Vor dem Gemeindehaus in Braunsdorf: Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Frank Senst, stellvertretender Ortsbürgermeister und Ortsbürgermeister Reinhard Rauschning (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

Vor dem Gemeindehaus in Braunsdorf: Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Frank Senst, stellvertretender Ortsbürgermeister und Ortsbürgermeister Reinhard Rauschning (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

26.07.2019

Ein Wittenberger Ortsteil mit Potential

Starkes Gemeinwesen in Reinsdorf

Reinsdorf (wg). Ein starkes Gemeinwesen, geprägt von einem regen Vereinsleben und großem Zusammenhalt der Bewohner, zeichnet den 1993 eingemeindeten Ortsteil Reinsdorf mit den Ortschaften Reinsdorf, Dobien und Braunsdorf aus. „Wir sind ein bevorzugtes Wohngebiet, Häuser, die frei werden, sind schnell verkauft“, berichtete Ortsbürgermeister Reinhard Rauschning (SPD) beim Vorort-Termin mit Oberbürgermeister Torsten Zugehör. 

Laut Integriertem Stadtentwicklungskonzept (ISEK) kann die Ortschaft im Sinne ihrer Weiterentwicklung als Wohn- und Gewerbestandort sowohl auf eine Nahverdichtung als auch eine begrenzte Bauflächenerweiterung setzen. So sind für Reinsdorf und Braunsdorf je 19 Parzellen, für Dobien 22 vorgesehen. „Wir wollen damit die Ortschaften stärken“, betonte Kerstin Venediger vom Fachbereich Stadtentwicklung, „es geht um die Verdichtung vorhandener Räume und nicht um Zersiedelung.“ 

Zu den Stärken des Ortsteils gehören die lokalen Arbeitslätze, die Feldbinder Spezialfahrzeugbau GmbH und die Reinsdorfer Fleisch- und Wurstwaren GmbH als auch gesamtstädtisch bedeutende Arbeitgeber vorhalten und der Bildungs-Campus mit Sekundarschule, Grundschule und Kindergarten, in dessen Sanierung bzw. Neubau insgesamt 5,7 Millionen Euro investiert wurden. „Dass wir Schulen und Kindergarten vorhalten können, macht uns für Familien attraktiv, ebenso die Nähe zur Kernstadt“, erklärte Rauschning. 

Dass der Neubau der Turnhalle auf dem Bildungs-Campus bei der Antragstellung auf Fördermittel durchgefallen ist, wird nach Aussage Rauschnings nicht das letzte Wort sein, man werde sich weiter bemühen. Weitere Vorhaben, die künftig realisiert werden sollen, sind die Sanierung des Gesundbrunnens als „Haus der Vereine“, der Aus- und Neubau der Strandbadstraße, die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Strandbades (Badeaufsicht) und die Verlängerung des Rad- und Gehweges entlang der Belziger Straße bis zum Supermarkt. 

Nachwuchssorgen der Vereine, schlechte ÖPNV-Anbindung und die Gefahr, dass die medizinische Versorgung völlig wegbricht, sind die Sorgen, die die Reinsdorfer umtreibt. „Das sind die klassischen Probleme ländlicher Räume“, betonte OB Zugehör. Die Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ in Berlin müsse sich für eine stärkere Förderung des ÖPNV und des Schienenverkehrs einsetzen. 

Als Antwort auf die demographische Entwicklung müssten Chancen gleichmäßig verteilt werden: „Dass derzeit Leipzig fast alle Zuschläge des Bundes erhält, ist nicht einmal für die Leipziger selbst nur erfreulich. Die stetig steigenden Mieten gefährden inzwischen den Universitätsstandort.“




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