23.12.2018

Verleihung erfolgt zum Neujahrsempfang der Stadt am 4. Januar 2019

Lucas-Cranach-Preis 2019

Wittenberg (WiSo). Vier Preisträger hatte der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung für den Lucas-Cranach-Preis der Lutherstadt Wittenberg gewählt, insgesamt wurden 15 Kandidaten von Bürgern sowie Vertretern der Stadtgesellschaft vorgeschlagen. Die Ehrung erfolgt im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt am 4. Januar um 19 Uhr im Stadthaus. Jeder Preisträger erhält eine Cranach-Schlange in Silber und eine Urkunde. 

Der Lucas-Cranach-Preis ist nach der Ehrenbürgerwürde die höchste Auszeichnung, die die Lutherstadt Wittenberg vergibt. Dabei soll das Wirken des zu Ehrenden in besonderer Weise dem Gemeinwohl der Stadtgesellschaft gedient haben. Er kann auch für eine einmalige besondere Leistung verliehen werden. Die Auszeichnung wurde erstmalig 2016 in drei Kategorien verliehen. 

Arbeit im Ehrenamt

 In der Kategorie „Arbeit im Ehrenamt“ verleihen die Stadträte den „Lucas-Cranach-Preis“ an die 1992 mit kommunaler Unterstützung gegründete Deutsch-Russländische Gesellschaft (DRG). Aus der humanitären Hilfestellung für Kinder, die die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl 1986 überlebt hatten, entwickelte sich ein interkultureller Austausch mit Konzerten und Malworkshops, Jugendbegegnungen und Bürgerreisen. Die DRG setzt sich auch aktiv für einen wechselseitigen Wissenstransfer unter deutschen und osteuropäischen Medizinern ein. 

Das Wirken der DRG stellt ein wichtiges Fundament für das zivilgesellschaftliche Engagement dar und trägt beispielhaft dazu bei, Wittenberg als weltoffene und bunte Stadt zu profilieren. In einer Zeit, in der die Völkerverständigung wichtiger denn je geworden ist, braucht es dringend Initiativen wie die DRG, die als Botschafter und Brückenbauer zwischen den Kulturen agieren.

Impulse für die Stadt

In der Kategorie „Impulse für die Stadt“ zeichnet der Stadtrat die Tesvolt GmbH aus. Das 2014 von Daniel Hannemann und Simon Schandert in Wittenberg gegründete Unternehmen gewann den diesjährigen Deutschen Gründerpreis in der Kategorie „Aufsteiger“. Die Tesvolt GmbH zeichnet sich als Anbieter intelligenter und ökonomischer Stromspeicher aus und entwickelte einen wichtigen Baustein für die Energiewende. 

Das Unternehmen konnte im Laufe seiner vierjährigen Geschäftstätigkeit weltweit bereits mehr als 1.000 Projekte realisieren. Mit Erfindergeist, Produktivität und Erfolg weist es die Lutherstadt Wittenberg als modernen, innovativen und attraktiven Industriekultur-Standort aus und setzt gegenwärtig Impulse für die weitere Entwicklung und Positionierung der Stadt. 

Kunst und Kultur

In der Kategorie „Kunst und Kultur“ erhält Michael Marinov den Lucas-Cranach-Preis. Der professionelle Musiker, der einst am Mitteldeutschen Landestheater und an der Anhaltischen Philharmonie wirkte, leitet ehrenamtlich und sehr eindrucksvoll das Paul-Gerhardt-Orchester der Kreismusikschule Wittenberg. Seit nunmehr zehn Jahren gelingt es ihm, Amateure, Berufsmusiker und Musikschüler unterschiedlichen Alters, Charakters und Fähigkeiten zu einem homogenen Ganzen zu verbinden, das Musikerlebnisse schafft, die die Menschen berühren. Unter seiner Leitung spielt das Paul-Gerhardt-Orchester eine wichtige Rolle in der lokalen Musiklandschaft und prägt das kulturelle Geschehen der Lutherstadt spürbar. Des Weiteren engagiert sich Marinov für die internationale musikalische Jugendbegegnung, er hat die Organisation und Systematisierung eines umfangreichen Notenarchivs übernommen und musiziert ebenfalls erfolgreich in der kammermusikalischen Formation „Trio ad libitum“. 

Sonderpreis

Der Sonderpreis des Lucas-Cranach-Preises geht an Yadegar Asisi. Neben Berlin, Leipzig, Dresden, Pforzheim und der französischen Stadt Rouen zählt die Lutherstadt seit dem 21. Oktober 2016 zu den Ausstellungsorten des renommierten Künstlers. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums 2017 konzipierte und gestaltete er das 360°-Panorama „Luther 1517“. Das Bild zeigt die mittelalterliche Altstadt zu Zeiten des geschichtsträchtigen Thesenanschlags durch Martin Luther. Zahlreiche Details, raffinierte Sound- und Lichteffekte und eine aufwendige Gestaltung bieten dem Betrachter verschiedene Möglichkeiten, sowohl die Reformation als auch ihren Ursprungsort kennenzulernen. Mit seinem Panorama „Luther 1517“ gelang es Asisi, die originalen Reformationsschauplätze in Wittenberg für Groß und Klein erlebbar zu machen. Mit mehr als 480.000 Besuchern entwickelte sich das Panoramakunstwerk zu einem Touristenmagneten, der das kulturelle Angebot in der Region attraktiv und zeitgemäß ergänzt. 

Mit der Beschlussfassung des Stadtrates zur ersten Änderung der Ehrensatzung im Juni 2017 besteht zusätzlich die Möglichkeit, den Lucas-Cranach-Preis in einer vierten Kategorie als Sonderpreis zu verleihen.




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