Dirk Wald (l.), Leiter Veranstaltungs-Management und ein Teil des fünfköpfigen Teams, das für Stadthaus, Exerzierhalle und Altes Rathaus zuständig ist. Foto: Wolfgang Gorsboth

Dirk Wald (l.), Leiter Veranstaltungs-Management und ein Teil des fünfköpfigen Teams, das für Stadthaus, Exerzierhalle und Altes Rathaus zuständig ist. Foto: Wolfgang Gorsboth

19.11.2018

Schnelles Internet und Hotelstruktur als Herausforderungen

Stadthaus und Exerzierhalle: Wittenberg als Tagungsstandort

Wittenberg (wg). Für Stadthaus und Exerzierhalle ist eine neue Entgelt-Ordnung in Vorbereitung, die im Januar 2019 in Kraft treten soll. „Die Preise für gemeinnützige Veranstaltungen bleiben konstant, erklärt Dirk Wald, Leiter Veranstaltungs-Management, im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag, „wiederkehrende, traditionelle und regional durchgeführte Formate genießen bei der Buchung Priorität, denn beide Häuser sind Häuser der Bürgerschaft und diesen Auftrag nehmen wir ernst.“ 

Die neue Entgelt-Ordnung betrifft ausschließlich kommerzielle Veranstaltungen mit dem Ziel, den Kostendeckungsgrad zu erhöhen und Rücklagen zu erwirtschaften, um erforderliche Investitionen wie in neue Technik aus eigener Kraft stemmen zu können. Einen Abbruch bei den kommerziellen Events befürchtet Wald indes nicht, bis jetzt sind 74 Veranstaltungen für das kommende Jahr gebucht, darunter langjährige Partner. 

Wittenberg als Standort für Kongresse, Tagungen, Bildung und Wissenschaft ist eine der vier Säulen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts 2017+. „Als Stadt der kurzen Wege, aufgrund der zentralen Lage mit ICE-Halt und dank profilierter Veranstaltungsorte, zu denen außer Stadthaus und Exerzierhalle auch das Alte Rathaus, die Leucorea und die Evangelische Akademie gehören, bieten wir für diese Säule gute Voraussetzungen“, betont Wald, „aber es gibt noch Herausforderungen.“ 

Vorstände großer Konzerne hätten in der Vergangenheit ihr Interesse bekundet, Sitzungen in Wittenberg durchzuführen, gescheitert sei dies am Hotelangebot. „Für Konferenzen hochrangiger Vorstände braucht es in Wittenberg eines Fünf-Sterne-Hotels oder mindestens eines Vier-Sterne-Hotels mit 150 Betten“, bestätigt Wald entsprechende Anfragen. Überdies bedürfe es eines Conventionbüros, das die Flexibilität böte, alles aus einer Hand zu buchen – von der Tagung über das Begleitprogramm und das Catering bis hin zur Übernachtung. 

Für die Digitalisierung müssen künftig Mindestanforderungen erfüllt werden, indem die Breitbandverbindungen auf mindestens 100 Mbit/s (zur Zeit: 50 Mbit/s) erhöht werden: „Der Streaming-Betrieb wird bei Konferenzen immer wichtiger und da geht es um enorme Datenmengen.“ Die sonstige technische Ausstattung des Stadthauses kann sich sehen lassen, auch dank modernster Videotechnik. Die neue, von Fachleuten exakt eingemessene Soundanlage inklusive spezieller Mikrofontechnik ermöglicht bei Konzerten eine hochklassige Qualität, bei Klassik-Konzerten ohne Technik-Einsatz sorgt die Architektur für eine hervorragende Akustik. 

Seit dem 1. Januar 2018 ist ein Mitarbeiter speziell für das Alte Rathaus zuständig: „Das Ambiente des Hauses, das zusätzliche Seminarräume bietet, erweist sich als optimale Ergänzung zu Stadthaus und Exerzierhalle.“ Auch als Veranstaltungsort genieße das Alte Rathaus in der Bürgerschaft eine hohe Akzeptanz. 

„Wir testen, ob sich einzelne Räume im Alten Rathaus als Coworking Spaces vermarkten lassen“, berichtet Wald. 

Coworking Spaces sind Büros auf Zeit, die zum einen eine vollständige Infrastruktur (Schreibtisch, Internet, Drucker, etc) anbieten, zum anderen aber auch Möglichkeiten der Vernetzung mit anderen Institutionen und Freiberuflern schaffen können. Zur Zeit nutzt eine in der Jugendarbeit engagierte Akademie dieses Angebot. „Viele Auswärtige, insbesondere auch aus dem Ausland, suchen in Wittenberg temporäre Arbeitsplätze“, so Wald. Anfang 2019 steht auch im Alten Rathaus leistungsfähiges Wlan zur Verfügung. 

133 Veranstaltungen wurden 2017 in Stadthaus und Exerzierhalle durchgeführt, 2018 werden es voraussichtlich 138 sein. Für 2018 wird für die Exerzierhalle eine Kostendeckung von 94 Prozent, für das Stadthaus von knapp 60 Prozent angestrebt. Das Stadthaus wird zu 30 Prozent für Veranstaltungen der Stadt, zu 22 Prozent für gemeinnützige und zu 48 Prozent für kommerzielle Veranstaltungen genutzt.




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