14.05.2019

Wittenberger Sonntag liest die Neue Westfälische

Windenergie: Ausgleich von Interessen

Bielefeld (ots) Es ist ein Traum. Saubere Energie, Ökostrom, Kraft ohne Nebenwirkungen, unerschöpflich, nachhaltig. 

Ja, von wegen! Anders als Photovoltaik und Wasserkraft stößt Windenergie immer seltener auf ungeteilte Sympathie. Kaum eine Windmühle, gegen die sich kein Widerstand erhebt, kaum ein Standort ohne Bürgerinitiative und Gerichtsverfahren. Die Windbranche kennt das: Theoretisch hat Windstrom hohe Zustimmungswerte; wird es dann praktisch, werden betroffene Anlieger schnell zu "nimbies" - "not in my backyard" ("Nicht in meinem Hinterhof"). 

Außerdem stoßen gerade auch unterschiedliche ökologische Ziele gegeneinander: Entschieden vertritt etwa der NABU Artenschutzinteressen gegen Klimaziele, wenn es um den Ausbau von Windenergieanlagen geht. Und wer möchte schon entscheiden, was schwerer wiegt? Es geht wie immer nur mit Kompromissen. 

Kluge Windenergie-Spezialisten forschen an naturverträglicher Technik wie Vogelerkennungssystemen, setzen bei der Standortprüfung auf Akzeptanz, etwa durch Bürgerbeteiligung und attraktive Stromtarife. Nicht jede Anlage muss gebaut werden, planerischen Wildwuchs muss der Gesetzgeber stoppen. Ausgleich von Interessen - dabei geht's manchmal stürmisch zu!





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