Manfred Wenzel und Tochter Claudia zeigen eines der Bilder, die in der Ausstellung zu sehen sein werden – eine Ansicht aus Taschkent. Foto: Wolfgang Gorsboth

Manfred Wenzel und Tochter Claudia zeigen eines der Bilder, die in der Ausstellung zu sehen sein werden – eine Ansicht aus Taschkent. Foto: Wolfgang Gorsboth

06.05.2019

Stadtansichten, Mauerbilder, Stillleben und Porträts

Ausstellung zum 85. Geburtstag von Manfred Wenzel

Wittenberg (wg). „Es ist uns eine Freude und Ehre, im Alten Rathaus aus Anlass des 85. Geburtstages unseres Lucas-Cranach-Preisträgers Manfred Wenzel diese Ausstellung zeigen zu dürfen“, erklärte Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) am Montag beim Pressegespräch im Ostflügel des Alten Rathauses. 

Ebendort wird am Mittwoch, dem 8. Mai, um 18.30 Uhr die Exposition „Manfred Wenzel – Malerei“ eröffnet, die anhand von circa 40 Bildern einen Überblick auf das Lebenswerk des am 4. August 1934 in Schönlinde im Sudetenland (heute Tschechien) geborenen Künstlers und Kunstlehrers gibt. Die Ausstellung zeigt auch Arbeiten, die bislang noch nicht öffentlich zu sehen waren. 

„Dass die Ausstellung gezeigt werden kann, verdankt sich dem Engagement der Kinder von Manfred Wenzel, insbesondere der Schauspielerin Claudia Wenzel, die ihrer Heimatstadt Wittenberg auf vielfältige Weise verbunden ist“, betonte Zugehör. Auf die neue Ausstellung freue man sich auch deshalb, weil das Alte Rathaus ein Bürgerhaus sei, welches mit Leben gefüllt werden müsse. Nach der Werkschau ziehe die Stadtbibliothek für die Dauer der Sanierung ihres Standortes in der Schlossstraße ins Erdgeschoss des Alten Rathauses ein. 

Tochter Claudia hat gemeinsam mit ihrem Vater die Bilder ausgewählt, transportiert sie im eigenen Pkw ins Alte Rathaus und packt auch beim Aufhängen tatkräftig mit an. Einige der zu sehenden Bilder hat Manfred Wenzel „in memoriam“ gemalt – in Erinnerung an seine Kindheit, wie zum Beispiel den Blick von der Bahntrasse die Elbstraße hinauf mit der Stadtkirche im Hintergrund.

Gezeigt werden eine Altstadtansicht von Taschkent, Bilder vom Darß und vor allem Stadtansichten Wittenbergs, die es dem Betrachter ermöglichen, sich auf einen Spaziergang durch die vergangenen Jahrzehnte zu begeben. Außerdem werden einige Arbeiten aus dem Zyklus der Mauerbilder gezeigt, die Wenzel in den Jahren 1990 bis 1992 malte und die auf besonders bewegende Weise deutsch-deutsche Geschichte vermitteln. 

Zu sehen sind auch Porträts der Kinder, so eines von Claudia Wenzel aus dem Jahr 1967, „wofür ich mehrere Stunden Modell sitzen musste“, erinnerte sich die Schauspielerin. Ein anderes Porträt zeigt Tochter Sylvia, eine Puppen- und Naturliebhaberin, die bei der Senioren-Weltmeisterschaft im Schach in Griechenland in der Altersklasse 50plus vor wenigen Tagen Vize-Weltmeisterin wurde. 

Manfred Wenzel malt nicht mehr, sondern ist vor allem mit der Sortierung und Archivierung seines umfangreichen Werkes befasst. Zur Ausstellung werden auch viele ehemalige Schüler erwartet, darunter Ministerpräsident Reiner Haseloff, den Manfred Wenzel als „guten und lebhaften Schüler“ in Erinnerung hat. Alle Lehrerkalender aus seinen fast 40 Jahren als Kunstpädagoge sind noch erhalten, die Namen der Schüler lesen sich wie ein Who is who der Wittenberger Bürgerschaft. 

Eröffnung 

Die Ausstellung „Manfred Wenzel – Malerei“ wird am 8. Mai um 18.30 Uhr im Alten Rathaus eröffnet. Oberbürgermeister Torsten Zugehör wird die Gäste begrüßen und Hans-Eckardt Wenzel zur Vernissage singen, unter anderem die bekannte „Ballade von der Stadt Wittenberg“. Die Ausstellung wird bis zum 23. August 2019 gezeigt, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr. 

Aufruf 

Alle Wittenberger, die ein Bild von Manfred Wenzel besitzen, welches vor dem Jahr 2000 gemalt wurde, können sich melden und einen entsprechenden Hinweis an der Ausstellungs-Pinwand hinterlassen – mit Angabe der Adresse, dem Titel des Bildes und – falls möglich – einem Foto. Als Dank bekommt jeder, der sich an dem Aufruf beteiligt, einen Wenzel-Kalender geschenkt.





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