Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Joachim Hermann, Sabrina-Maria Geißler (r.), Referentin der Geschäftsführung und Jessica Donath, die bei den Stadtwerken für Marketing zuständig ist, genießen vom Design-Wasserspender (Burg Giebichenstein Halle) erfrischendes und qualitativ hochwertiges Trinkwasser. Foto: Wolfgang Gorsboth

Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Joachim Hermann, Sabrina-Maria Geißler (r.), Referentin der Geschäftsführung und Jessica Donath, die bei den Stadtwerken für Marketing zuständig ist, genießen vom Design-Wasserspender (Burg Giebichenstein Halle) erfrischendes und qualitativ hochwertiges Trinkwasser. Foto: Wolfgang Gorsboth

05.08.2018

Stadtwerke-Chef Hermann: „Genug Trinkwasser in bester Qualität“

Mega-Sommerhitze lässt Wasserverbrauch steigen

Wittenberg (wg). Die Menschen schwitzen, mit der Hitzewelle steigt auch der Wasserverbrauch: Gärten und Bäume wollen bewässert werden, Menschen suchen unter der Dusche Abkühlung und sie trinken mehr. Als kommunaler Trinkwasserversorger wissen die Stadtwerke Wittenberg am besten Bescheid über den Wasserverbrauch an heißen Tagen.

„Die höchste Tagesabgabe seit vielen Jahren verzeichneten wir am 5. Juli mit einem Verbrauch von 9.394 Kubikmetern Trinkwasser, normal sind 5.000 bis 6.000 Kubikmeter pro Tag“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Joachim Herrmann im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. Besonders morgens und abends sei der Verbrauch deutlich erhöht. 

Auch wenn die Hitzewelle Mensch, Tier und Pflanze noch länger quält, ist die Versorgungssicherheit nicht gefährdet. „Es gibt genug Trinkwasser in bester Qualität“, betont Herrmann, „deshalb sehen wir aus drei Gründen die Entwicklung sehr entspannt.“ Erstens seien die Trinkwasser-Rohrleitungen für noch größere Mengen ausgelegt. Bei einem ähnlich heißen Sommer 1990 lag die höchste Trinkwasser-Tagesabgabe bei 32.700 Kubikmetern. Zweitens wurden im Gallunberg unterirdisch große Hochbehälter für Trinkwasser als Zwischenspeicher eingebaut, die nachts befüllt werden und drittens haben die Stadtwerke Wittenberg mit der Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM) einen zuverlässigen Lieferanten, der die Grundwasserressourcen in der Colbitz-Letzlinger Heide und im Westfläming nutzt, einem der best geschützten Vorkommen in Deutschland. 

„Unser Trinkwasser gehört deutschlandweit zu den besten“, versichert Herrmann. So lägen zum Beispiel die Nitratwerte der Trinkwässer aus den Wasserwerken Colbitz und Lindau unter einem Milligramm pro Liter und damit deutlich unterhalb des von der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwertes von 50 Milligramm. Das Trinkwasser aus dem Fläming ist so sauber, dass es nicht einmal gechlort werden muss, die Qualität ist besser als etliche Mineralwässer aus dem Geschäft.

Auch wenn große Teile Ostdeutschlands derzeit die schlimmste Trockenperiode seit mehr als 50 Jahren erleben, hat dies auf die Trinkwasserressourcen des Flämings mittel- bis langfristig keinen Einfluss, da sich das Grundwasser ständig erneuert. „Man darf natürlich nicht mehr entnehmen, als sich erneuert“, so Herrmann. 

Im Jahre 2000 haben die Stadtwerke ihr aus den 1960er Jahren stammendes Wasserwerk stillgelegt, nachdem alle Varianten wie Sanierung sowie Abriss mit Neubau geprüft wurden. „Die Entscheidung, Trinkwasser von der TWM über Fernleitungen zu beziehen, war mit Blick auf Qualität und Zuverlässigkeit richtig“, resümiert der Stadtwerke-Chef.

Im Klärwerk ist die Lage entspannt, Bakterien mögen Hitze, lediglich in Kleinkläranlagen wie in Boßdorf und Kropstädt müssen Fadenalgen entfernt werden. „Sollte es wegen der fortdauernden Hitze zu unangenehmen Gerüchen aus dem Abwasserkanalnetz kommen, werden Kanalspülungen durchgeführt“, sagt Herrmann.

Cool ist es im Freibad 

Bei der Hitze cool bleiben? Das funktioniert am besten im Freibad, und so verzeichnet das von der Bäder und Freizeit GmbH betriebene Freibad in Piesteritz derzeit mehr als doppelt so viele Besucher wie im Vorjahr: Im Juli besuchten 10.878 Gäste das Freibad, im Vorjahresmonat waren es 4.539. Mit insgesamt 18.281 Besuchern von Mai bis Juli wird bereits jetzt schon das Vorjahres-Gesamtergebnis mit 9.503 Gästen ebenfalls deutlich übertroffen. 

Die Stadtwerke verlängern die Aktion Wasserzwischenzähler für die Gartenbewässerung bis zum 30. September, von 2014 bis Juli 2018 wurden davon 3.547 Stück im Netz eingebaut, der Wasserverbrauch entspricht sechs Prozent der Jahresmenge. 

Bäume wässern 

Die Hitze macht natürlich den Bäumen im Stadtgebiet zu schaffen. Auch wenn die Stadtwerke-Tochter KSW im Zwei-Schichtsystem im Einsatz ist, um Bäume und öffentliches Grün zu bewässern, ist es für die Mitarbeiter einfach logistisch unmöglich, jeden Baum, jedes Grün mit Wasser zu versorgen. Stadtwerke-Chef Herrmann begrüßt deshalb die Bitte von Oberbürgermeister Torsten Zugehör an die Bürger, Bäume, Sträucher und Sommerblumen zu gießen.

„Die KSW-Mitarbeiter setzen rund 35.000 Liter pro Tag ein, zum größten Teil Brauchwasser“, berichtet Herrmann. Besonders junge Straßenbäume leiden unter dem Wassermangel, weil sie noch nicht genügend Wurzeln ausbilden konnten, um im Boden gespeichertes Wasser zu erreichen.




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