Elke Witt, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg, bei der WCC 2018 im irischen Athlone, wo bereits für die Konferenz 2020 in Leipzig geworben wurde. Foto: privat

Elke Witt, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg, bei der WCC 2018 im irischen Athlone, wo bereits für die Konferenz 2020 in Leipzig geworben wurde. Foto: privat

05.04.2019

World Canals Conference in Leipzig 2020: Chance für den Tourismus

Wittenberg (wg). „Zur World Canals Conference (WCC) im September 2020 in Leipzig werden circa 450 Regierungsvertreter, Wissenschaftler, Unternehmer und Touristiker aus aller Welt erwartet, auch für unser Verbandsgebiet bedeutet dies die Chance, sich international bekannter zu machen“, erklärt Elke Witt, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg, im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag.

„Unsere Region ist national und international Vorreiter beim Thema Kohleausstieg“, so Witt, „wir haben in Ferropolis das industrielle Erbe bewahrt und gleichzeitig eine attraktive Erholungslandschaft geschaffen.“ Gleiches gelte für das Leipziger Neuseenland, die Goitzsche im Kreis Anhalt-Bitterfeld, dem Geiseltalsee im Saalekreis und dem Lausitzer Seenland. Dabei handele es sich um die weltweit größten Rekultivierungsprojekte, aus denen sich neue touristische Destinationen entwickelt hätten. 

„Die 1990 in unserer Region einsetzende Transformation kostete allerdings auch Arbeitsplätze in Größenordnungen und führte zu erheblichen Verlusten in der Wertschöpfung“, erinnert Witt. „Mit der Energiewende und dem beschlossenen Kohleausstieg droht dieses Szenario auch anderen Regionen, denn der Strukturwandel erfordert jede Menge Geld und Ideen.“ Dazu könne die WCC-Konferenz in Leipzig ein ideales Podium bieten.

„Wir brauchen ein tourismuswirtschaftliches Gesamtkonzept zur Vermarktung der Braunkohle-Nachfolgelandschaften in Sachsen-Anhalt und Sachsen“, betont Witt, die in der vorbereitenden Facharbeitsgemeinschaft mitwirkt. Von der Austragung der Konferenz in Leipzig werde die gesamte mitteldeutsche Gewässerlandschaft profitieren, indem Experten den bisherigen Stand beleuchten und Anregungen zur Weiterentwicklung geben. 

In Form von mehrtägigen Konferenzen mit Vorträgen, Seminaren und Exkursionen werden die neuesten Entwicklungen ausgewählter Wasser-Regionen zu Themen wie Infrastruktur, Tourismus, Wasserwirtschaft, -qualität, Naturschutz und Revitalisierung präsentiert. Nach derzeitigem Stand gibt es Exkursionen in die Wittenberger Altstadt, wo die offengelegten Bäche besichtigt werden, in den Wörlitzer Park (Seen und Kanäle), in das Industrielle Gartenreich (Ferropolis, Goitzsche), das Biosphärenreservat Mittelelbe sowie nach Torgau. 

Hintergrund

Die WCC gilt als die bedeutendste internationale Konferenz zum Thema Binnenwasserwege, 2020 wird es zum ersten Mal in der 30-jährigen Geschichte eine WCC in Deutschland geben. 2018 war Athlone in Irland Gastgeber, in diesem Jahr wird es Yangzhou in China sein. 2020 in Leipzig wird auch die Vision der Anbindung des europäischen Wasserstraßennetzes an den Saale-Elster-Kanal eine wichtige Rolle spielen.




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