Elena Bianchi und Philip Hillich begeisterten mit ihrer Musik das Hoffest-Publikum. Foto: Oleg Alimov

Elena Bianchi und Philip Hillich begeisterten mit ihrer Musik das Hoffest-Publikum. Foto: Oleg Alimov

18.08.2018

Eigens für das Hoffest des Wittenberger Sonntag arrangierte Titel

Das Duo Elena und Philip begeisterte die Gäste

Wittenberg (wg). Vor zwei Jahren sorgte Elena Bianchi mit Jan P. Pajak, den Wittenbergern als „Zwei im Gartenhäuschen“ bekannt, für musikalische Unterhaltung beim Hoffest des Wittenberger Sonntag, im vergangenen Jahr war es das Duo Franz Hiller & Philip Hillich – und heuer trat Elena mit Philip auf, jenem Gitarristen, mit dem sie 2014 die Formation „Lei und Lui“ gegründet hatte, erster öffentlicher Auftritt des Duos war bei der Nacht der Livemusik. „Wir spielen bei passenden Gelegenheiten zusammen“, berichten beide. 

Seit Franz ein Soloprojekt verfolgt, tritt Philip musikalisch ein wenig kürzer, was Auftritte betrifft, aktuell nimmt der 26-Jährige Klavierunterricht. Wieder mit dem Klavierunterricht angefangen hat Elena, die 38-jährige Italienerin macht seit ihrer Schulzeit Musik in verschiedenen Bands: „Als Kind habe ich Klavier gespielt, aber mit 13 Jahren hatte ich keine Lust mehr auf Klassik und habe leider aufgehört.“ Das Klavier des Großvaters, auf dem sie spielte, hat den Umzug von Mailand gut überstanden und steht jetzt im Wohnzimmer in Wittenberg.

Seit 2015 nimmt Elena Gesangsunterricht an der Kreismusikschule bei Mechthild Andersch, der Schwerpunkt liegt auf klassische Gesangsausbildung. „Deshalb suche ich einen Lehrer in Berlin mit dem Schwerpunkt Popmusik“, sagt Elena, die mit ihrer stimmlichen Entwicklung – und ihrer Lehrerin - sehr zufrieden ist und überdies an ihrem Gitarrenspiel feilt. 

Philip und Elena spielen auch in der Band „TeHo“ zusammen, gemeinsam mit einem Pianisten. Elena vertritt die Sängerin, die sich im Babyjahr befindet. „TeHo“ spielt Partymusik und tritt bei Dorffesten, Hochzeiten und ähnlichen Anlässen auf. Auch mit dem Duo „Zwei im Gartenhäuschen“ geht es musikalisch weiter. 

Der große Durchbruch kam 2017, als Elena und Jan zusammen mit Philip und Dirk Sültemeyer bei den Hofkonzerten auf der ausverkauften Schlosswiese als Vorgruppe der Phil Collins Tribute Band auftraten, mit Applaus gefeiert wurden und die Bühne erst nach Zugaben verlassen durften. In der gleichen Besetzung allerdings ohne Philip, der verhindert war, dafür mit Michael Ketelaar, Musiklehrer am Luther-Melanchthon-Gymnasium, begeisterte das Quartett erneut bei den vom Kunstverein organisierten Hofkonzerten – diesmal als Hauptact mit Italo-Liedern im Hof des Alten Gefängnisses und das gleich bei drei Konzerten, so groß war die Kartennachfrage. 

Bello e impossibile

Für das Hoffest des Wittenberger Sonntag haben Elena und Philip Titel ausgewählt und eigens für den Anlass arrangiert, die ihnen gefallen und die auch instrumental und gesanglich zum Duo passen. Unter anderem erklangen Titel von Amy Winehouse, Ed Sheeran und anderen internationalen Popgrößen, eine Akustik-Version von Tina Turners „Simply the Best“, I’m on Fire“ von Bruce Springsteen, aber auch italienische Songs wie „Bello e impossibile“ von der Rockröhre Gianna Nannini. 

