Belebte Wittenberger Altstadt am Reformationsfest: Keine Strahlkraft? Ob die Innenstadthändler an diesem 31. Oktober öffnen dürfen, ist unklar, die Gewerkschaft Verdi will dies per Gerichtsentscheidung untersagen. Foto: Wolfgang Marchewka/Archiv

Belebte Wittenberger Altstadt am Reformationsfest: Keine Strahlkraft? Ob die Innenstadthändler an diesem 31. Oktober öffnen dürfen, ist unklar, die Gewerkschaft Verdi will dies per Gerichtsentscheidung untersagen. Foto: Wolfgang Marchewka/Archiv

26.10.2018

Gewerkschaft hat einstweilige Verfügung erwirkt

Verdi gegen Geschäfte: Am Reformationstag geschlossen?

Wittenberg (WiSo). Traditionell haben am 31. Oktober, dem Reformationstag, die Geschäfte in der Wittenberger Innenstadt geöffnet. Was seit vielen Jahren zur Freude der Kunden und zum Wohle der Händler nicht beanstandet wurde, wird in diesem Jahr zum Politikum: Die Gewerkschaft Verdi Berlin hat beim Verwaltungsgericht in Halle eine einstweilige Verfügung gegen die Ladenöffnung erwirkt. 

Die Begründung der Gewerkschaftsfunktionäre hat es in sich und zeugt von einer intellektuell erschreckenden Beschränktheit: Dem Reformationstag fehle es an „Strahlkraft“. 

Zur Erinnerung: Mehrere Bundesländer hatten mit Blick auf das Reformationsjubiläum 2017 den 31. Oktober zum Feiertag erklärt, insgesamt sind es aktuell neun, für Verdi offenbar ohne „Strahlkraft“.

„Die Stadt Wittenberg hat bis Montagmittag Zeit für eine Stellungnahme“, informiert Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) den Wittenberger Sonntag. Er bedaure diese Entwicklung, zumal sich die Händler auf den Feiertag bereits mit Warenbestellungen und Personalplanung eingestellt hätten. 

Wie das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Halle ausgehen wird, ist unklar, zumal die Rechtsprechung beim Thema Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen sehr restriktiv ist, weil das Land als Gesetzgeber entsprechend restriktive Vorgaben macht: In Sachsen-Anhalt dürfen Geschäfte nur an maximal vier Sonn- und Feiertagen pro Jahr öffnen, in Wittenberg sind dies zwei Adventssonntage, der Sonntag zum Töpfermarkt und der Reformationstag. 

Im Wettbewerb mit dem an Bedeutung zunehmenden Online-Handel wäre ein Verbot für den ortsansässigen Handel ein weiterer Rückschritt. Wer immer aus Wittenberg die Funktionäre in Berlin auf den Plan gerufen hat, sägt wohlmöglich am eigenen Ast...




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