Tanja Kasischke vom Forum Reformation und Oberbürgermeister Torsten Zugehör mit dem „Hundle“ aus Bretten, der Geburtsstadt Philipp Melanchthons. Foto: Wolfgang Gorsboth

Tanja Kasischke vom Forum Reformation und Oberbürgermeister Torsten Zugehör mit dem „Hundle“ aus Bretten, der Geburtsstadt Philipp Melanchthons. Foto: Wolfgang Gorsboth

19.10.2018

Forum Reformation gründet sich am 30. Oktober in der Stadtkirche

Den Geist von 2017 nicht verpuffen lassen

Wittenberg (wg). Das Forum Reformation, das sich am Vorabend des Reformationstages, dem 30. Oktober um 18 Uhr im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Stadtkirche gründen wird, versteht sich interkonfessionell, interreligiös und interkulturell. Initiator ist  Siegfried Eckert, Pfarrer in Bonn und Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft, der inzwischen bundesweit rund 150 Mitstreiter gefunden hat. 

Zu den Mitstreitern aus Wittenberg gehören der Theologe und Publizist Friedrich Schorlemmer, Pfarrer Friedrich Kramer, Direktor der Evangelischen Akademie sowie Oberbürgermeister Torsten Zugehör: „Wir unterstützen dieses Forum, die Reformation war eine Weltbewegung und dies muss sich auch nach dem Jubiläumsjahr 2017 darstellen lassen.“

Die Forumsmitglieder wollen die Erfahrungen von 2017 nicht einfach verpuffen lassen und sich mit anderen weltoffenen und reformatorischen Mitstreitern auf den Weg zu einem Weltreformationsforum 2030 in Wittenberg begeben. „Wir wollen dabei nicht nur um Luther kreiseln, sondern auch Akteure der Zivilgesellschaft ansprechen, verbunden mit der Frage, welche Wirkungen von der Reformation ausgingen und heute noch aktuell sind“, erklärt Dr. Tanja Kasischke, die im vergangenen Jahr das Jugendprojekt „Mensch, Martin!“ inhaltlich verantworte und im September zum Forum dazugestoßen ist. 

Das Forum will sich auf drei Themenkreise konzentrieren: Reformation in den Gemeinden, Reformation in der Geschichte und Reformation in der Gesellschaft. 

Der Baum wächst von unten nach oben, die Kirche auch, deshalb versteht sich das Forum Reformation als Anwalt der Gemeinden. Es nimmt deren Perspektiven ein und will Ideen und Angebote entwickeln, um in religionskritischen Zeiten und komplexen Weltlagen zu einem glaubensfrohen, weltgestaltenden und gleichberechtigten Miteinander zu ermutigen. 

Dabei soll wahrgenommen werden, dass sich Gemeinden auch in den anderen Konfessionen und Religionen in reformatorischen Aufbrüchen befinden. Ziel ist es, eine interreligiöse Neugier zu wecken und Begegnungen zwischen möglichst vielen Konfessionen und Religionen zu ermöglichen. 

Konfi- und Gemeinde Camps in Wittenberg

„Für das Jahr 2020 streben wir den Aufbau eines Gemeinde-Base-Camps am Spiritus Loci der Reformation an“, sagt Kasischke, „damit wollen wir an die guten Erfahrungen der Konfi-Camps im Wittenberger Reformationssommer 2017 anknüpfen.“ Im Norden der Lutherstadt wurden dafür die logistischen Voraussetzungen geschaffen. 

Den Elan des Reformationsjubiläums 2017 aufgreifend, will das Forum bis 2030 (500 Jahre Confessio Augustana) an den jeweils historisch relevanten Orten an die kommenden 500-jährigen Jubiläen erinnern, so zum Beispiel mit der ersten reformationsgeschichtlichen Tagung, zu der das Forum vom 5. bis 7. April 2019 nach Leipzig in Erinnerung an die „Leipziger Disputation“ zwischen den Wittenberger Reformatoren und dem katholischen Ingolstädter Theologen Johannes Eck einlädt. 

Das erste Treffen zur Vorbereitung des Weltreformationsforums 2030 in Wittenberg findet vom 18. bis 22. August 2019 in der Lutherstadt statt. Im Jahr 2030 will das Forum viele gute Geister aus den verschiedenen Konfessionen, Religionen, der Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik einladen, um am Geburtsort der Reformation einen Think-Tank zu gründen und den destruktiven Kräften dieser Zeit einen furchtlosen „Lobbyismus des Guten“ entgegenzusetzen. 

Festgottesdienst in der Stadtkirche

Der Festgottesdienst zur Gründung des Forums Reformation am 30. Oktober beginnt um 18 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche. Die Festpredigt hält Friedrich Schorlemmer, für die Liturgie zeichnen Stadtkirchenpfarrer Johannes Block und Kathrin Oxen vom Predigtzentrum verantwortlich. Für die Musik sorgt Judy Bailey, die bereits 2017 in Wittenberg aufgetreten ist





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