfahren: Vereinfachung, Zeitersparnis und kürzere Bearbeitungszeiten.

Im zweiten Projekt geht es um die Einführung eines Dokumenten-Managementsystems, ohne die modernes E-Government nicht möglich ist und die nach gesetzeskonformen Lösungen verlangt. Zur Anwendung kommt das System „ELO“ (Elektrischer Leitz-Ordner), mit dem das bisherige papierbasierte System auf digital umgestellt wird. „Modernes Arbeiten heißt, dass durchgängig mit dem PC gearbeitet wird und nicht, dass Aktenschränke verwaltet werden“, berichtet Tobias Baron, Sachbearbeiter Personalmanagement im Fachbereich Bürger & Service. Das neue System befindet sich in einem sechsmonatigen Testverfahren.

In der Grundschule Nudersdorf wurden mit Unterstützung der IT-Abteilung der Stadtverwaltung vier neue Whiteboards sowie eine neue Serveranlage installiert. Mit den neuen digitalen Klassenzimmern können die Lehrkräfte pädagogisch neue Unterrichtskonzepte erproben, gleichzeitig können die Schüler für die Chancen und Gefahren des digitalen Zeitalters besser sensibilisiert werden. 

In circa drei bis vier Monaten wird das Alte Rathaus über einen frei zugänglichen WLAN-Zugang verfügen, dabei sollen neue Zugangspunkte für eine gute Empfangsabdeckung installiert werden. Dieser Service kommt nicht nur Besuchern und Veranstaltern zugute, sondern auch Mietern und bei letzteren denkt die Stadt auch an die Schaffung sogenannter Coworking Spaces. 

Alle Stadträte wurden mit neuen iPads ausgestattet und haben damit eine Legislatur lang das neue eingeführte elektronische Ratsinformationssystem, mit dem tonnenweise Papier eingespart wurde, erproben können. Alle neu gewählten Stadträte werden in den nächsten Tagen mit iPads ausgestattet, ebenso erstmals auch alle Ortschaftsräte.

Die Digitalisierung führt auch zu Veränderungen der Arbeit selbst: Alle Mitarbeiter können einen „Flexitag“ pro Woche auswählen, das heißt, sie haben die freie Wahl des Arbeitsortes. „Die IT-Sicherheit ist gewährleistet, egal, wo der Kollege arbeitet“, betont Baron. Damit sollen die Arbeitszeiten weiter flexibilisiert werden im Sinne familienfreundlicherer Rahmenbedingungen.





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