22.02.2019

Stadtgut soll langfristig zum zentralen Treffpunkt werden

Reges Vereinsleben in Seegrehna

Wittenberg OT Seegrehna (wg). Langfristig soll das Stadtgut zum Dorfmittelpunkt entwickelt werden, dies sei auch im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Wittenberg 2017+ verankert, sagte Janine Stiller, Sachgebietsleiterin Stadtplanung, am Freitag beim Vor-Ort-Termin. Das zentral im Ort gelegene Objekt hat auch Aufnahme in die Leaderförderung gefunden, 12.000 Euro wurden für neue Fenster bewilligt. Hier möchte der Heimat- und Kulturverein Seegrehna e.V. eine Heimatstube einrichten.

„Wir haben den historischen Ortskern in der Lindenstraße mit seinen Drei- und Vierseitenhöfen und dem Stadtgut als prägendes Bauwerk“, berichtete Stiller, „und wir haben das Hofgestüt Bleesern als Denkmal mit nationaler Bedeutung.“ Ziel sei es, das historische Erbe zu erhalten.

Für den Reitverein „Auenhof Seegrehna“ werde ein B-Plan für einen Dressur, Reit- und Voltigierplatz erarbeitet, dessen Offenlage im Mai erfolgen und der im dritten Quartal des Jahres zur Satzungsreife geführt werden soll, vorgesehen ist eine Brachfläche Richtung Bodemar. Für Bauwillige gebe es entlang der Straßen in der Ortschaft noch ausreichende Baulücken und noch im Frühjahr des Jahres soll der Breitbandausbau für schnelles Internet in Seegrehna abgeschlossen sein. 

Bis das Stadtgut die Funktion eines Dorfgemeinschaftshauses übernehmen kann, wird noch viel Zeit vergehen. Bis dahin muss das Objekt in der Wittenberger Straße 21 diese Funktion übernehmen. Dort hatte zuvor der Seniorenklub „Herbstfreude“ sein Domizil, er hatte sich aber aufgelöst, weil die Mitglieder aufgrund ihres Alters den Nutzungsvertrag mit der Stadt nicht mehr abschließen wollten, dies wird nun der Heimat- und Kulturverein übernehmen. 

„Ohne unsere acht Vereine wäre das kulturelle Leben in Seegrehna tot“, erklärt Ortsbürgermeister Jochen Petzold. Von den 792 Einwohnern sind mehr als 500 vereinsmäßig organisiert, die größten Vereine sind der SV Seegrehena 1993 e.V. mit 136, der „Step & Fun 2000“ mit mehr als 100 und der Heimat- und Kulturverein mit 72 Mitgliedern. 

Außer dem Stadtgut und dem Objekt in der Wittenberger Straße 21, gibt es noch den Jugendklub, die Burgstallklause und den Sportplatz. Um alle Objekte in Stand zu halten, fehlt das Geld, räumliche Konzentration ist notwendig – auf den ehemaligen Seniorenklub. 2018 hat die Stadt 46.0000 Euro in die Decken- und Giebelsanierung investiert, derzeit erfolgt die Untersuchung der Tragfähigkeit der Decke im westlichen Teil des Hauses. 

Damit der ehemalige Seniorenklub zum Treffpunkt für Seegrehna werden kann, bedarf es weiterer Investitionen in die bauliche Substanz. Hier sollen Mitgliederversammlungen der Vereine und Ortschaftsratssitzungen ebenso durchgeführt werden wie private Familienfeiern. Der vor dem Haus befindliche Kinderspielplatz könnte aufgewertet und zum zentralen Spielplatz für die Orschaft entwickelt werden. 

„Alles, was sich in Seegrehna tut, ist gut für den Ort“, betonte Thomas Triszcz, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins, „Es muss im Ort vorwärtsgehen, sonst geht bei den Vereinen die Motivation verloren.“





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