Andreas Wurda (l.), Leiter der Städtischen Sammlungen und Jan Wünsche von der Leipziger Agentur Kocmoc, die für die Museumskonzeption verantwortlich zeichnet. Foto: Wolfgang Gorsboth

 Andreas Wurda (l.), Leiter der Städtischen Sammlungen und Jan Wünsche von der Leipziger Agentur Kocmoc, die für die Museumskonzeption verantwortlich zeichnet. Foto: Wolfgang Gorsboth

26.02.2019

Derzeit wird am Lichtkonzept gefeilt, ein Motor fehlt noch

Stadtmuseum im Zeughaus nähert sich der Vollendung

Wittenberg (wg). Wann der Motor geliefert wird, ist nach Auskunft von Andreas Wurda, Leiter der Städtischen Sammlungen, noch offen. Denn ohne Motor kann sich das Karussell nicht drehen und können auch nicht die Aufbauten vom Tischler vollendet werden. 

Auch wenn im Stadtmuseum im Zeughaus noch Details der Vollendung harren, die Besucher sind zufrieden: „Die Resonanz ist seit der offiziellen Eröffnung des neuen Wittenberger Stadtmuseums hervorragend, wir verzeichnen 99 Prozent Zustimmung“, berichtet Wurda. Ebenso registriere man viele Anfragen auf Museumführungen und für Wittenbergs Stadtführer als wichtigen Multiplikatoren hat es einen eigenen Rundgang gegeben. 

Das Karussell, das mitten in „Riemers Welt“ steht, versammelt je ein völker- und naturkundliches Objekt und führt so in die Sammlung von Julius Riemer (1880-1958) ein: Der Sammler selbst ist als Bronzeplastik zu sehen, gezeigt wird der präparierte Elefantenfuß, der Riemer als Papierkorb diente, die große Schmucksmuschel, den präparierten Kopf eines Krokodils und vieles mehr. 

In der Etage mit „Riemers Welt“ wird derzeit der museumspädagogische Raum ausgestattet. In den Schauvitrinen wurde das Licht gedimmt auf ein Maß, wie es die Empfindlichkeit der ausgestellten Objekte erfordert. Derzeit werden über den Einzelvitrinen, die besondere Exponate zeigen, wie den gefälschten Schrumpfkopf, Pendelleuchten installiert, um sie ästhetisch ansprechend in Szene zu setzen. 

Auch im ersten Obergeschoss mit den „Streifzügen durch die Wittenberger Geschichte“ wurde und wird am Beleuchtungskonzept gearbeitet. Die in der Regel innen beleuchteten Vitrinen erhalten zur Minimierung der Blendwirkung Lamellen. 

Außerdem entstehen ein neuer Start- und Endpunkt der stadtgeschichtlichen Ausstellung: An der einen Kopfwand zeigt ein großes Landschaftsbild die Region, wie sie sich vor rund 10.000 vor Christus dargstellt haben könnte. In Vitrinen davor werden, den Epochen Jungsteinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit entsprechend, archäologische Funde ausgestellt wie der „weiße „Sand“, der bei Ausgrabungen im Keller des Lutherhauses gefunden wurde und für die Namensgebung der Stadt steht – „Weißer Berg“ für die Wehranlage auf dem weißen Flussufersand. 

Von der westlichen Kopfwand aus begibt sich der Besucher dann über die einzelnen Epochen der Stadtgeschichte zur östlichen Wand, die dem Thema „Erbe, Aufbruch, Zukunft“ gewidmet ist und über drei Monitore verfügt. Dargestellt wird nicht nur, wie sich Wittenberg seit der Wende entwickelt hat, sondern – auch anhand von Interviews – wie sich die Wittenberger die zukünftige Entwicklung ihrer Stadt vorstellen. Vorgesehen ist ebenso ein Kurzabriss der Geschichte der eingemeindeten Ortschaften. 

Aus ihrer Vitrine verschwunden ist die aufwendig restaurierte Madonna, die zum alten Stadtkirchenaltar gehörte, der 1546/47 durch den Reformationsaltar ersetzt wurde. Die Madonna ist eine Leihgabe für die Sonderausstellung der Stiftung Luthergedenkstätten, die sich vom 13. April bis 18. August „Maria zwischen den Konfessionen“ widmen wird.

Dafür wird in den nächsten Tagen eine der beiden Fahnen aufgestellt, die August der Starke dem sächsischen Infanterie-Regiment „Prinz Xaver“ schenkte und welche die Stadt 1908 an die Arsenalsammlung Dresden auslieh. 100 Jahre später kehrte eine der beiden Fahnen zurück, die andere bleibt verschollen. Fest installiert werden noch circa zehn bis 12 Medienstationen, die dem Museumsbesucher inmitten der Exponatfülle Hintergrundwissen vermitteln, zudem sollen die Wände der Technik bzw. Toiletten beherbergenden Würfel mit stadthistorischen Themen bebildert werden.






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