„Bis März singe ich noch in der Band ‚TeHo’, obwohl die Auftritte zu Partys schon sehr anstrengend sind, weil es meist sehr spät wird und zu Hause zwei kleine Kinder warten“, berichtet Elena. Nächster Auftritt mit „Zwei im Gartenhäuschen“ wird am 1. Advent in Jessen sein. Mit Jan, Philip und anderen Künstlern plant Elena in 2019 neue Musikprojekte.

Live-Musik etablieren 

Ebenfalls für Musik und die professionelle Beschallungstechnik sorgte in bewährter Weise Raik Buchta, der in 38 Jahren rund 2.800 Auftritte als Schallplattenunterhalter, Moderator und Diskotheker absolviert hat und an diesem Wochenende die organisatorischen Fäden beim Bad Schmiedeberger Margarethenfest in den Händen hält (der Wittenberger Sonntag berichtete). 

Der nächste große Event ist am 13. Oktober der Auftritt von „Remode“ in der Exerzierhalle in Wittenberg, für viele Musikfans die beste Depeche-Mode Tributeband. Unter dem Motto „Live spürst Du mehr!“ möchte er zusammen mit Mario Schandert ein neues Kapitel aufschlagen: „Wir wollen weg von Cover-Bands und hin zu Live-Musik mit Originalbands. Viele dieser Bands, die neue Tonträger herausgebracht haben, sind trotz ihrer Qualität durchaus bezahlbar, weil die Plattenfirmen die Promotiontouren mitfinanzieren.“ 

Allerdings sei für diese Zwecke die Exerzierhalle weniger geeignet, weil man im Außenbereich Zelte für die Künstler aufbauen und einen Toilettenwagen für das Publikum bereitstellen müsse. „Wir wollen künftig solche Veranstaltungen im Stadthaus durchführen, dort ist die Logistik besser“, betont Buchta. Auftakt im Stadthaus wird am 8. März 2019 mit der Frauentags-Party sein und am 9. März ist ebendort Pink Floyd Experience zu Gast. 

Café auf Rädern und Geschichten dazu

Dietmar Klingners Coffee-Bike bot den Hoffest-Besuchern alles, was man aus Kaffee-Bohnen herstellen kann. Vor allem Pendler wissen das Coffee-Bike am Hauptbahnhof zu schätzen. Gemeinsam mit dem Stadtführer und diesjährigen Luther-Darsteller Klaus Pohl hat er das neue Angebot „Kaffee und Geschichten“ entwickelt: „2017 war in Wittenberg kulturell sehr viel los, im Winter haben wir uns überlegt, ob wir neue Formate für die Folgejahre entwickeln können, denn Wittenberg hat mehr zu bieten als Luther.“ 

Einmal im Monat steht das Coffee-Bike nicht am Hauptbahnhof, sondern an prominenten Orten in Wittenberg wie der Werkssiedlung Piesteritz, der Hundertwasserschule, Schwanenteich und Alter Hafen. Immer von 10 bis 18 Uhr schenkt Klingner Kaffee aus, während Pohl mehrmals in dieser Zeit Geschichte(n) zum jeweiligen Ort erzählt. „Die Resonanz ist gut, es hat sich sogar ein Stammpublikum gebildet“, so Klingner. Zwei Termine stehen in diesem Jahr noch aus: Am 25. August ist der Luthergarten in der Andreasbreite an der Reihe und am 22. September der Tierpark.

Im nächsten Jahr wollen Klingner und Pohl „Kaffee und Geschichten“ fortsetzen, allerdings nicht mehr monatlich, sondern zwei- bis dreimal im Jahr, mehr lässt die Arbeitsbelastung nicht zu. 

Für den ausgezeichneten kulinarischen Rahmen beim Hoffest des Wittenberger Sonntag sorgte Zonkus Conkus mit tollen Speisen und sehr freundlichen Mitarbeitern.




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