18.01.2019

Viermonatige Testphase für das mobile Bürgerbüro auf Rädern

Die Wittenberger Stadtverwaltung kommt zum Bürger

Wittenberg (wg). Mit dem mobilen Bürgerbüro auf Rädern weitet die Wittenberger Stadterwaltung ihren bürgernahen Service aus, am 4. Februar startet die viermonatige Testphase in der Bauernstube in Grabo.

„Das Konzept ist deutlich flexibler als das bisherige mobile Bürgerbüro mit dem Koffer, die Zahl der Standorte wurde ausgeweitet und das neue Konzept mit den Ortsbürgermeistern abgestimmt“, berichtet Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos). „Das mobile Bürgerbüro auf Rädern ist ein tolles Service-Angebot, an dem die Absicht der Lutherstadt Wittenberg deutlich zu erkennen ist, sich kontinuierlich zu einer vernetzten Stadtregion zu entwickeln, ganz im Sinne des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes.“ 

Viele ältere Bürger in der Stadt und ihren Ortsteilen sind aufgrund von Krankheiten, Gebrechen oder fehlendem Führerschein nicht mehr in der Lage, die Dienstleistungen des Bürgerbüros im Neuen Rathaus in Anspruch zu nehmen. Mit dem mobilen Bürgerbüro auf Rädern kommt die Verwaltung zum Bürger, im Härtefall und auf Anfrage auch direkt vor die Haustüre. 

Bereits 2006 wurden zwei standortgebundene Bürgerbüros in Reinsdorf und Pratau eingeführt. Veränderungen bei der Beantragung und Fertigung von Personaldokumenten erforderten mehr Technik, überdies führte die Gebietsänderungsreform zu Eingemeindungen auch peripher gelegener Ortsteile, was wiederum den Bedarf an mobilen Bürgersprechstunden erhöhte. 

„2008 haben wir unter dem Motto ‚Alles aus einem Koffer’ in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam einen ‚Bürgerkoffer’ entwickelt, ein 20 Kilogramm schweres Hightechgerät, mit dem sich alle Leistungen des Bürgerbüros im Rathaus auch mobil anbieten lassen“, so Kirchner. 2013 wurde dieser Prototyp von einem leichteren „Bürgerkoffer“ der Bundesdruckerei ersetzt. 

„Zuletzt waren wir mit diesem Koffer einmal im Monat von 14 bis 17 Uhr in Abtsdorf, Kropstädt, Straach, Reinsdorf und Pratau vor Ort“, erklärt Mandy Schleifer. Die Auswertung habe ergeben, dass die Nachfrage nach dieser Dienstleistung groß sei, es aber im Sinne der Daseinsvorsorge für eine älter werdenden Bevölkerung Bedarfe nach flexibleren Lösungen vor allem im ländlichen Raum gebe. 

„Aus dem mobilen Bürgerbüro ist deshalb ein mobiles Bürgerbüro auf Rädern geworden“, erklärt Schleifer, die das Konzept entwickelt hat. Die Sachbearbeitung findet im Bus statt, den sich die Mitarbeiter des Bürgerbüros künftig mit dem Stadtordnungsdienst teilen. Im Bus befinden sich Stromanschluss, Internetzugang, Standheizung, zwei Sitzplätze für Bürger, ein größerer Tisch für den Aufbau des Bürgerkoffers und en Sitzplatz für den Sachbearbeiter. 

„Nach Auswertung der viermonatigen Testphase behalten wir das Konzept bei oder stellen es komplett auf Anruf nach Bedarf um“, kündigt Schleifer an, „dann genügt ein Telefonanruf und das mobile Bürgerbüro ist geordert.“ 

Fahrplan für die viermonatige Testphase 

Jeden ersten Montag im Monat: 

* Grabo - Bauernstube 

* Berkau - Bushaltestelle 

* Straach - ehemalige Gaststätte Lindenhof 

* Nudersdorf – Friedhof/Feuerwehr 

* Schmilkendorf – Lindenallee/Kirchbergstraße 

Jeden ersten Dienstag im Monat: 

* Lerchenbergsiedlung Wittenberg – Am Altersheim 

* Dessauer Straße – Parkplatz Möbel Mit 

* Dresdener Straße – Parkplatz Intersport 

* Abtsdorf – ehemaliges Bürgerbüro an der Feuerwehr 

Jeden ersten Mittwoch im Monat: 

* Griebo – Gartenplatz und Seniorenpension „Am Biber“ 

* Apollensdorf – Höhe Betreutes Wohnen 

* Dobien – Dorfstraße, Kita am Sportplatz 

* Braunsdorf - Feuerwehr 

* Reinsdorf – ehemaliges Bürgerbüro 

Jeden ersten Donnerstag im Monat 

* Seegrehna - Burgstallklause 

* Pratau – ehemaliges Bürgerbüro 

Jeden zweiten Montag im Monat: 

* Köpnick - Orstmitte 

* Jahmo - Ortsmitte 

* Boßdorf – Am Dorfteich 

* Wüstemark – Dorfstraße, ehemalige Kneipe 

* Kropstädt – eheamliges Bürgerbüro




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