Gräfenhainichens Bürgermeister Enrico Schilling, Janine Scharf von der Ferropolis GmbH und Peter Pätz, Vorsitzender des Ferropolis-Fördervereins (v.l.n.r.), sind gespannt, wie der neue Bergmannstag angenommen wird. Foto: Wolfgang Gorsboth

Gräfenhainichens Bürgermeister Enrico Schilling, Janine Scharf von der Ferropolis GmbH und Peter Pätz, Vorsitzender des Ferropolis-Fördervereins (v.l.n.r.), sind gespannt, wie der neue Bergmannstag angenommen wird. Foto: Wolfgang Gorsboth

13.09.2018

Akteure gehen gemeinsam neue Wege, um Traditionen zu bewahren

15. Bergmannstag in Ferropolis

Gräfenhainichen (wg). Der traditionsreiche Bergmannstag in Ferropolis präsentiert sich nicht nur zu einem neuen Termin, sondern auch im neuen Gewand. Los geht's am 15. September 2018 um 11 Uhr. 

„Die Ferropolis GmbH muss in den Sommermonaten Geld mit ihren Festivals verdienen, das kollidiert mit Traditionen wie dem Bergmannstag“, zeigt der Vorsitzende des Ferropolis-Fördervereins, Peter Pätz, im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag Verständnis für wirtschaftliche Zwänge. „Die Stadt aus Eisen kann aber nur am Leben erhalten werden, wenn Altes und Neues, Tradition und Innovation zusammenkommen.“ 

Dabei gehe es auch um Themen wie erneuerbare Energien, sagt Pätz und verweist auf das neue, acht mal zwölf Meter große Bild, das die graue Wand der 30-kV-Station verschönert – ein Ergebnis des Solarpunk-Festivals in Berlin, das einen Beitrag zur neuen Energiewende-Erzählung leistet. Die Ausstellung in der 30-kV-Station werde man ebenso weiter entwickeln, wie man junge Leute für die regionale Geschichte des Bergbaus begeistern wolle. 

Die vergangenen Bergmannstage seien ein Auslaufmodell gewesen, so Pätz. 2017 habe man einen Landesbergmannstag feiern wollen, dies sei aber an der Finanzierung gescheitert. „Dann sind wir auseinandergegangen und es ist Umsetzungsmanagerin Janine Scharf zu verdanken, dass alle Beteiligten wieder zusammengefunden haben.“

„Das Scheitern an der Finanzierung hat uns klar gemacht, dass wir unsere eigenen Kräfte bündeln müssen“, bestätigt Gräfenhainichens Bürgermeister Enrico Schilling CDU),„gemeinsam mit dem Förderverein und der Ferropolis GmbH stellen wir den Bergmannstag in diesem Jahr unter das Motto ‚Ferropolis sagt Danke!’“ 

Bedanken wolle man sich bei den Anwohnern wegen der bisweilen lauten Musik, bei Autofahrern wegen Staus und Umleitungen, bei Polizei, Feuerwehr, DRK, Johanniter und den vielen Helfern, die in den Sommermonaten zur Absicherung der Großevents Einsatz zeigen und die am 15. September bei freiem Eintritt ebenso eingeladen sind wie alle Gräfenhainicher sowie Gäste aus Nah und Fern, denn der Bergmannstag ist ein Fest für die ganze Familie. 

Das Programm am 15. September 2018 

Janine Scharf kündigt einige hochkarätige Programmpunkte an. Der Sänger und Songwriter Max Giesinger wurde verpflichtet, bekannt sind Hits wie „80 Millionen“ oder „Wenn sie tanzt.“ Außerdem sorgen die Bergmannskapelle Bitterfeld und die Wittenberger Big Band für Live-Musik. 

Zweiter Höhepunkt ist das Bergmannskino in der Orangerie, wo um 20 Uhr der neue Film „Gundermann“ von Andreas Dresen zu sehen ist. Das Werk handelt von einem Baggerfahrer, der Lieder schreibt; von einem Spitzel, der bespitzelt wird; von einem Weltverbesserer, der es nicht besser weiß. Und es ist auch ein Heimatfilm, denn einige Passagen wurden in Ferropolis gedreht. Gerhard Rüdiger Gundermann war nicht nur Baggerfahrer im Braunkohletagebau der Lausitz, sondern auch einer der bekanntesten Liedermacher und Texter Ostdeutschlands, der am 21. Juni 1998 im Alter von nur 43 Jahren starb.

„Matinee Inducult“ nennt sich eine Diskussionsrunde zum Thema „Kreativ umsteigen in die Zukunft nach dem Bergbau“, daran nehmen Vertreter der IG Bergbau, Chemie, Energie, der IHK Halle-Dessau, ehemalige Bergleute sowie Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Wünsch (SPD) teil. Anschließend wird an ausgewählten Stationen in Ferropolis Bergmannsgarn gesponnen: Ehemalige Bergleute erzählen von ihrer Arbeit und machen so Geschichte erlebbar. 

Die Tagebau-Großgeräte können erkundet werden, in der Ausstellung in der 30-kV-Station sind neue Modelle zu sehen, es gibt Führungen und Bühnenprogramme mit dem Gräfenhainicher Carneval Club und den Zschornewitzer Tanzgirls & -boys. Bei einer Drift-Show sind spektakuläre Fahrmanöver zu erleben und mit einem Grubenfeuer klingt der Bergmannstag aus.




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