11.01.2019

13 Akteure, acht Standorte, freier Eintritt

Erster „Tag der Wissenschaft“ am 18. Januar

Wittenberg (wg). 13 Akteure beteiligen sich an acht Standorten am ersten „Tag der Wissenschaft“ am 18. Januar, Initiator ist das Netzwerk „Wissenschaft in Wittenberg“, das sich im März 2018 zusammenfand. „Wir sind eine alte Universitätsstadt, haben aber aktuell keinen Universitätsstandort, gleichwohl wird in den Bereichen Naturwissenschaften und Medizin, Ingenieur-, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften Forschung vor Ort betrieben“, erklärt Dr. Marianne Schröter, Geschäftsführerin der Stiftung Leucorea. 

Das Netzwerk hat sich gegründet, um das Integrierte Stadtentwicklungskonzept 2030 (ISEK) mitzugestalten, dort sind vier Säulen für die Zukunft formuliert – eine davon hieß Wittenberg als Bildungs-, Tagungs- und Kongressstandort, diese Säule wurde nunmehr auf Betreiben des Netzwerkes um Wittenberg als Wissenschaftsstandort erweitert. 

Die Initiative zur Netzwerkgründung ging von Dr. Insa Christiane Hennen aus, Mitarbeiterin des an der Leucorea angesiedelten Forschungsprojektes „Ernestinisches Wittenberg“, das nach elf Jahren 2018 seinen Abschluss fand. „Wir sind kein geschlossenes Netzwerk, weitere Akteure sind willkommen“, betont Hennen, weitere Treffen und Aktionen seien geplant, auch gemeinsame Projekte von Netzwerk-Partnern. 

Mit dem „Tag der Wissenschaft“ wollen die Akteure zeigen, wer wo in Wittenberg zu welchen Themen forscht, 2020 soll es eine zweite Auflage geben mit dem Ziel, eine neue Tradition zu schaffen. „Wittenberg als Wissenschaftsstandort ist ein für die Identitätsstiftung der Stadt wichtiges Thema und gleichzeitig ein Wirtschaftsfaktor“, so Schröter. 

Vielfältiges Programm 

Mit dem „Tag der Wissenschaft“ stellt sich das Netzwerk erstmals der interessierten Öffentlichkeit vor und gewährt Einblicke in aktuelle Fragestellungen, Methoden und Projekte. Bespielt wird die komplette Altstadt vom Lutherhaus bis zum Schloss. 

Auftakt ist um 15 Uhr im Audimax in der Leucorea, dort stellt Dr. Hennen das „Netzwerk Wissenschaft in Wittenberg“ vor und um 16 Uhr wird eine Ausstellung eröffnet, in der sich die beteiligten Akteure vorstellen. Außerdem gibt es Grußworte unter anderem von Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, der maßgeblichen Anteil an der Gründung der Stiftung Leucorea hatte. 

Im Lectorium der Leucorea referiert ab 17 Uhr Dr. Schröter zum Thema „Kulturelle Wirkungen der Reformation – Skizze eines Forschungsprogramms“. Um das Entschlüsseln von Bild- und Textquellen geht es bei Vorträgen um 18 Uhr (Dr. Anke Neubauer) und um 19 Uhr (Tilman Pfuch). 

„Das akademische Lehrkrankenhaus Paul Gerhardt Stift in Forschung, Lehre und Krankenversorgung“ ist Thema eines Vortrags von Prof. Dr. Peter Jehle und Prof. Dr. Franz X. Kleber um 18.30 Uhr im Audimax. Über das Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF) informiert deren Direktor Prof. Dr. Peer Pasternack von 16.30 bis 20 Uhr im Seminarraum 10 und um 17 und 18 Uhr werden Bibliotheksrundgänge angeboten. 

Zum Thema „Faust und Luther“ spricht Mirko Gutjahr in der Stiftung Luthergedenkstätten (16.30, 17.30 und 18.30 Uhr) während Nick Schöne von 16 bis 19 Uhr im Begleitprogramm alchemistische Experimente zum Mitmachen anbietet. 

