Fahnenschwinger aus Belgien sind beim Stadtfest „Luthers Hochzeit“ immer wieder gern gesehene Gäste, mit Beveren hat Wittenberg bald auch eine belgische Partnerstadt. Foto: Archiv

Fahnenschwinger aus Belgien sind beim Stadtfest „Luthers Hochzeit“ immer wieder gern gesehene Gäste, mit Beveren hat Wittenberg bald auch eine belgische Partnerstadt. Foto: Archiv

06.04.2019

Wittenberger Stadtrat hat drei neue Städtepartnerschaften beschlossen

Internationale Kontakte als tragende Säulen des Friedens

Wittenberg (wg). Beveren in Belgien, Mediasch in Rumänien (Siebenbürgen) und Mogiljow in Weißrussland sind Wittenbergs neue Partnerstädte, der Stadtrat hat am Mittwoch Oberbürgermeister Torsten Zugehör beauftragt, entsprechende Verträge auszuhandeln.

„Wittenberg ist ein Ort gelebter Internationalität, hier trifft sich die Welt“, betonte Zugehör. „Freundschaftliche Kontakte zwischen Partnerstädten sind das Fundament des Friedens, der in jüngster Zeit fragiler geworden ist.“ Entscheidend sei, dass sich Jugendliche auf den Weg machten und die Partnerschaften mit Leben erfüllten, nicht die Administration. 

Mit Mogiljow ist Wittenberg seit Anfang der 1990er Jahre verbunden dank des Engagements der Deutsch-Rußländischen Gesellschaft. Jedes Jahr unterzeichneten die beiden Stadtoberhäupter ein Protokoll der Zusammenarbeit, die sich insbesondere auf kulturellem Gebiet und in den Jugendbegegnungen intensiv entwickelte, weshalb die Kontakte auch als „Projektpartnerschaft“ bezeichnet wurden. Inzwischen umfasst die Kooperation auch die Bereiche Kommunalwirtschaft und Gesundheitswesen. 

„Jetzt vollziehen wir den letzten Schritt“, kündigte Zugehör an. Auch wenn Staatspräsident Alexander Lukaschenko kein lupenreiner Demokrat sei, um so wichtiger seien zwischenmenschliche Kontakte über Systemgrenzen hinweg: „Wir können die Unterschiede aushalten, ohne von unseren Wertvorstellungen abzuweichen.“

Circa 1.500 Jugendliche aus Mogiljow und 700 Jugendliche aus Wittenberg haben bislang an den Begegnungen teilgenommen, hinzu kommen jährliche Bürgerfahrten anlässlich der Stadtfeste. Aufgrund der sehr guten Kontakte war Wittenberg im November 2018 auch Gastgeber der zehnten Deutsch-Belarussischen Städtepartnerschaftskonferenz.

Dem Engagement des Vereins Fläming-Flandern e.V. sind die guten Kontakte zu Beveren zu verdanken. Die Naturlandschaft Fläming erhielt ihren Namen aufgrund der Besiedlung durch die Flamen im 12. und 13. Jahrhundert. Am längsten währt die Schulpartnerschaft zwischen dem Luther-Melanchthon-Gymnasium und dem Virgo Sapiens Institut Londerzeel und im Bereich Kunst gibt es enge Verbindungen zwischen der Stiftung Christliche Kunst, dem Malerei- und Grafikverein sowie der Cranach-Stiftung und dem Kunstverein Piet-Staut-Kring. 

Bürger der Stadt Mediasch waren 2018 zu Besuch beim Wittenberger Stadtfest, ein Gegenbesuch erfolgte zum Weinfest in Mediasch und dem Sachsentreffen in Siebenbürgen. Den Startschuss bildete der Austausch mit Bischof Reinhard Guib aus Siniu-Herrmannstadt beim Abschlussgottesdienst des Deutschen Evangelischen Kirchentages im Mai 2017 auf den Elbwiesen. Umgekehrt begründet Wittenberg das Interesse an einer Partnerschaft damit, dass die deutschsprachige Stadt sehr früh reformiert wurde und fast gleich viele Einwohner hat. 

OB Zugehör erinnerte auch an die bereits bestehenden fünf Städtepartnerschaften, „von der jede über ihr eigenes Markenzeichen verfügt“. Mit Bretten sei Wittenberg durch Melanchthon und die historischen Vereine verbunden. Göttingen sei keine Liebesheirat gewesen, aber in mehr als 30 Jahren hätten sich gute Beziehungen zwischen den Bürgern entwickelt. Mit dem dänischen Haderslev seien das reformatorische Erbe und der Sport verbindend und mit Békéscsaba in Ungarn die musikalische Jugendbegegnung und das Kolbasz-Festival prägend. „Mit Springfield in Ohio, USA, haben wir vor allem sehr enge Kontakte zur Wittenberg University, aktuell sind 20 Studenten für 100 Tage in Wittenberg“, so Zugehör.





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