Oberbürgermeister Torsten Zugehör und Janine Stiller, Sachgebietsleiterin Stadtentwicklung, präsentieren das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept 2030“. Foto: Wolfgang Gorsboth

Oberbürgermeister Torsten Zugehör und Janine Stiller, Sachgebietsleiterin Stadtentwicklung, präsentieren das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept 2030“. Foto: Wolfgang Gorsboth

12.04.2019

Finale Phase mit einem Sonderstadtrat am 21. Mai

Stadtentwicklung Wittenberg: „Gemeinsam Zukunft gestalten“

Wittenberg (wg). „Gemeinsam Zukunft gestalten“, so lautet jetzt offiziell der Titel des „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) 2030“, das zuvor eher vage unter „Wittenberg 2017+“ firmierte. Das 200 Seiten starke Konzept befindet sich in der finalen Phase: Vor der letzten Sitzung des Stadtrates am 22. Mai wird es am 21. Mai einen Sonderstadtrat nur zum Thema ISEK geben mit der Beschlussfassung zum Endbericht.

„Das ist der Sache würdig, angemessen und wert“, betonte Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) am Freitag, „denn ein langer Prozess kommt jetzt zum Abschluss und mit dem Stadtratsbeschluss zum ISEK beginnt das nächste arbeitsreiche Kapitel, nämlich die Umsetzung.“ 

Das „ISEK 2030“ trägt die Handschrift vieler Akteure, begonnen hat der Prozess mit einer „Zukunftswerkstatt“ im November 2017, daran anschließend gab es vier Fachforen mit 24 Vertretern aus der Stadtgesellschaft zu den Themen demographischer Wandel und Infrastruktur, Wohnen und Stadtumbau, Wirtschaft und technische Infrastruktur sowie Stadtlandschaft und ökologische Nachhaltigkeit.

Eine Ortschaftswerkstatt wurde veranstaltet und im September 2018 gab es abschließend eine Leitbildwerkstatt, in der zusätzlich zu den vier Leitbildern „Stadt der Reformation“, „Stadt mit IndustrieKultur“, „Stadt an der Elbe“ und „Wissenschafts-, Bildungs-, Tagungs- und Kongressstandort“ als neues Leitbild „Nachhaltige und familienfreundliche Stadt“ aufgenommen wurde. 

„Viele Bürger haben von Anfang an den Prozess begleitet“, berichtete Janine Stiller, Sachgebietsleiterin Stadtplanung, bei der alle Fäden zusammen liefen. Nachdem der Stadtrat im November 2018 den ersten Entwurf des ISEK beschlossen hatte, wurde von Mitte Dezember 2018 bis Ende Januar 2019 die Öffentlichkeit beteiligt. Es gab 132 Stellungnahmen, davon 69 von Bürgerinnen und Bürgern, 45 von Trägern politischer Belange sowie 18 von politischen Gremien.

Bestandteil des „ISEK 2030“ ist auch eine Gesamtkosten- und Finanzierungsübersicht, die 420 Maßnahmen enthält, darunter solche, die bereits laufen bzw. konkret in Planung sind sowie solche, die analog der Leitbilder erst noch konzipiert werden müssen. „Diese Liste ist Voraussetzung, um Fördermittel zu beantragen“, erläuterte der OB, „und sie ist ein gutes Instrument der Selbstbindung, denn die Liste muss jährlich fortgeschrieben und dem Stadtrat vorgelegt werden.“ 

Beispiele für Planungsschwerpunkte sind ein durchgehender barrierefreier Elbuferweg, eine stärkere Erlebbarkeit der Elbe mit Aussichtspunkten, Picknick- und Grillplätzen, Wittenberg als attraktiver Wohnstandort, dezentrale Funktionsbündelung zur Sicherung der Grundbedürfnisse und Lebensqualität (Kita, Hort, Grundschule, Versorgungseinrichtungen, Treffpunkte), Erhöhung des Radverkehrsanteils von 19 auf 30 Prozent sowie die Profilierung als Wissenschaftsstandort. 

„Vom ISEK 2030 und den Protokollen der Foren und Werkstätten wird es eine komprimierte Broschüre für die Öffentlichkeit geben“, kündigte Stiller an.




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