Dr. Bettina Lange, Kreisvorsitzende der CDU, engagiert sich auch im Bündnis „Wittenberg Weltoffen“. Foto: Wolfgang Marchewka

Dr. Bettina Lange, Kreisvorsitzende der CDU, engagiert sich auch im Bündnis „Wittenberg Weltoffen“. Foto: Wolfgang Marchewka�

13.10.2018

Dr. Bettina Lange: „Die Gesellschaft muss sich positionieren“

Rechtsradikale Tendenzen: „Die Entwicklung ist beängstigend“

Wittenberg (wm). „Die Entwicklung ist beängstigend, dagegen muss sich die Mehrheitsgesellschaft klar positionieren!“ Mit diesen deutlichen Worten reagiert Dr. Bettina Lange auf die von diversen rechtsradikalen Organisationen verursachten Ereignisse in Chemnitz, Köthen und zuletzt auch auf den von der AfD-Landtagsfraktion inszenierten sogenannten „Trauermarsch“ durch Wittenberg. 

Im Beruf ist Dr. Bettina Lange Leiterin der Technischen Abteilung im Paul-Gerhardt-Stift, ehrenamtlich engagiert sie sich sowohl als Kreisvorsitzende der CDU als auch als Fraktionsvorsitzende der CDU im Wittenberger Stadtrat in der Kommunalpolitik, parallel dazu ist sie „von Anfang an mit dem Herzen dabei“ im Bündnis „Wittenberg Weltoffen“: „Ich habe mich immer klar positioniert und zahlreiche Projekte gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit unterstützt.“

Besonders deutlich wurde das vor ihrer Wahl zur Kreisvorsitzenden, als Bettina Lange jahrelang mitarbeitete im Verein der Freunde und Förderer des Museums Synagoge Gröbzig, deren Vorsitzende sie auch war. 

In dieser Zeit hat sie miterlebt, dass der Fremdenhass mancher Menschen im Osten Deutschlands keine neue Erscheinung ist und auch nichts mit der „Flüchtlingspolitik von Frau Merkel“ erklärt werden kann: „Ich hatte bereits in den Jahren 1993/94 einen Davidstern am Auto, und außerdem gab es Telefonterror gegen mich und meine pflegebedürftige Mutter.“ 

Bettina Lange weiß also, was es auch in Sachsen-Anhalt bedeuten kann, sich für Menschen anderer Nationalität und anderen Glaubens zu engagieren, aber: „Ich habe keine Angst, ich lasse mich nicht einschüchtern, denn würden wir uns einschüchtern lassen, hätten wir alle ein Stück verloren.“ 

Bettina Lange hat Verständnis dafür, dass sich manche Menschen in der modernen Welt unwohl fühlen, aber: „In einer Demokratie ist Politik nicht einfach, noch komplizierter wird es in der globalisierten Welt, vielleicht hat die Bundespolitik den einen oder anderen Menschen zu wenig in die neue Zeit mitgenommen. Manche Entscheidungen sind nicht immer verständlich, manches dauert zu lange, manches wird zu viel zerredet. Die Flüchtlingswelle kam hinzu. Eine Folge ist, dass manche Themen, die die Große Koalition anpackt, gar nicht mehr wahrgenommen werden.“ 

Lange hat es auch mit Unbehagen verfolgt, dass die rechtsradikale Ecke mehr und mehr aktiv geworden ist: „Vielleicht hätten wir anfangs schärfer reagieren müssen, aber es ist noch nicht zu spät. Gegen Rassismus, Hass und Ausländerfeindlichkeit müssen wir eine klare Haltung zeigen, da sind alle demokratischen Parteien gemeinschaftlich gefordert.“ 

Bettina Lange schlägt für Stadt und Kreis Wittenberg vor, das Bündnis „Wittenberg Weltoffen“ müsse weitere gemeinsame Aktionen organisieren, und zwar rechtzeitig und so, dass die Menschen es wahrnehmen: „Gemeinsam ist die Bürgergesellschaft stärker – egal, welcher Partei die Akteure angehören, mehr Gemeinsamkeit wäre eine wunderbare Geschichte!“




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