Ausstellungsmacherin Birgit Mair ist Mitbegründerin des Nürnberger Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung e.V. (ISFBB). Sie hält bundesweit Vorträge über Neonazismus und Rassismus. Foto: Veranstalter

Ausstellungsmacherin Birgit Mair ist Mitbegründerin des Nürnberger Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung e.V. (ISFBB). Sie hält bundesweit Vorträge über Neonazismus und Rassismus. Foto: Veranstalter

06.04.2019

Die Angehörigen der Ermordeten wirken mit

Ausstellung über die Opfer des NSU in der Evangelischen Akademie

Wittenberg (WiSo). Die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ wird vom 29. April bis zum 23. Juni in der Evangelischen Akademie Sachsen Anhalt e.V. zu sehen sein. Am 2. Mai wird die Ausstellung um 19 Uhr mit einem Vortrag von der Ausstellungsmacherin Birgit Mair offiziell eröffnet. Neonazis und Rassisten sind gemäß dem Versammlungsgesetz von der Ausstellungseröffnung ausgeschlossen. 

Die Ausstellung wurde in den Jahren 2012 und 2013 von Mair im Auftrag des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. erstellt und seitdem mehr als 180 Mal bundesweit gezeigt. Seit dem Frühjahr 2018 liegen die Infotafeln in aktualisierter Form vor. 

Die Exposition setzt sich mit den Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in den Jahren 1999 bis 2011 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe im November 2011 auseinander. 

Im ersten Teil werden die Biografien von Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Mehmet Turgut, Habil Kılıç, Ismail Yasar, Mehmet Kubasık, Theodoros Boulgarides, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter dargestellt. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Nürnberg und Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden. 

Der zweite Teil beleuchtet das Netzwerk des NSU. Verbindungen neonazistischer V-Leute verschiedener Verfassungsschutzbehörden mit den bisher Angeklagten werden skizziert, Gründe analysiert, warum die Mordserie lange nicht aufgedeckt wurde. Außerdem geht es um den gesellschaftspolitischen Umgang mit diesem Themenkomplex.

Angehörige der Ermordeten kommen ebenfalls zu Wort: Eltern, Kinder und Witwen berichten von der Zeit vor und nach dem Auffliegen des NSU, kommentieren den Münchner NSU-Prozess und beurteilen die bisherige Aufklärung kritisch. 

Birgit Mair ist Mitbegründerin des Nürnberger Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung e.V. (ISFBB). Sie hielt bundesweit zahlreiche Vorträge über Neonazismus und Rassismus, verfasste Broschüren zu neueren extrem rechten Bewegungen und organisierte Fachtagungen zum Umgang mit diesen Problemen. 

Ausbildung von Schülercoaches

Am 2. Mai findet von 11 bis 17 Uhr ein Workshop für Schüler sowie für Jugendliche aus Vereinen und Organisationen statt. Dabei lernt der Nachwuchs, junge Leute durch die Ausstellung zu führen und erwirbt damit die Möglichkeit, Interessierte aus ihren Schulen oder Organisationen durch die Ausstellung zu begleiten. 

Wer Schülercoach werden möchte, meldet sich unter Tel.: 03491/49 88 47 oder E-Mail: .





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