04.11.2018

zu: Im Interesse unserer Kinder: Eltern klagen gegen Kemberg

Probleme können mit Ignorieren nicht gelöst werden

Joseph Pulitzer hat einmal gesagt: „Eine Nachricht ist erst dann eine Nachricht, wenn der zweite Blick den ersten Blick bestätigt.“ Im Falle der Stadt Kemberg hat der zweite Blick nicht nur den ersten Blick bestätigt, sondern auch offengelegt, dass „nicht sehen, nicht hören, nicht reden“ in der Zusammenarbeit mit uns Eltern in über der Hälfte der Kitas in Kemberg Methode hat. 

Da muss man nicht extra noch darauf hinweisen, dass es Gesetze gibt, die eine Beteiligung der Eltern vorgeben. Oder gar an das eigene Leitbild der kommunalen Kindertageseinrichtungen der Stadt Kemberg erinnern, in dem es heißt: „Die Eltern werden als kompetente Partner unserer Arbeit in den Entwicklungsprozess ihres Kindes einbezogen. Gegenseitiger Respekt, Achtsamkeit und offene Kommunikation sind die Basis für eine vertrauensvolle Beziehung untereinander.“ 

Ein Mitglied des Stadtrates bezeichnet unser Vorgehen als „Zwergenaufstand“, der Bürgermeister, Herr Seelig, nannte es gar „Affenzirkus“. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit der Stadtrat über die Situation tatsächlich im Bilde ist, weil der Bürgermeister unsere Gesprächswünsche seit Jahren abwiegelt. Zuletzt teilte er mit, dass „…nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden des Stadtrates sowie dessen Stellvertreterin und den Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat …von allen Vertretern zu der von Ihnen angesprochenen Problematik der Schließzeiten ein Gesprächstermin als entbehrlich angesehen wird.“

Wenn aber gleichzeitig Stadträte an uns herantreten mit dem Vorwurf, wir hätten die angekündigten Gespräche nicht geführt, lässt dies vielerlei vermuten: Zunächst, dass der Bürgermeister sich erneut nicht ganz an die Wahrheit gehalten hat, um zu verhindern, dass ein Informationsaustausch zwischen Elternvertretung und Stadtrat zustande kommt. 

Wir können nur an die Kemberger Stadträte appellieren, das Gespräch zu suchen, sich selbst ein Bild zu machen und nur einen Moment in Betracht zu ziehen, dass unsere Vorwürfe begründet und belegbar sein könnten. 

Sollten die Gerichte in unserem Sinne entscheiden, hat das Gründe. Spätestens dann sollte auch unsere Auffassung, und nicht nur die von Herrn Seelig, angehört werden. Spätestens dann sollte die Frage gestellt werden, warum der Bürgermeister wider besseres Wissen die Kosten mehrerer Rechtsstreite riskiert hat. 

Wenn unser Elternabend eines klar und deutlich offengelegt hat, dann, dass dringend Gespräche mit der Elternschaft stattfinden müssen. Es ist aus vielen Kemberger Kitas über Probleme berichtet worden. Diese Probleme gehen weit über die Schließzeiten hinaus und können mit einem stetigen Ignorieren nicht gelöst werden. Wir schlagen deshalb eine öffentliche GemeindeelternvertreterSitzung unter Beteiligung aller interessierten Eltern und dem Stadtrat vor, damit die Anliegen der Eltern besprochen werden können.

Doreen Burkert, Rotta




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