Rudolf Wein, Gerd Treuter und Mia Anders (v.r.n.l.) unterwegs auf der Mut-Tour 2018. Foto: Wolfgang Gorsboth

Rudolf Wein, Gerd Treuter und Mia Anders (v.r.n.l.) unterwegs auf der Mut-Tour 2018. Foto: Wolfgang Gorsboth

13.08.2018

Mut-Tour machte Station auf dem Wittenberger Marktplatz

Aufklärung über die Volkskrankheit Depression

Wittenberg (wg). Depression ist behandelbar – das ist die Botschaft der Mut-Tour durch ganz Deutschland, die auf die psychische Erkrankung aufmerksam machen will. Montagmittag machte eines der an der Mut-Tour beteiligten Radler-Teams Station auf dem Wittenberger Marktplatz.

Mia Anders aus Hannover, Gerd Treuter aus Leipzig und Rudolf Wein aus Dülmen waren am Samstag in Berlin gestartet, zwei Mitfahrer waren kurzfristig aus Krankheitsgründen ausgefallen. „Mit der Mut-Tour sollen Depressionen entstigmatisiert, Ängste und Vorurteile abgebaut werden“, erklärt Mia Anders, die zum fünften Mal dabei ist. 

Mit der Mut-Tour zeige man, dass auch Menschen mit Depression belastbar sind, dass sie den körperlichen Belastungen ebenso gewachsen sind wie der Herausforderung, sich während der Tour mit fremden Menschen arrangieren zu müssen. „Die Mut-Tour basiert auf den vier Säulen Gemeinschaft, Natur, Bewegung und Tagesstruktur“, berichtet Anders. 

Unterwegs sprechen die Radfahrer über ihre Krankheit, in größeren Städten gibt es zusätzliche Aktionen und Infoständen, organisiert von den psychosozialen Partnern vor Ort. „Eine Depression ist mehr als nur eine kurze Phase mit schlechter Laune“, betont Anders, „wer unter Depressionen leidet, braucht Hilfe von Fachleuten, Selbsthilfegruppen oder Beratungsstellen.“ Doch viele fürchten um ihren Job, sprechen deswegen nicht offen über ihre Krankheit, die Mut-Tour soll dieses Schweigen brechen und Mut machen, mit Depressionen offen umzugehen. 

„Wir sind auf unserer Tour vielen Menschen begegnet, die uns freundlich aufgenommen haben und dem Thema gegenüber sehr offen sind“, so Anders. „Gestern in Zahna wurden wir eingeladen, im Garten zu zelten.“ Von Wittenberg geht es nach Bitterfeld, Halle, Merseburg und Weimar bis zum Ziel in Erfurt. 

Von 2012 bis 2017 haben 134 Teilnehmer rund 25.500 Kilometer zurückgelegt, in diesem Jahr kommen weiter 5.250 Kilometer dazu. Noch bis zum 2. September sind die Teams auf Tandems, im Zweier-Kajak oder zu Fuß unterwegs. Trägerverein der Mut-Tour ist die Deutsche Depressionsliga e.V., Partner sind die Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Bündnis gegen Depression, der Deutsche Behindertensportverband und der ADFC. 

Hinweis 

Bundesweite Anlaufstellen für Menschen mit Depressionen sind die Telefonseelsorge 0800/111 0 111 und das Telefon der Deutschen Depressionsliga 01805/95 09 51. 

Ansprechpartner in Wittenberg sind der Sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises, Tel.: 03491/479-379, E-Mail: , die Selbsthilfegruppen Depression und Angsterkrankungen Wittenberg, Tel.: 034929/13 94 32, E-Mail: sowie das Diakonische Werk im Kirchenkreis Wittenberg (Psychosoziale Betreuung), Tel.: 03491/45 43 98. 

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.mut-tour.de




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