Renft wurde in der DDR ein Begriff für Opposition und Auflehnung gegenüber einer staatlich verordneten Kulturdoktrin.

Renft wurde in der DDR ein Begriff für Opposition und Auflehnung gegenüber einer staatlich verordneten Kulturdoktrin.

25.02.2019

50 Jahre Klaus Renft-Combo

"Renft" akustisch im Phönix

Wittenberg (WiSo) Die legendäre DDR-Kultband "Renft" ist auf Jubiläumstournee und gastiert am Freitag, dem 22. März, um 19.30 Uhr in der Phönix-Theaterwelt. Tickets im Vorverkauf gibt es in der Geschäftsstelle des Wittenberger Sonntag, Coswiger Straße 30 A, Tel. 03491 / 31 58 35, E-Mail  

Renft ist ostdeutsches Kulturgut und lebt in der Erinnerung vieler. Jeder im Osten Deutschlands kennt die Band. In keiner Plattensammlung fehlen ihre Lieder, Hoffnungsträger noch immer für ihre älter gewordenen Fans, stilistisch unabhängig von Mode und Trends, bezeugen ihre Lieder Unbeugsamkeit, erinnern an Zivilcourage. 

Bereits in den frühen 70er Jahren erreichte die Band Renft in der DDR Kultstatus, wurde Begriff für Opposition und Auflehnung gegenüber einer staatlich verordneten Kulturdoktrin. Ihre Songs, facettenreich, von Folk, Blues über Balladen bis hin zum Rock, erstürmten die Hitparaden. Renft wurde Hoffnungsträger für eine heranwachsende Generation, schuf eine Brücke für deren Integration in eine vom sozialistischen Alltagstrott bestimmten Gesellschaft. Immer wild und unberechenbar, wurde Renft durch das Verbot 1975 zur Legende. 

Nachdem inzwischen fünf frühere Bandmitglieder verstorben und zwei aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr live auftreten können, ist Leadsänger Thomas "Monster" Schoppe der letzte Überlebende einer Band, die für die Entwicklung der Rockmusik der DDR prägend war. Aus den Trümmern der 1990 neu gegründeten Klaus Renft Combo formte Monster 2007 die aktuelle Renft-Besetzung. Heute ist er sich der Bedeutung der Renft-Songs als kulturelles Erbe bewusster denn je. Ihm zur Seite stehen seitdem Urgesteine der DDR-Rockmusikszene: Delle Kriese an den Drums und Persussion, Marcus „Basskran“ Schloussen am Bass und Gitarrist Gisbert „Pitti“ Piatkowski. 

Um den textlichen Inhalten der Lieder noch mehr Ausdruckskraft zu verleihen, aber auch um den atmosphärischen Ansprüchen von Theater- und Kleinkunstbühnen gerecht zu werden, wählte die Band für die Konzerte ihre „50 Jahre Renft - Tournee“ bewusst eine musikalisch-akustische Darbietungsform und verzichtet dabei auf manche, für Rockmusik typische Stilistinnen. 

Natürlich werden die guten alten Renft- Songs wie „Wer die Rose ehrt“, „Zwischen Liebe und Zorn“, „Apfeltraum“, „Gänselieschen“, „Nach der Schlacht“ oder „Als ich wie ein Vogel war“ zu hören sein. Nicht mehr in Urbesetzung, aber mit hervorragenden Musikern.





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