Das Wittenberger Stadtfest zu feiern bereitet den beteiligten Akteuren viel Freude – trotz der enormen organisatorischen Anstrengungen vor und nach „Luthers Hochzeit.“ Es freuen sich auf die Jubiläumsausgabe (von links): Jürgen Donde als Vertreter des Vereins Stadtwache, Johannes Winkelmann, Chef der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH, Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Pressesprecherin Karina Austermann sowie der Lutherdarsteller des vergangenen Jahres, Klaus Pohl, gleichzeitig als Vertreter des Heimatvereins. Foto: Wolfgang Marchewka

Das Wittenberger Stadtfest zu feiern bereitet den beteiligten Akteuren viel Freude – trotz der enormen organisatorischen Anstrengungen vor und nach „Luthers Hochzeit.“ Es freuen sich auf die Jubiläumsausgabe (von links): Jürgen Donde als Vertreter des Vereins Stadtwache, Johannes Winkelmann, Chef der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH, Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Pressesprecherin Karina Austermann sowie der Lutherdarsteller des vergangenen Jahres, Klaus Pohl, gleichzeitig als Vertreter des Heimatvereins.
Foto:  Wolfgang Marchewka

14.03.2019

Neues Preismodell für Luthers Hochzeit: Vorteil im Vorverkauf

Ein Wunsch zum 25. Wittenbergfest: Nicht meckern - sondern mitmachen!

Wittenberg (wm). "Ich rufe alle auf zu kommen und mitzufeiern, auch die Leute, die jetzt schon maulen!" Mit diesen Worten und mit einer leichten Prise Humor eröffnete der Wittenberger Oberbürgermeister Torsten Zugehör am Mittwoch im Alten Rathaus das erste Pressegespräch zum traditionellen Wittenbergfest „Luthers Hochzeit", das vom 14. bis 16. Juni auf die gesamte Bundesrepublik ausstrahlen wird.

Die 25. Auflage bringt für die drei tollen Tage einige Veränderungen: Das Fest ist nicht kleiner, sondern auch aus Gründen der Sicherheit kompakter geworden, es wird ein neues Preismodell eingeführt, das einen Vorteil für solch einheimischen Feierbiester bietet, die den Vorverkauf nutzen, und erstmals dienen statt der gewohnten Festplaketten am Handgelenk zu tragende „Hochzeitsbändchen" als Nachweis für bezahltes Eintrittsgeld.

Diese wesentliche organisatorische Veränderung ist solchen „Schlaumeiern" geschuldet, die in der Vergangenheit mittels „Weitergabe" der Stadtfestplaketten an andere Besucher dafür sorgten, dass zu viele Gäste bisher kein Eintrittsgeld bezahlt haben, begründete der Geschäftsführer der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH, Johannes Winkelmann, die farbige Veränderung. Sammler oder Fans der traditionellen Plaketten können diese künftig als Souvenir erwerben.

Die Runde im Alten Rathaus - komplettiert mit dem Chef der Stadtwache, Jürgen Donde, sowie dem „noch amtierenden Luther-Darsteller" des vergangenen Jahres, Klaus Pohl als Vertreter des Heimatvereins - war sich in Sachen Preispolitik in drei Punkten einig: Erstens haben solche Leute, die von anderen Menschen erbrachten Leistungen am liebsten kostenlos genießen wollen, einen neuen Grund zu meckern, zweitens sind die Preiserhöhungen wohl begründet, aber dennoch sowohl moderat als auch sozial abgefedert, und drittens gibt es als eine weitere Neuheit für Aktive, die beim Fest mitarbeiten möchten, das "schwarze Bändchen" mit dem Aufdruck „VIP", das freien Eintritt möglich macht. 

Nur auf den ersten Blick wirkt die Preiserhöhung erheblich: Für die drei tollen Tage sind nun 15 € statt bisher 10 € zu zahlen. Doch im Vorverkauf kosten diese Drei-Tage-Bändchen nur 12 € - und dafür wird der Festgemeinde auf den Bühnen und Podien der historischen Innenstadt mehr als 80 Stunden Liveprogramm für jeden Geschmack und jedes Alter geboten - eine Tatsache, die Oberbürgermeister Torsten Zugehör zu dem Rat veranlasste, Kritiker mögen diesen Eintrittspreis mal mit den Ticketpreisen für herkömmliche Konzerte vergleichen, dann würden sie erkennen, wie preiswert das Wittenberger Fest tatsächlich ist. 

Das gilt auch für Familien, denn Kinder bis zum vollendeten 14 Lebensjahr haben weiterhin freien Eintritt, und Inhaber des Familien- und Sozialpasses der Lutherstadt Wittenberg sind bereits mit fünf € dabei, gleiches gilt für Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren.

Cheforganisator Johannes Winkelmann nannte noch einen nachvollziehbaren Grund für die Notwendigkeit, den Preis etwas anzuheben: „Wir erwarten an den drei Tagen etwa 80.000 Besucher, da spielt das Thema Sicherheit eine wichtige Rolle. Und in 25 Jahren Stadtfest hat es noch nie große Probleme gegeben. Die Sicherheitskräfte sind stets präsent, doch die Kosten in diesem Bereich sind erheblich gestiegen." 

Die Vereinsvertreter stimmten dem zu, zumal sich die Vereine mehrmals „in großer Runde" mit der Marketinggesellschaft zusammengesetzt und mehrere Varianten diskutiert hatten. „Wir stehen zu diesem Preis", erklärte Jürgen Donde und wies darauf hin, dass dieses neue Preissystem für einen längeren Zeitraum gelten werde, also seien in den nächsten Jahren keine weiteren Preiserhöhungen zu erwarten. „Wir haben über die Jahre sehr viel ehrenamtlichen Aufwand getrieben, sowohl in der Vorbereitung als auch in der Nachbereitung von Luthers Hochzeit. Doch es macht uns großen Spaß, diese Feste in der Gemeinschaft mitzugestalten. Mitmachen, nicht meckern, lautet unser Motto, für mich ist Luthers Hochzeit das Highlight des Jahres." 

Der „noch amtierende Lutherdarsteller" Klaus Pohl zeigte sich in der Runde ebenfalls begeistert: "Ich durfte es im Luthergewand erleben: Das Fest ist perfekt organisiert; viele Helfer, die man nicht sieht, wirken im Hintergrund. Und wir Vereinsmitglieder freuen uns, wenn sich viele Menschen beteiligen."





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