Begegnung mit alten Büchern

Die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek im Schloss lädt zur Begegnung mit alten Büchern ein. Diplom-Bibliothekarin Cordula Krol spricht um 17 Uhr über „Pflanzen-Schönheiten – eine Auswahl botanischer Abbildungen in alten Drucken“. Unter dem Motto „Mehr als nur ein Schutzumschlag“ widmet sich Pfarrer Matthias Piontek der Einbandkunst aus vier Jahrhunderten und Dr. Matthias Meinhardt, Leiter der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek, befasst sich mit historischer Reiseliteratur des Mittelalters und der Neuzeit.

Kunsthistorikerin Dr. Ulrike Brinkmann gewährt von 16.30 bis 20 Uhr in den Ausstellungsräumen der Stiftung Christliche Kunst Wittenberg im Schloss Einblicke in die Welt der Druckgrafik. 

Mit dabei ist der Freundeskreis Julius-Riemer-Sammlung, der zu drei Vorträgen in das Museum der Städtischen Sammlungen einlädt. Der Ethnologe Nils Seethaler referiert dort zu den Themen „Die Welt verstehen wollen – Wissenschaft und Religion“ (17 Uhr), „Forschen und Vermitteln – die Zukunft der Riemer-Sammlung“ (17.30 Uhr) sowie „Biodiversität und kulturelle Vielfalt“ (18 Uhr). 

Tesvolt im Science Center

Im „futurea Science Center“ präsentieren sich von 16.30 bis 20 Uhr unter dem Motto „Forschung und Entwicklung im Dialog“ SKW und das Agrochemische Institut Piesteritz, letzteres widmet sich dem aktuellen Thema „Ertragssicherung in der Landwirtschaft trotz Trockenheit“. Ebenfalls im Science Center stellt sich die Tesvolt GmbH vor und informiert an Hand von Stromspeichern über den Werdegang vom Start-up zum Technologieführer. 

„Erst kommt das Fressen und dann die Moral. Wo bleibt die Ethik in der Wirtschaft?“ – dieser Frage stellt sich Waldemar Hötte, Geschäftsführer des Wittenberg Zentrums für Globale Ethik im Wilhelm-Weber-Haus (17.30, 18.30 und 19.30 Uhr). „Kunst im Dritten Reich, das Jahr 1937“ ist das Thema eines Vortrags der Kunsthistorikerin Dr. Marlies Schmidt um 17 und 19 Uhr im Cranach-Hof, Markt 4, ebendort lädt Eva Löber, Geschäftsführerin der Cranach-Stiftung, um 18 Uhr ein zu einem Vortrag mit dem Titel „Unterwegs in Cranachs alter Apotheke.“

Einblicke ins Haus der Geschichte

Wer schon immer wissen wollte, wie Museen hinter den Kulissen arbeiten, dem gewährt das Haus der Geschichte in drei Veranstaltungen Einblicke in seine Arbeit. So zeigt das Museum Mode und Kleidung aus der DDR. Was man alles an Alltags- und Festkleidung der Ostdeutschen ablesen kann und welche spannenden Geschichten diese erzählen, thematisiert eine Projektpräsentation um 18.30 Uhr. Dr. Christel Panzig stellt um 17.30 Uhr Forschungsergebnisse zum Alltagsleben der Wittenberger im Ersten Weltkrieg vor und um 16.30 Uhr gewährt das Museum Einblicke in seine Foto und Dokumentensammlung. 

Hinweis

Das Programm findet um 20.15 Uhr seinen Abschluss mit einem Konzert in der Schlosskirche als der alten Universitätskirche. Es musizieren Mitglieder des Akademischen Orchesters der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen einschließlich des Konzerts in der Schlosskirche ist frei. Erster „Tag der Wissenschaft“ am 18. Januar




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