Wildschweine richteten auf den Dobiener Friedhof mehrmals Schaden an. Foto: Stadtverwaltung

Wildschweine richteten auf den Dobiener Friedhof mehrmals Schaden an. Foto: Stadtverwaltung

28.06.2019

Bessere Sicherung der Tore und Zäune soll Tiere fernhalten

Wildschweine „besuchen" gerne den Dobiener Friedhof

Wittenberg-Reinsdorf (wg). Ungebetene „Gäste" sorgen auf dem Friedhof in Dobien für mächtigen Ärger: Wildschweine. Die Übeltäter kommen, um ihren Hunger wühlend zu stillen. Obwohl das Gelände eingezäunt ist, scheint der Friedhof einen besonderen Reiz auf Schwarzkittel auszuüben. 

Wurden im Frühjahr 2018 nach Auskunft der Stadtverwaltung nur Schäden an Zäunen registriert, weil die Wildschweine versucht hatten, sich durchzuwühlen, kam es im Zeitraum vom 28. August 2018 bis zum 18. Juni 2019 zu neun „Einbrüchen“ mit erheblichen Schäden auch an den Gräbern. Jedes Mal hinterließen die Tiere ein Bild der Verwüstung – für die Angehörigen von Verstorbenen ein Schock.

„Den Schweinen gelingt es sogar, verschlossene Türen aufzudrücken oder diese zu unterwühlen“, erklärt OB Torsten Zugehör, in anderen Fällen sei es ihnen auch gelungen, Zäune zu durchbrechen. Leider gebe es nachlässige Friedhofsbesucher, die Türen offen ließen, nur deshalb könnten die Schweine solche „Tage der offenen Tür" als Einladung verstehen.

Inzwischen wurde eines von drei Toren am Dobiener Friedhof mit Schloss ständig verriegelt, die beiden anderen erhielten in der vergangenen Woche hydraulische Schließzylinder, die dafür sorgen, dass die Tür automatisch ins Schloss gedrückt wird. 

Bei einem Vor-Ort-Termin am 26. Juni mit der unteren Jagdbehörde, Jägern, Friedhofsverwaltung, dem Kirchspiel Dobien und Ortsbürgermeister Reinhard Rauschning wurde noch einmal deutlich, dass eine Bejagung der Schwarzkittel an Ort und Stelle unmöglich sei.

Da der Friedhof nun besser gesichert ist, hoffen die Verantwortlichen, dass sich die Wildschweine verziehen und andere Stellen aufsuchen. Dort könnten die Tiere gezielt bejagt werden. 

„Das Thema werden wir beim nächsten runden Tisch der Bürgermeister bei Landrat Jürgen Dannenberg aufgreifen und vorschlagen, dass Jäger, die Wildschweine schießen, von den Gebühren für die Trichinenschau entlastet werden“, kündigt Zugehör an, „denn wer uns hilft, darf nicht auch noch zur Kasse gebeten werden.“





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