Piotr Lisek gewann auch die zweite Auflage des Internationalen Stabhochsprung-Meetings der Lutherstadt Wittenberg, Pyrotechniker aus Berlin sorgten für Feuereffekte. Foto: Oleg Alimov

Piotr Lisek gewann auch die zweite Auflage des Internationalen Stabhochsprung-Meetings der Lutherstadt Wittenberg, Pyrotechniker aus Berlin sorgten für Feuereffekte. Foto: Oleg Alimov

21.07.2019

Ralph Hirsch zum II. Wittenberger Stabhochsprung-Meeting:

Weltklassesport, große Emotionen, hoher Unterhaltungswert

Wittenberg (wg). „Der Marktplatz war voller Menschen, die Zuschauer erlebten einen sportlich hochklassigen Wettkampf und alle Athleten lobten die großartige Atmosphäre“, resümiert Ralph Hirsch, Direktor des zweiten Internationalen Stabhochsprung-Meetings der Lutherstadt Wittenberg, im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. „Nichts spricht deshalb gegen eine dritte Auflage auf dem Wittenberger Marktplatz in 2020, das hängt aber von den Kooperationspartnern vor Ort ab.“ 

Auch ohne einen neuen Meeting-Rekord sei der Wettkampf sehr spannend gewesen: „Im vergangenen Jahr war Pjotr Lisek einsame Spitze, in diesem Jahr gab es mehr Leistung in der Breite und es gab ein spannendes deutsch-polnisches Duell mit Lisek und Robert Sobera sowie Bo Kanda Lita Baehre und Torben Blech.“ 

Als die Latte auf 5,56 Metern gelegt wurde, waren immerhin noch sieben von 12 Athleten dabei, zu diesem Zeitpunkt auch Karsten Dilla, für den diese Höhe seine persönliche Jahresbestleistung bedeutet hätte. Für den 30-Jährigen Sportsoldat, der für den TSV Bayer 04 Leverkusen startet, war nach dem dritten Versuch Schluss. Während Baehre und Blech, ebenfalls vom TSV Bayer 04 Leverkusen, diese Höhe jeweils im ersten Versuch souverän meisterten, musste auch der Sanier Didac Salas nach drei missglückten Versuchen ausscheiden.

Auch den Durchgang über die Höhe von 5,66 Metern meisterten die beiden Pole und die beiden Deutschen, so dass das von den Zuschauern begeistert angefeuerte Duell spannend blieb. Bei 5,71 Metern war für Robert Sobera Schluss, die 5,66 Meter bedeuteten Platz vier und persönliche Jahresbestleistung. Bei 5,76 Metern musste auch Baehre passen, er hätte sonst seine persönliche Bestleistung um vier Zentimeter verbessern können. 

Das Finale Lisek gegen Blech entschied der Pole bei 5,81 Metern für sich, an den danach aufgelegten 5,90 Metern scheiterte er jedoch. Für Meeting-Direktor Hirsch hat der Pole eine super Saison hingelegt mit 6,01 Metern in Lausane und 6,02 Metern in Monaco, für ihn ist Lisek der Favorit bei den Weltmeisterschaften in Doha Ende September.

Großes Lob gab es auch für Torben Blech, für den Ex-Zehnkämpfer zahlt sich der Wechsel auf den Stabhochsprung immer mehr aus, binnen eines Jahres verbesserte er seine Bestleistung um mehr als 30 Zentimeter. Er ist aktuell der drittbeste deutsche Stabhochspringer.

„Gute Leistungen haben auch die beiden Nachwuchsathleten Tom-Linus Humann und Gillian Ladwg gezeigt“, so Hirsch. Beide starten für den Schweriner SC, sie scheiterten zwar bei 5,36 Metern, diese Höhe hätte für beide eine neue persönliche Bestleistung bedeutet.

Bei 5,46 Metern war dann auch Schluss für den Schweizer Alberto Dominik und den Finnen Tomas Wecksten. Bereits bei 5,21 Metern aussteigen musste der Norweger Dolve Eirik, der neunfache Landesmeister absolvierte bislang eine schlechte Saison, die sich in Wittenberg fortsetzte. 

Perfekte Organisation 

Bereits am Freitagmorgen wurde mit dem Aufbau der Sprunganlage begonnen, in kurzer Zeit verwandelte sich der historische Marktplatz in eine Sportanlage, um mit dem Stabhochsprung dem Publikum eine der anspruchsvollsten leichtathletischen Disziplinen vorzuführen. Der Aufbau in wenigen Stunden glich einem kleinen logistischen Meisterwerk. 

Erneut hat Meeting-Direktor Ralph Hirsch für eine mustergültige Veranstaltung gesorgt, eine, die wie die Premiere in 2018 mit herausragenden sportlichen und emotionalen Momenten verbunden war. Dass mit Piotr Lisek nicht nur der Titelverteidiger, sondern auch der aktuell weltbeste Stabhochspringer am Start war, adelt das Wittenberger Marktspringen zusätzlich. 

Selbst vor der imposanten Stadtkirchen-Kulisse wirkte die Anlage riesig und vermittelte dem Publikum Ehrfurcht, und wenn sich dann die Stäbe bis zum Brechen bogen, war das Staunen groß. Ausdrücklich dankte Hirsch den Kampfrichtern aus Dessau sowie Moderator Andreas Möckel, der für das Wittenberger Meeting einen anderen namhaften Wettbewerb absagte. 

Stabhochspringer lieben die Atmosphäre von Marktspringen, nirgends ist der Kontakt zum Publikum so hautnah, nirgends die Begeisterung größer. Dicht gedrängt standen die Zuschauer an der Anlage, bei jedem geglückten Versuch brandete Beifall auf, was die Stabartisten immer zu besonderen Leistungen motiviert.





Videos Stimmen aus der Region

Oberbürgermeister Zugehör
Keine Angst – uns geht es gut
Kommunaler Bildungsbericht im Kreistag vorgestellt
Kreistag beschließt mehr Geld für die Sporthalle im Volkspark

Videos Politik

Bürgerforum Coswig
Sepp Müller stellt sich! GroKo und was nun? Teil 1
Sepp Müller stellt sich! GroKo und was nun? Teil 2

Videos Kultur

Neue Liedertour mit Karl Neukauf
75 Jahre Saxophone Joe
Alaris Schmetterlingspark.m4v
Dicke Luft und kein Verkehr - Der Zoff geht weiter
Jukebox im Clack Theater Wittenberg

Videos Auto

Volvo XC40 Winter-Testfahrten


FIW mbH & Co. KG, Wittenberger Sonntag/Freizeit Magazin, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Coswiger Straße 30 A, E-Mail: