Beim symbolischen Spatenstich in Zahna: Dr. Peter Lubitzsch und Karsten Siebner, die beiden Geschäftsführer von wittenberg-net, Marion Winkler vom Fachdienst Raumordnung und Regionalentwicklung, Peter Müller, Bürgermeister von Zahna-Elster und Philipp Brückner von atene Kom, Projektträger des Breitbandausbaus im Auftrag des Bundes. (v.r.n.l.). Foto: Wolfgang Gorsboth

Beim symbolischen Spatenstich in Zahna: Dr. Peter Lubitzsch und Karsten Siebner, die beiden Geschäftsführer von wittenberg-net, Marion Winkler vom Fachdienst Raumordnung und Regionalentwicklung, Peter Müller, Bürgermeister von Zahna-Elster und Philipp Brückner von atene Kom, Projektträger des Breitbandausbaus im Auftrag des Bundes. (v.r.n.l.). Foto: Wolfgang Gorsboth

19.11.2018

Spatenstich für Hochgeschwindigkeits-Internet in Zahna-Elster

Wittenberg-net investiert in unterversorgte Ortschaften

Zahna-Elster (wg). „Es gibt Ortsteile in unserer Stadt, da sind Brieftauben schneller als das Internet“, sagte Bürgermeister Peter Müller (Freie Wähler) beim symbolischen ersten Spatenstich für eine leistungsstarke Breitband-Infrastruktur an der Jüterboger Straße in Zahna und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. Weniger lustig ist allerdings die Tatsache, dass das Verfahren inklusive der Vorplanungen drei Jahre in Anspruch genommen hat. 

Bereits 2016 hatten die Wittenberger Stadtwerke mit ihrer Telekommunikationstochter wittenberg-net den Zuschlag erhalten, im selben Jahr wurde der Fördermittel-Antrag gestellt, doch die bürokratischen Mühlen bei Bund und Land mahlen langsam: Der finale Bescheid steht immer noch aus, allerdings wurde ein vorzeitiger Maßnahmebeginn bewilligt. 

„Zahna-Elster ist erst die zweite Kommune im Kreis, in welcher der Breitband-Ausbau wirklich gestartet ist“, berichtet Marion Winkler, Fachdienstleiterin für Raumordnung und Regionalplanung beim Landkreis, dort laufen die koordinatorischen Fäden für schnelles Internet zusammen. 

Bis 2020 erhalten Dietrichsdorf, Elster, Gadegast, Gallin, Gielsdorf, Iserbegka, Külso, Listerfehrda, Meltendorf, Mühlanger, Zahna, Zemnick, Zörnigall und Woltersdorf schnelle Internetanbindungen mit mindestens 50 Mbit/s, damit werden in Zukunft circa 5.000 Haushalte sowie 950 Gewerbebetriebe versorgt. Sieben Millionen Euro werden investiert, davon entfallen 3,9 Millionen Euro auf Fördermittel des Bundes und des Landes. 

Für die Stadtwerke-Gruppe, die Zahna mit Erdgas versorgt, bedeutet der Internet-Ausbau eine Ausweitung der Zusammenarbeit auf den Bereich der Telekommunikation. „Wir verstehen uns nicht nur als Dienstleister für die Lutherstadt, sondern für die gesamte Region“, betonte Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Joachim Herrmann. „Das Breitbandnetz in Zahna-Elster ergänzt unsere vorhandene Infrastruktur optimal und bringt den Breitbandausbau im Kreis Wittenberg insgesamt weiter voran.“

Schnelles Internet ist nicht nur für Unternehmen von existenzieller Bedeutung, sondern auch entscheidend für die Wohnattraktivität. „Mit dem Breitbandausbau in Zahna-Elster bringen wir die Region weiter voran und halten die Wertschöpfung langfristig vor Ort“, erklärte Dr. Peter Lubitzsch, Technischer Leiter der Stadtwerke und Geschäftsführer der wittenberg-net. „Gleichzeitig nutzen wir die Synergien verschiedener Infrastrukturen, indem über die verlegten Datenkabel gleichzeitig die Energienetze digitalisiert und damit steuer- und regelungstechnisch fit für die Energiewende gemacht werden.“ 

Von Wittenberg aus wird über Kropstädt und Wüstemark eine Internettrasse nach Zahna gebaut, dort befindet sich ein sogenannter Point of Presence, ein Knotenpunkt, von dem aus die bislang 14 unterversorgten Ortschaften angebunden werden, wobei von Gadegast eine Trasse wieder nach Wittenberg zurückführt. „Mit dieser Ringstruktur bieten wir die höchstmögliche Versorgungssicherheit“, erläuterte Karsten Siebner, Geschäftsführer von wittenberg-net. „Mit der insgesamt 40 Kilometer langen Glasfasertrasse legen wir den Grundstein für die kommende Gigabit-Gesellschaft.“

27 Datenschränke werden in den Ortschaften aufgestellt, sieben Orte erhalten einen FTTH-Anschluss (Fiber to the Home), also eine direkte Anbindung des Endnutzers an das Glasfaserkabel. 

Wittenberg-net hat auch den Zuschlag für die Stadt Oranienbaum-Wörlitz erhalten, hier erfolgt der Breitband-Ausbau ab 2019, außerdem für Raguhn-Jeßnitz im Kreis Anhalt-Bitterfeld. Ebenfalls aktiv ist die Stadtwerke-Tochter in Zerbst, dort werden das Gewerbegebiet sowie einige Ortschaften erschlossen. „Wir haben von Wittenberg bis Zerbst eine 30 Kilometer lange Fernleitung verlegt“, so Lubitzsch.




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