Sehr gut besucht war der 12. gemeinsame Neujahrsempfang des Landkreises Wittenberg und der Sparkasse am Freitagabend. Fotos: Oleg Alimov

Sehr gut besucht war der 12. gemeinsame Neujahrsempfang des Landkreises Wittenberg und der Sparkasse am Freitagabend. Fotos: Oleg Alimov

12.01.2019

Hohe Investitionen in Arbeitsplätze und in Bildung

12. Neujahrsempfang des Landkreises und der Sparkasse

Wittenberg (wg). 432 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft folgten am Freitagabend der Einladung zum 12. gemeinsamen Neujahrsempfang des Landkreises Wittenberg und der Sparkasse. Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) zog ein positives Fazit: „Langjährige Vorhaben konnten zum Nutzen unseres Gemeinwesens erfolgreich abgeschlossen werden.“ 

Die Unternehmen investierten auf hohem Niveau, der damit verbundene wirtschaftliche Erfolg sei eine gute Werbung für den Standort Landkreis Wittenberg. Mit sechs Prozent verzeichne man im Kreis die niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wende. Der Rückkehrertag im Dezember im Wittenberger Stadthaus sei nach der Premiere in 2017 erneut ein voller Erfolg gewesen: „Es gibt in der Heimat inzwischen wettbewerbsfähige Alternativen.“ 

 Investitionen in Bildung 

2019 werde der Kreis weiter in seine Bildungslandschaft investieren, dank der STARK III-Fördermittelbescheide könne ein Finanzvolumen von rund 20 Millionen Euro umgesetzt werden – die Sanierung des Hauses Melanchthon des Luther-Melanchthon-Gymnasiums in Wittenberg, der Ersatzneubau des Paul-Gerhardt-Gymnasiums in Gräfenhainichen sowie der Förderschule Holzdorf am neuen Standort in Jessen sowie die Sanierung der Förderschule Pestalozzi in Wittenberg. 

Nach der Vorstellung des ersten Bildungsberichtes und der ersten kommunalen Bildungskonferenz gehe es nun um die konzeptionelle Weiterentwicklung der kreislichen Bildungsstrategie. Als Stichworte nannte der Landrat Digitalisierung und Breitbandausbau, engere Kooperation lokaler Akteure, Erhöhung der Bekanntheit und Transparenz örtlicher und regionaler Bildungsangebote, Übergang Schule-Beruf sowie lebenslanges Lernen.

Leader-Aktionsgruppen

Einen wichtigen Beitrag leisteten auch die Leader-Aktionsgruppen mit ihrer Projektarbeit, um den Landkreis als Lebens- und Arbeitsort attraktiver zu machen. In 2019 stehen in den Aktionsgruppe Wittenberger Land, Dübener Heide sowie Mittlere Elbe/Fläming mehr als 30 Projekte an, um die kulturelle und sportliche Infrastruktur im ländlichen Raum zu erhalten und zu stärken sowie neue Impulse für die dörfliche Gemeinschaft und das generationenübergreifende Zusammenleben zu setzen. 

Zur positiven Bilanz gehöre auch das neue Ausbildungszentrum Brand- und Katastrophenschutz in Piesteritz in unmittelbarer Nachbarschaft zur SKW-Werksfeuerwehr und der neuen hauptamtlichen Wachbereitschaft der Lutherstadt. Mehr als 3.000 Besucher hätten sich zum Tag der offenen Tür selbst ein Bild von den vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten und den modernen Rahmenbedingungen verschafft. 

Engagement der Rettungskräfte 

Den Feuerwehren und den Hilfsorganisationen dankte der Landrat für ihren unermüdlichen Einsatz angesichts der von Hitze und Dürre geprägten Wetterlage in 2018. „50 Prozent der im vergangenen Jahr durch Waldbrände geschädigten Flächen in Sachsen-Anhalt befinden sich in unserem Kreisgebiet“, erklärte Dannenberg. Mehr als 300 Einsätze dienten allein der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden.

Die Großeinsätze nahe Serno, Schmilkendorf, Annaburg und der überörtliche Einsatz im brandenburgischen Treuenbrietzen hätten jedoch deutlich die Grenzen des ehrenamtlich organisierten Brandschutzes sowie Defizite in der erforderlichen technischen Ausstattung für derartige Einsatzlagen aufgezeigt: „In gemeinsamer Auswertung mit den Städten haben wir notwendige Forderungen schriftlich formuliert und gegenüber dem Land und den Forstbehörden angezeigt.“ 

Demokraten müssen sich positionieren

„Es gab im vergangenen Jahr leider auch Momente, zu denen einem immer noch die Worte fehlen“, erinnerte Landrat Dannenberg an das Flüchtlingsboot am Schwanenteich, das in der Nacht vom 9. auf dem 10. November (80 Jahre Reichspogromnacht) offenbar einem Brandsanschlag zum Opfer fiel. „Es verstetigen sich Entwicklungen, die unser demokratisches Gemeinwesen erheblich schaden und das Klima des Zusammenlebens vergiften“, warnte Dannenberg.

Leider gebe es keine kurzfristig wirkenden Patentrezepte auf die globalen wie regionalen Herausforderungen. Komplexe Problemlagen könnten nicht ähnlich wie im Online-Versand schnell und bequem gelöst werden: „Zur Jahresbilanz 2018 gehört auch die Erkenntnis, dass wir uns als Demokraten noch intensiver positionieren müssen gegenüber denen, die behaupten, sie würden entgegen aller Grundwerte Express-Lösungen liefern können.“ 

Ausdrücklich appellierte der Landrat an die Bürger, von ihrem Wahlrecht bei der Europawahl und den Kommunalwahlen Gebrauch zu machen: „Nutzen Sie Ihr Wahlrecht verantwortungsvoll, machen Sie sich die Mühe, die Parteien, die Kandidaten, ihre Programme und Aussagen und ihre politische Praxis kritisch zu prüfen.“ 

Seit 1990 seien die Sparkassen in Ostdeutschland Motor der wirtschaftlichen Entwicklung, betonte Michael Ermrich, Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, in seinem Grußwort. In den vergangenen 30 Jahren habe sich vieles verändert, habe man kurz nach der Wende noch auf einen Telefonanschluss warten müssen, gehe es heute um Digitalisierung, Bankgeschäfte könnten bequem online von zu Hause aus erledigt werden. 

Zu den wichtigen Standortfaktoren gehöre auch ein Angebot an Finanzdienstleistungen, die Sparkasse Wittenberg mit ihren mehr als 90.000 Kunden, die dem Institut rund 2,1 Milliarden Euro anvertraut hätten, sei dafür ein positives Beispiel.






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