Ramona Weiss und Marco Glaß sind das Luther-Paar 2019 und werden am Samstag auch wirklich in den Stand der Ehe treten, getraut von OB Zugehör. Das kleine Lutherpaar verkörpern Selina Born und Nick Weichold. Foto: Wolfgang Gorsboth

Ramona Weiss und Marco Glaß sind das Luther-Paar 2019 und werden am Samstag auch wirklich in den Stand der Ehe treten, getraut von OB Zugehör. Das kleine Lutherpaar verkörpern Selina Born und Nick Weichold.
Foto: Wolfgang Gorsboth

10.06.2019

Wittenberg feiert „Luthers Hochzeit“ vom 14. bis 16. Juni

Ein handgemachtes Fest der Bürgerschaft

Wittenberg (wg). „Das Stadtfest ist ein handgemachtes Fest aus der Bürgerschaft heraus und nicht das Produkt einer Agentur“, berichtet Johannes Winkelmann, der Geschäftsführer der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH organisiert heuer sein 25. Stadtfest „Luthers Hochzeit“ und wechselt zum Jahresende in den verdienten Ruhestand. 

Dass „Luthers Hochzeit“ längst zu den Top Ten der Stadtfeste in Deutschland zählt, freut den Cheforganisator ganz besonders, ebenso die Tatsache, dass sich in den Anfangsjahren zahlreiche historische Vereine gegründet haben, die zum authentischen Charakter des Festes beitragen, denn: „Mit diesem Fest halten wir auch unsere Geschichte lebendig.“ 

Winkelmann verhehlt indes nicht, dass die Brettener, die 1993 mit 300 Besuchern zur 700 Jahrfeier in der Lutherstadt weilten, viele Wittenberger mit dem „Stadtfest-Virus“ infiziert hätten, das „Peter-und-Paul-Fest“ in der süddeutschen Partnerstadt habe ein Übriges dazu beigetragen. Und weil die Feierlichkeiten 1993 so schön waren, habe man über eine Fortsetzung nachgedacht und schon bald war die Idee geboren, eine Lutherhochzeit zu feiern, dramaturgische Unterstützung kam vom Mitteldeutschen Landestheater. 

„Es war eine glückliche Fügung, dass damals die Trachten-ABM des Landkreises ins Leben gerufen wurde“, erinnert sich Winkelmann. Das Personal für den Festumzug des Stadtfestes wurde zum Teil aus der Stadtverwaltung rekrutiert und von der Trachten-ABM unter anderem als „Luthers Freunde“ ausgestattet. Anita Fabig und ihre Mitstreiterinnen nahmen im Rathaus Maß für die Gewänder. 

Auch der erste Luther stammte aus der Verwaltung: Jürgen Simon, Mitarbeiter im Kulturamt, ihm zur Seite wurde Katja Ptassek als Katharina gestellt, die damals im Kulturamt ein Praktikum absolvierte. Anschließend diente Simon dem Stadtfest als Herold bis zu seiner Verabschiedung im vergangenen Jahr. „Luthers Hochzeit“ ist er treu geblieben: Für die Silberhochzeit hat er ein Lied mit dem Titel „Es war einmal“ komponiert und getextet, dass am Sonntag zur Verabschiedung der Gäste gesungen wird. 

1994 wurde zum ersten Mal „Luthers Hochzeit“ gefeiert, 2019 zum 25. Mal, die Zählung ist der Tatsache geschuldet, dass 2013 im Jahr der Hochwasser-Katastrophe das Fest ausfiel. „Eine kluge Entscheidung“, betont Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos), „man kann nicht ausgelassen feiern, wenn die Menschen ringsum absaufen und um ihr Hab und Gut kämpfen.“ 

Im Jubiläumsjahr gibt es einige Neuerungen, die zum Teil auch den gestiegenen Kosten wie zum Beispiel für Sicherheit und Logistik geschuldet sind. Die Preiserhöhung von zehn auf 15 Euro (Vorverkauf: 12 Euro) für alle drei Tage wurde mit den historischen Vereinen abgestimmt, dafür gibt es immerhin 80 Stunden Programm. 

„Neu ist auch, dass die Erlebnisbereiche in diesem Jahr kompakter sind und durch neue Wegebeziehungen untereinander besser verbunden werden“, sagt Winkelmann. Neu hinzu kommt die parallel zur Schlossstraße verlaufende Wallstraße, so dass sich der Veranstaltungsbereich vom Kirchplatz/Holzmarkt über den Markt, Coswiger Straße, Schloss- und Wallstraße bis zum Schlosskomplex samt Wiese erstreckt. 

Stoffbändchen statt Plaketten 

Die bislang aufwendig und zu Zehntausenden in der Keramikwerkstatt von Anja und Jörg Engler in Zahna gefertigten Tonplaketten werden in diesem Jahr durch Stoffbändchen ersetzt – zum einen ist dies preiswerter, zum anderen wird damit dem Missbrauch vorgebeugt, dass die Plaketten von mehreren Personen genutzt werden. 

Sammler und Souvenirjäger müssen indes nicht ganz auf die Tonplaketten verzichten: Es gibt sie zum Stadtfest in limitierter Auflage von 1.000 Exemplaren zum Preis von sechs Euro an den Kassenständen in der Altstadt. 

Hinweis

Im Vorverkauf kosten die Eintrittsbändchen zwölf Euro, Kinder bis 14 Jahre zahlen nichts, es gibt verschiedene Ermäßigungen. Unter anderem erhalten Inhaber eines Familien- und Sozialpasses der Lutherstadt Wittenberg Bändchen für fünf Euro pro Person. Erhältlich sind diese Bändchen ausschließlich im Bürgerbüro des Neuen Rathauses. 

An den Tageskassen werden vom 14. Juni an 15 Euro für ein „Hochzeitsbändchen“ fällig, das zum Eintritt an allen drei Festtagen berechtigt. Vergünstigungen gibt es für Jugendliche von 15 bis 18 Jahren (fünf Euro). 

Ein Novum sind Tagesbändchen, die zehn Euro pro Person kosten. Die Zusatzbusse des ÖPNV können von Freitag bis Sonntag mit den Bändchen kostenlos genutzt werden. An den Zugängen zu den Festbereichen wird kontrolliert, ob jeder ein Bändchen trägt. 

Drei-Tages-Bändchen im Vorverkauf gibt es in der Geschäftsstelle des Wittenberger Sonntag, Coswiger Straße 30A, Tel.: 03491/41 58 35, E-Mail:





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