Im Wittenberger Polizeirevier ist die inzwischen zur Polizeihauptkommissarin beförderte Cornelia Dieke für die Versorgung der Presse mit Informationen und Statistiken zuständig. Foto. Archiv

Im Wittenberger Polizeirevier ist die inzwischen zur Polizeihauptkommissarin beförderte Cornelia Dieke für die Versorgung der Presse mit Informationen und Statistiken zuständig. Foto. Archiv

17.03.2019

Sorgen bereitet die Jugendkriminalität: Anstieg gegen den Trend

Kreis Wittenberg: Zahl der Straftaten erneut gesunken

Wittenberg (wm). Trotz einiger Schwierigkeiten im Detail können die Beamten im Polizeirevier Wittenberg recht zufrieden auf die Entwicklung der Kriminalität in 2018 zurückblicken: Die Zahl der angezeigten Straftaten ist erneut gesunken, die Aufklärungsquote dagegen erneut leicht angestiegen. 

Erfreulich: Der Kreis Wittenberg liegt bei der Kriminalitätsbelastung deutlich unter dem Landesdurchschnitt, denn wenn die Zahl der erfassten Straftaten im Verhältnis zur Bevölkerungszahl gesetzt wird, so ergibt sich die folgende Häufigkeitszahl: Wittenberg 5.912 bezogen auf 100.000 Einwohner, im Landesdurchschnitt sind es jedoch 7.900.

Interessant sind die statistischen Zahlen besonders dann, wenn die Straftatenaufkommen im mittelfristigen Zeitrahmen betrachtet werden. So weist die Statistik für das Jahr 2014 noch 9.392 Straftaten aus – und seitdem sinken diese Zahlen von Jahr zu Jahr: 2015 waren es 9.107 Fälle, 2016 wurden 8.957 Straftaten erfasst, 2016 stehen 8.957 in der Statistik, 2017 noch 7.964 und im vergangenen Jahr waren es 7.476 Fälle.

Damit werden auch die Bürgerinnen und Bürger, die das Gefühl haben, es werde „von Jahr zu Jahr immer schlimmer“, von den Fakten widerlegt. 

Dass die Zahl der Straftaten deutlich niedriger ist als im Vorjahr, liegt vor allem am Rückgang bei die verschiedenen Formen des Diebstahls: Sowohl bei den besonders schweren Fällen als auch beim einfachen Diebstahl sind weniger Straftaten angezeigt worden, die Zahlen der Vermögensdelikte sowie die der gemeldeten Sachbeschädigungen sanken ebenfalls. 

Deutlich mehr Sorgen bereitet der Polizei die Veränderung bei den Rohheitsdelikten, aber auch die Zahl der Rauschgiftdelikte stieg leicht an. Hier gibt es eine hohe Aufklärungsquote: Im Bereich der Berauschten wirken sich die Verkehrskontrollen der Polizei positiv aus, denn leider setzen sich immer wieder „zugedröhnte“ Menschen ans Steuer und gefährden damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Umwelt. Doch zahlreiche werden von der Polizei erwischt.

Leider gibt es auch negative Entwicklungen. Besonders  fällt auf, dass die Jugendkriminalität gegen den allgemeinen Trend angestiegen ist – in einigen Bereichen der Kriminalität sogar Besorgniserregend heftig. Den Negativrekord in der Region Wittenberg halten die von Tätern im Alter von unter 21 Jahren begangenen Brandstiftungen: Anstieg von 36,7 % innerhalb nur eines Jahres. Überdurchschnittlich schlecht sieht es auch bei den Raubstraftaten (plus 27,9 %) und bei der Gewaltkriminalität (plus 15,6%) aus. 

Noch ein Hinweis für solche Leserinnen und Leser, die glauben, die Wurzel allen Übels liege im Zustrom von Ausländern: Das ist ein Irrtum. Der Anteil der „nichtdeutschen“ Tatverdächtigen liegt in 2018 ebenso hoch wie in 2017: 10,7 % - und damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt von Sachsen-Anhalt, wo die entsprechende Vergleichszahl 18,8 % lautet.





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