Bürgermeister Jochen Kirchner stellte die Beschlussvorlage im Stadtrat vor. Foto: Archiv

Bürgermeister Jochen Kirchner stellte die Beschlussvorlage im Stadtrat vor. Foto: Archiv

20.06.2019

Die Stadt Wittenberg rückt näher an den Fluss

Wohnen an der Elbe durch Hochwasserschutz

Wittenberg (wg). Von einer neuen Qualität für Kleinwittenberg und die Gesamtstadt sprach Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) am Mittwoch, 19. Juni 2019, im Stadtrat bei der Vorstellung der Beschlussvorlage zur Ertüchtigung der Kaimauer südlich der Dessauer Straße, um für das Quartier den Hochwasserschutz sicherzustellen. Die Vorlage wurde mehrheitlich bei drei Nein angenommen. 

Die Vorlage, so Kirchner, widerspiegele das im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) definierte Leitbild „Stadt an der Elbe“. Um die Stadt wieder mit dem Fluss zu verbinden, müsse eine städtebauliche Nachverdichtung an dafür geeigneten Stellen wie am Alten Elbhafen erfolgen. Weil diese Fläche unmittelbar am Überschwemmungsgebiet angrenze, müsse für Hochwassersicherheit gesorgt werden. 

Mit dem Rückbau der maroden alten Kaimauer und dem Neubau einer Spundwand und dem damit verbunden Havarie- und Wartungsweg rückt auch der Elberadweg/Elbpromenade in diesem Bereich näher an den Fluss. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 2,4 Millionen Euro, wobei die Stadt zuversichtlich ist, 80 Prozent über das Programm kommunaler Hochwasserschutz gefördert zu bekommen. 

Für den Eigenanteil in Höhe von 470.000 Euro benannte Kirchner als Deckungsquellen die Verschiebung des Neubaus der Brücke in der Waldstraße in Piesteritz sowie der Turnhalle am Schulstandort „Heinrich Heine“ in Reinsdorf. Beide Maßnahmen, betonte Kirchner, seien lediglich aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Da für die Turnhalle bereits beantragte Fördermittel nicht bewilligt worden seien, müsse nach neuen Finanzierungsquellen gesucht werden. 

Horst Dübner, Fraktionsvorsitzender der Linken, signalisierte Zustimmung, denn mit der Maßnahme werde Wohnen an der Elbe möglich und damit Wittenberg für Zuzügler als Wohnstandort attraktiver. Um die Zukunft der Stadt positiv zu gestalten, bedürfe es strategischer Überlegungen, nur so entkomme man der Demographiefalle. Dübner regte an, die Bewohner von Kleinwittenberg und Wittenberg West zu einem Ortsteilgespräch einzuladen, dort solle die Stadt ihre Pläne vorstellen.





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