06.02.2019

Ende des Jahres beginnt Aufbau der Ausstellung

Info- und Dokumentationszentrum WASAG kommt voran

Apollensdorf (wg). „Wir sind sehr weit mit unserer Fachplanung“, bestätigt Joachim Zander, Vorsitzender des Geschichts- und Forschungsvereins WASAG Haupt-Werk Reinsdorf e.V., im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. Der Verein hat sich die anspruchsvolle Aufgabe gestellt, im Pförtnerhaus und der Ambulanz des ehemaligen Krankenhauses Apollensdorf-Nord ein Informations- und Dokumentationszentrum der WASAG aufzubauen. 

Beide Objekte wurden von einer Tochtergesellschaft der Wittenberg Gemüse GmbH per Vertrag langfristig gepachtet. Die Baugenehmigung durch den Landkreis liegt vor, zum 1. März 2019 kann der Förderantrag für die bauliche Sanierung gestellt werden. Obwohl weder Fassade noch Statik verändert werden, war wegen der Umnutzung der beiden Objekte ein Bauantrag zwingend erforderlich, der Bestandsschutz war 2015 abgelaufen. 

„Bc Architekten und Ingenieure haben eine sehr zuverlässige Bauplanung erstellt und Dr. Wolfgang Bock, der für das Wittenberger Land zuständige LEADER-Manager, hat uns sehr gut beraten“, betont Zander. „Wir rechnen im Mai oder Juni mit dem Vorbescheid zur Förderung und hoffen, im Sommer mit den Baumaßnahmen beginnen zu können.“ Noch im November/Dezember des Jahres sollen die ersten Räume eingerichtet und mit dem Aufbau der Ausstellung begonnen werden. 

Rund 20.000 Euro Eigenmittel muss der Verein aufwenden, der dabei auf großzügige Geld- und Sachspenden zurückgreifen kann. Für die Ausstellung konnte ein Grafiker aus Bayreuth gewonnen werden, der die Entwurfsleistungen kostenfrei erbringt. 

Die Ausstellung wird in der ehemaligen Ambulanz zu sehen sein, dort wird auch ein Vortragsraum geschaffen, beide sind barrierefrei zugänglich. Im Pförtnerhaus wird der Verein seine Archiv- und Arbeitsräume haben. Auch eine Cafeteria wird es geben, die von den Vereinen, Senioren und anderen Interessierten aus Apollensdorf für Veranstaltungen und Feiern genutzt werden kann. 

Leben in der Ortschaft bereichern

„Wir wollen mit unserem Informations- und Dokumentationszentrum auch das Leben in der Ortschaft bereichern“, betont Zander. Durch die Schließung des Krankenhauses im Juli 2005 – „ein stilles Ende, ein Tod auf Raten“, so Zander – entgegen den Festlegungen im Fusionsvertrag von 1991 durch das Paul-Gerhardt-Stift, wurde vor allem Apollensdorf-Nord betroffen: „Infolge sehr schlechter Busverbindungen fühlen sich die Menschen abgekoppelt, es gibt keine Verkaufseinrichtungen mehr, keine Gaststätte, keine Kneipe und aus Kostengründen nicht mal mehr ein Wahllokal“, kritisiert Zander. 

Zur Europa- und Kommunalwal am 26. Mai 2019 wird der Verein in Kooperation mit Ortsbürgermeisterin Angela Menzel und dem Ortschaftsrat allerdings dafür Sorge tragen, dass im Pförtnerhaus ein Wahllokal eingerichtet wird, die Zustimmung der Stadt Wittenberg liegt vor. 

„Unser Informations- und Dokumentationszentrum soll zugleich auch ein Ortsbegegnungszentrum werden“, verspricht Zander. Um das Leben in der Ortschaft zu bereichern und zu entwickeln, hat der Verein bereits den „WASAG-Pokal“ ins Leben gerufen, ein Löschwettbewerb mehrerer Wehren im Rahmen des jährlichen Feuerwehrfestes. Ein „WASAG-Pokallauf“ ist in Planung. 

Zur Bereicherung des Ortslebens tragen auch die Vorträge zur WASAG-Geschichte bei, zu denen der Verein regelmäßig einlädt. „Die Resonanz ist sehr gut, der Raum im Vereinshaus des Kultur- und Traditionsvereins Apollensdorf ist mit 120 Besuchern immer bis auf den letzten Platz gefüllt“, so Zander. In Absprache mit dem Heimatverein Lutherstadt Wittenberg und Umgebung e.V. sollen die Vorträge deshalb künftig in der Leucorea wiederholt werden, damit interessierte Wittenberger ebenfalls in den Genuss kommen.




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