GWK-Präsident Michael Fredersdorf schwingt den Rathausschlüssel, OB Torsten Zugehör freut sich über den kleinen Buddha. Foto: Wolfgang Gorsboth

GWK-Präsident Michael Fredersdorf schwingt den Rathausschlüssel, OB Torsten Zugehör freut sich über den kleinen Buddha. Foto: Wolfgang Gorsboth

11.11.2018

OB Zugehör übergab einmal mehr eine leere Stadtkasse

GWK eroberte sich den Rathausschlüssel

Wittenberg (wg). Mit Sekt, Saft und Faschingskrapfen wurde im Alten Rathaus der Auftakt der fünften Jahreszeit gefeiert, kurz zuvor stürmten die Narren von der 1. Großen Wittenberger Karnevalsgesellschaft 1991 e.V. (GWK) punkt 11.11 Uhr die Treppen zum Rathaus und GWK-Präsident Michael Fredersdorf eroberte sich von Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) den symbolischen Rathausschlüssel.

„Jetzt beginnt wieder die fünfte Jahrszeit, die Narren haben die Macht und wir als Verwaltung hoffen, dass eine lange und ruhige Zeit beginnt“, sagte der OB mit Anspielung auf die Tatsache, dass Aschermittwoch erst am 6. März 2019 ist, mithin die Session sehr lange dauert, was den Narren Stehvermögen abverlangen dürfte. 

Zugehör verwies auf die leere Stadtkasse und der bisweilen widersinnigen Finanzausstattung der Kommunen, die bei sinkenden Steuereinnahmen zwar mehr Geld vom Land bekämen, dies aber gleich an den Kreis als Umlage weiterreichen müssten, andererseits aber nicht arm genug seien, Fördermittel in Anspruch nehmen zu dürfen. 

„Wenn ihr dieses Problem löst, dürft ihr euch alle ins Goldene Buch der Stadt eintragen“, ermuntere der OB die Narren, die allerdings nicht sonderlich beeindruckt erschienen: „Warum sollte es der Stadt besser gehen als dem kleinen Steuerzahler“, wunderte sich GWK-Präsident Fredersdorf, der es längst gewohnt ist, in der fünften Jahreszeit eine leere Stadtkasse verwalten zu müssen: „Jedes Jahr zu Aschermittwoch geben wir die Stadtkasse reichlich mit Schokoladen-Talern gefüllt zurück.“  

Für das Stadtoberhaupt hatte Fredersdorf auch ein Mitbringsel von seinem Urlaub in Vietnam und Kambodscha – einen kleinen Buddha, der angesichts der finanziellen Probleme der Stadt für die nötige Gelassenheit sorgen soll. 

OB Zugehör wünschte dem GWK und allen anderen Karnevalsvereinen in den Ortsteilen eine erfolgreiche Session und lobte vor allem die Arbeit mit dem Nachwuchs, die nicht erst am 11. November beginne, sondern das ganze Jahr über intensiv gepflegt werde. „Die GWK ist außerdem ein Verein, der sich als Teil dieser Stadtgesellschaft versteht und nicht nur Tralala auf seine Fahnen geschrieben hat“, betonte der OB. 

Die Schlüsselübergabe wurde durch tänzerische Einlagen umrahmt, ihr Können zeigten das 14-jährige Tanzmariechen Lea und das zehnjährige Nachwuchsfünkchen Anna, die am Sonntag ihren ersten öffentlichen Auftritt mit Bravour absolvierte. „Wir haben kein Nachwuchsproblem, von den 40 Mitgliedern sind mehr als 50 Prozent Kinder und Jugendliche“, freute sich Fredersdorf im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag, „aber wir suchen derzeit dringend Tanzlehrer.“ 

Am 2. März, 20.11 Uhr, feiert die GWK ihre große Prunksitzung im Piesteritzer Hof. Am 17.11. ist der GWK zu Gast beim Reinsdorfer Carneval Club im Gesundbrunnen und wird im Januar auch beim Gardefunkenabend der Kropstädter Narren ebenso dabei sein wie beim traditionellen Best-of-Programm der Trebitzer.




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