20.12.2018

Vermüllte Biotonnen: Künftig droht Bußgeld

Müllgebühren sinken, Abfallfibel 2019 wird zugestellt

Wittenberg (wg). „Im Rahmen der Überprüfung der Kalkulation der Abfallgebühren für den Zeitraum 2016 bis 2018 ergab sich eine Überdeckung in Höhe von knapp einer Million Euro“, erklärt Vizelandrat Jörg Hartmann (CDU), „diese Überdeckung haben wir in der Neukalkulation für die Jahre 2019 bis 2021 berücksichtigt, so dass die Abfallgebühren gesenkt werden können.“ 

Die personenbezogene Leistungsgebühr pro Person sinkt von 28,10 Euro auf 26,77 Euro, die mengenbezogene Leistungsgebühr für die 120 Liter Restmülltonne von 5,83 Euro auf 4,23 Euro. 

Die Entsorgung der 120 Liter Biotonne verteuert sich geringfügig von 3,26 Euro auf 3,76 Euro, der Grund: „Wir haben hier eine Unterdeckung, weil viele Biotonnen nicht genutzt werden, weil die Haushalte Kompostiermöglichkeiten haben, wir als Kreis aber Miete für die Behälter zahlen müssen“, erläutert Heiko Tschetschorke, Fachdienstleiter Umwelt und Abfallwirtschaft. Wer keine Biotonne benötigt, möge diese an den Landkreis zurückgeben. 

Neu ist die Regelung, dass jeder Hauhalt im Kreis einen eigenen Restmüllbehälter vorzuhalten hat oder sich mit an einen Restabfallbehälter anschließt. „Damit“, so Tschetschorke, „folgen wir einer Empfehlung des Landesrechnungshofes, mit dem Ziel Rechtssicherheit herzustellen.“ Mit der Einführung eines Mindestbehältervolumens werde keine Mindestentleerung eingeführt. 

Pro Einwohner ist ein Behältervolumen von mindestens fünf Litern pro Woche vorzuhalten, das heißt bei einem vierwöchigen Abfuhr-Rhythmus, dass bis zu sechs Personen eine 120 Liter Restabfallbehälter nutzen können. Für Biotonnen gilt, falls eine Eigenverwertung nicht möglich ist, ein Mindestbehältervolumen von drei Litern pro Woche und Einwohner, das bedeutet, dass bei einem zweiwöchigen Entleerungs-Rhythmus bis zu 20 Personen eine 120 Liter Biotonne nutzen können. 

„Ein Problem ist nach wie vor die unsachgemäße Vermüllung der Biotonnen durch Plastikabfälle und Abfälle, die in die Restmülltonne gehören“, berichtet der Fachdienstleiter. Dies schmälert die Qualität des Kompostes, für die der Bundesgesetzgeber strengere Kriterien eingeführt hat. 

Auch im Handel erhältliche sogenannte kompostierbare Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne, da der Verrottungsprozess viel zu lange dauert. „Wir werden künftig gezielt stichrobenartige Kontrollen durchführen“, kündigt Tschetschorke an, „wo wir Ordnungswidrigkeiten feststellen, werden diese mit einer Geldbuße geahndet.“

Ebenfalls neu ist, dass die Fälligkeit zur Zahlung der Abfallgebühren von zwei Terminen auf einen Termin zum 15. April konzentriert wird, die entsprechenden Bescheide werden Mitte März 2019 verschickt. Es besteht auch weiterhin die Möglichkeit, bei Bedürftigkeit Stundungsanträge zu stellen oder Ratenzahlungen zu vereinbaren. 

„Altpapier, vor allem Pappe und Kartonagen, werden oft ungeordnet neben den vollen Tonnen für Altpapier gestellt“, kritisiert Tschetschorke. Dies führe bei den Entsorgungstouren zu Verzögerungen und störe die organisatorischen Abläufe erheblich. Pappe bzw. Kartonagen sollten gebündelt neben die Tonnen gestellt werden. Bei regelmäßigem Mehraufkommen könne eine zusätzliche Tonne bestellt werden. 

Abfallfibel 2019

Die Abfallfibel 2019 für den Landkreis Wittenberg wird ab dem 21. Dezember 2018 an alle Haushalte verteilt. Wer bis zum Jahresende kein Exemplar erhalten hat, meldet sch bitte bei der Abteilung Abfallwirtschaft, Tel.: 03491/479 824 oder . Auf der Internetseite des Kreises sind unter www.landkreis-wittenberg.de die Abfallfibel sowie die Tourenpläne der jeweiligen Städte eingestellt.

Hinweise

Die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft bitten darum, dass Um- oder Wegzüge rechtzeitig mitgeteilt werden. Anträge auf Ermäßigung der personenbezogenen Leistungsgebühr( Studenten, Azubis, Montagearbeiter, Wehrdienstleistende) müssen jedes Jahr neu gestellt werden. Bei Problemen mit der geben Tone wenden sich Bürger direkt an den zuständigen Versorger Alba Sachsen GmbH, Tel.: 034927/ 70 00.




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