Siegrun Höhne leitet mit Gerd Pfeiffer das nächste „Bauernfrühstück“ im Kirchlichen Forschungsheim. Foto: Marchewka/Archiv

Siegrun Höhne leitet mit Gerd Pfeiffer das nächste „Bauernfrühstück“ im Kirchlichen Forschungsheim. Foto: Marchewka/Archiv

13.11.2018

Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften als neue Initiative

„Bauernfrühstück“ zum Thema Solidarische Landwirtschaft

Wittenberg (wg). „Solidarische Landwirtschaft im Raum Wittenberg?“ lautet das Thema des nächsten „Bauernfrühstücks“ am 17. November 2018 ab 10 Uhr im Kirchlichen Forschungsheim in der Wilhelm-Weber-Straße 1a. Die Leitung haben Siegrun Höhne von der Evangelischen Akademie und Dr. Gerd Pfeiffer vom Arbeitskreis Landwirtschaft und Umwelt. 

Wie können Verbraucher regionale, frische und ökologische Lebensmittel konsumieren, ohne sie selbst anbauen zu müssen? Wie können sie hautnah erleben, woher das Gemüse kommt und welche Vielfalt möglich ist? 

Denkbare Antwort: Ein fester Kreis von Verbrauchern finanziert einen landwirtschaftlichen Betrieb und sichert sich die Eigenversorgung mit nachhaltig und hochwertig erzeugten Lebensmitteln. Die Mitglieder strecken dem Bauern das Geld für Saatgut, Löhne und landwirtschaftliches Gerät vor, entscheiden gemeinsam mit ihm, was und wie angebaut wird, und erhalten im Gegenzug ihren Anteil an Obst, Gemüse, Fleisch und Eiern.

„Die Idee nennt sich Solidarische Landwirtschaft und ist dabei, auch in Deutschland Fuß zu fassen“, berichtet Höhne. Durch den persönlichen Bezug zueinander erfahren Produzenten und Verbraucher die Vorteile einer nichtindustriellen und marktunabhängigen Landwirtschaft. Dank extensiver Bewirtschaftungsmethoden, kurzer Transportwege und kompakter Wertschöpfungskreisläufe werden regionale Strukturen gestärkt und Klima und Ressourcen geschont.

Solidarische Landwirtschaft zielt auf die Erzeugung gesunder Lebensmittel, Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, die Wertschätzung der landwirtschaftlichen Arbeit, den Erhalt und die Wiederentdeckung der Sortenvielfalt, den weitgehenden Verzicht auf fossile Energieträger und die Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders. 

„Wir stellen funktionierende Initiativen vor und diskutieren, ob so ein Projekt in unserer Region gelingen kann“, erklärt Höhne. Die Wittenberger Initiative „Gemüsegenuss gemeinsam geteilt“, die eine Solidarische Landwirtschaft aufbauen möchte, informiert über ihre Ideen und Ziele, dabei möchte sie Interessierte begeistern und Unterstützer gewinnen. 

Nach der Veranstaltung gibt es um 13.15 Uhr ein öffentliches Treffen mit dem Arbeitskreis Umwelt und Landwirtschaft. 

Hintergrund:

Die Idee der Solidarischen Landwirtschaft wurde in den USA geboren, der Pionier war jedoch ein Deutscher. Heute existieren in den USA mehrere Tausend solcher Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften. Die Zahl der Solidarhöfe in Deutschland wird von Experten auf rund 50 geschätzt – ein zartes Pflänzchen, das zwar langsam, dafür aber stetig wächst. 

Hinweis:

Interessenten werden um Anmeldung unter Tel.: 03491/49 88 33, 49 88 11 oder E-Mail: gebeten. Es wird ein Kostenbeitrag von fünf Euro erhoben.




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