18.01.2019

Filialdirektor Sören Marx zieht positives Resümee für 2018

Neujahrsempfang der Deutschen Bank diesmal sturmfrei

Wittenberg (wg). „Wir haben in diesem Jahr explizit Frau ‚Friederike Stürmchen’ nicht eingeladen“, begrüßte Filialdirektor Sören Marx die circa 220 Gäste im Wittenberger Stadthaus und erinnerte an die Situation vor genau einem Jahr, als das Orkantief „Friederike“ rund die Hälfte aller geladenen Gäste sowie der Referenten an den Besuch des Neujahrsempfangs hinderte.

„2018 war für die Deutschen Bank ein herausforderndes Jahr und damit gab es kaum einen Unterschied zu den Vorjahren“, resümierte Marx. „Der von mir vor einem Jahr an dieser Stelle gelobte Vorstandsvorsitzende John Cyran wurde inzwischen von Christian Sewing ersetzt.“ Cyran habe seinen Job gut gemacht, Missstände in der Bank aufgearbeitet und die juristischen Streitereien beendet. 

Trotz des schwierigen Marktumfeldes habe sich die Ertragslage der Deutschen Bank stabilisiert. Dass die Deutsche Bank nach längerer Zeit wieder einen operativen Gewinn erwarte, sei auch ein Verdienst Cyrans. Über den Kurs der Aktie wolle er lieber nicht reden: „Es soll ein schöner Abend werden.“ 

Die Filiale Wittenberg habe bei allen Parametern gute Ergebnisse erzielt, obwohl bereits 2017 ein erfolgreiches Jahr gewesen sei. Die eingelegten Volumina der Kunde seien um sechs Millionen Euro auf nunmehr 240 Millionen Euro gestiegen: „Geld fließt nur dorthin, wo Vertrauen ist und Sie schenken uns Ihr Vertrauen.“ 

Die Bankenwelt ändere sich, sagte Marx mit Blick auf die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung. Die Zahl der Kunden, die vom Online-Banking Gebrauch machten, sei signifikant gestiegen und zwar unabhängig vom Alter. Dadurch ändere sich auch die Arbeitsstruktur in der Filiale: „Unsere Mitarbeiter haben mehr Zeit für aktive Kundenbetreuung und Kundenberatung.“

Auch künftig werde die Deutsche Bank in Wittenberg präsent sein, so gebe es kein aktuelles Schließungsprogramm, überdies sprächen viele Faktoren für den Standort: „Wir sind eine autarke Filiale auf Wachstumskurs.“ 

Ohne Volatilität keine Rendite

Früher gab es mehr Zinsen: Heike Ahlgrimm von der Flossbach von Storch AG gab einen Ausblick auf die Entwicklung der Märkte. Gab es vor zehn Jahren auf zehnjährige Bundesanleihen noch einen Wohlfühlzins von 4,29 Prozent, so aktuell magere 0,25 Prozent. Aus dem wohlgenährten Bundesadler ist ein Pleitegeier geworden. 

„Ich muss Ihnen die Illusion nehmen, dass sich an den niedrigen Zinsen in den nächsten Jahren etwas ändern wird“, betonte Ahlgrimm, „deshalb muss das Vermögensportfolio mit anderen rentablen Anlagen bedient werden.“ Dabei gelte grundsätzlich: Ohne Bereitschaft zur Volatilität gebe es keine Rendite. 

Aufgrund der immensen Staatsverschuldung zahlreicher Länder hätten die Notenbanken auch langfristig kein Interesse, ihre Geldpolitik zu ändern. Mit einen Schuldenquote von 230 Prozent seines Bruttoinlandproduktes (BIP) ist Japan Weltrekordhalter: Das Land hat seine Schulden vervierfacht, seine Zinslast gleichzeitig aber halbiert. Jeder Prozentpunkt Zinsen würde dem hochverschuldeten Italien 20 Milliarden Euro kosten, bei höheren Zinsen wäre das Land sofort pleite.

Ob die Zukunft eine ähnliche – und womöglich schwerere – Finanzkrise wie 2008 beschert, kann niemand vorhersagen, gleichwohl sprechen Finanzexperten von einer fragile Periode („The New Fragile“). Weil aber keiner weiß, wann und wie es knallt, gilt grundsätzlich: Weiterhin ruhig und diszipliniert anlegen. 

Wer eine Tag vor der Lehman-Pleite vor zehn Jahren in den MSCI-World Index investiert und im selben Jahr seine Aktien verkauft hätte, hätte ein Minus von 39,1 Prozent hinnehmen müssen. Wer indes durchgehalten hätte, so Heike Ahlgrimm, wäre mit einem Plus von 8,2 Prozent pro Jahr belohnt worden. 

Fakt sei, dass die fetten Jahre vorbei seien. Anleger, die langfristig auskömmliche Renditen erzielen wollen, kommen nicht umhin einen beträchtlichen Anteil ihres Vermögens in Qualitätsaktien und einem robusten, nicht einseitig ausgerichtetem Portfolio anzulegen – und damit auch Kursschwankungen (Volatilität) zu akzeptieren. 

„Das Problem in Deutschland ist, dass viele Menschen Angst vor Schwankungen der Aktienkurse haben und deshalb Chancen ungenutzt lassen“, sagte Ahlgrimm. 40 Prozent des Vermögens oder 2,3 Billionen Euro hätten die Bundesbürger unverzinst angelegt, ganze 5,5 Prozent seien in börsennotierten Aktien geflossen, damit läge Deutschland im internationale Ranking lediglich auf Platz 18. 

Erfolgreich in Megatrends investieren 

Wie man mit themenbezogenen Aktienfonds gute Renditen erwirtschaften kann, erklärte Andreas Lössl von Pictet Asset Management, einem schweizerischen Unternehmen, das sich auf Vermögensverwaltung konzentriert und 200 Milliarden US-Dollar verwaltet, davon entfallen 40 Milliarden Dollar auf das Themen-Investment. 

Einem erfolgreichen Themeninvestment liegt die Analyse von Megatrends zugute, dabei lassen sch die Schweizer vom Kopenhagener Institut für Zukunftsforschung beraten. Erfolgreiche Megatrends sind unter anderem Biotech, Gesundheit – und Wasser. 

Seit 1900 hat sich der Wasserverbrauch verneunfacht, die Weltbevölkerung wächst und die Ressource wird aufgrund des Klimawandels und der Umweltverschmutzung knapp. Deshalb lohnen Investitionen in Unternehmen, die sich mit der Wasserversorgung, Wasserentsorgung sowie Wassertechnologie und der Entwicklung intelligente Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft befassen. Wer in dem 2000 aufgelegten Wasser-Fonds investiert hat, konnte bis jetzt eine Rendite von 173 Prozent erzielen.






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